4 Punkte von GN⁺ 2024-10-20 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Die US-Aufsichtsbehörde für Fahrzeugsicherheit hat nach vier gemeldeten Kollisionen eine Untersuchung von 2,4 Millionen Tesla-Fahrzeugen mit FSD eingeleitet
  • Darunter ist ein Unfall aus dem November 2023 in Rimrock, Arizona, bei dem ein Fußgänger von einem Tesla Model Y des Modelljahrs 2021 erfasst und getötet wurde
  • Die Untersuchung betrifft Fahrzeuge der Modelle S und X aus den Jahren 2016–2024, Model 3 aus 2017–2024, Model Y aus 2020–2024 sowie den Cybertruck aus 2023–2024

Sicherheitsbedenken bei FSD

  • Die NHTSA untersucht Kollisionen, die bei aktiviertem FSD unter Bedingungen mit eingeschränkter Sicht auf die Fahrbahn auftraten, etwa durch Blendung durch Sonnenlicht, Nebel oder Staub
  • Geprüft werden soll, ob die technischen Kontrollfunktionen von FSD Situationen mit schlechter Sicht erkennen und angemessen darauf reagieren können
  • Außerdem soll festgestellt werden, ob Tesla das FSD-System aktualisiert oder verändert hat und ob die Auswirkungen solcher Änderungen auf die Sicherheit bewertet wurden

Stand der Entwicklung der FSD-Technologie

  • Teslas FSD-Technologie wird seit Jahren entwickelt und zielt auf einen hohen Grad an Automatisierung ab, bei dem das Fahrzeug die meisten Fahraufgaben ohne Eingriff des Fahrers übernehmen kann
  • Im Dezember 2022 rief Tesla in den USA mehr als 2 Millionen Fahrzeuge zurück, um neue Sicherheitsvorkehrungen im fortgeschrittenen Fahrerassistenzsystem Autopilot zu installieren

Rechtliche Kontroversen rund um Tesla FSD

  • Im Oktober 2023 machte Tesla öffentlich, dass das US-Justizministerium im Zusammenhang mit FSD und dem Autopilot-System Vorladungen ausgestellt hatte
  • Im Zusammenhang mit der FSD-Technologie gab es mindestens zwei tödliche Unfälle, darunter ein Fall aus dem April 2023 im Raum Seattle, bei dem ein im FSD-Modus fahrendes Tesla Model S einen 28-jährigen Motorradfahrer erfasste und tödlich verletzte

Bedenken gegen Teslas „Camera-only“-Ansatz

  • Einige Branchenexperten weisen darauf hin, dass Teslas Einsatz eines „Camera-only“-Ansatzes für teil- und vollautonome Fahrsysteme bei schlechter Sicht problematisch sein könnte
  • Teslas Wettbewerber nutzen teure LiDAR- und Radarsensoren, um die Fahrumgebung zu erfassen

Meinung von GN⁺

  • Es werden Zweifel an der Sicherheit und Zuverlässigkeit der FSD-Technologie laut. Insbesondere bestehen Bedenken hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit bei schlechten Sichtverhältnissen
  • Bei der Entwicklung autonomer Fahrtechnologien dürfte es wichtig sein, neben Kameras auch verschiedene andere Sensoren zu nutzen. Der Einsatz ergänzender Sensortechnologien wie LiDAR und Radar ist erwägenswert
  • Teslas Robotaxi-Konzept ist eine interessante Vision, doch bis zur tatsächlichen Kommerzialisierung dürften technische und regulatorische Hürden bestehen. Die Gewährleistung der Sicherheit wird oberste Priorität haben
  • Bei der Einführung autonomer Fahrtechnologien wird eine Diskussion und gesellschaftliche Verständigung aus verschiedenen Perspektiven nötig sein, darunter Verbraucherakzeptanz, gesellschaftliche Auswirkungen und ethische Fragen
  • Auch andere Autohersteller wie Hyundai und Waymo treiben die Entwicklung autonomer Fahrtechnologien voran. Es wird wichtig sein, technologische Fortschritte und Markttrends genau zu beobachten

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-10-20
Hacker-News-Kommentare
  • Es wurden Zweifel an der Sicherheit autonomer Fahrtechnologie geäußert. Ein Nutzer kam nach dem Ausprobieren von Teslas FSD zu dem Schluss, dass es gefährlich sei, und stellte die Nutzung ein

    • Wegen Systemfehlern ging das Vertrauen verloren, und manuelles Eingreifen war nötig
    • Die Standardeinstellungen seien zu aggressiv und versuchten in unsicheren Situationen rechts abzubiegen
    • Auf der Autobahn kam es vor, dass nach einem Spurwechsel die Ausfahrt verpasst wurde
  • Es wurde infrage gestellt, warum ein Tesla-Fahrer nicht bestraft wurde, obwohl er wegen der Sonne einen Unfall verursacht hatte

    • Dass ein Fahrer ein teures Fahrzeug besitzt, aber keine günstige Sonnenbrille kauft, sei Fahrlässigkeit
  • Diskussion über die Maßstäbe für die Akzeptanz autonomer Fahrtechnologie

    • Nach einer Ansicht müsse die Unfallrate unter der menschlicher Fahrer liegen
    • Die Technologie könne Leben retten, könnte aber trotz allem durch Regulierung eingeschränkt werden
  • Es wurde die Ansicht geäußert, dass Teslas FSD-Software irreführend sei, obwohl sie kein vollständig autonomes Fahren ermögliche

    • Es wurde gefordert, rechtlich gegen Tesla vorzugehen
  • Kritik daran, dass Unternehmen für autonome Fahrzeuge bei der Sicherheit miteinander konkurrieren

    • Eine Meinung lautete, man würde kein autonomes Fahrzeug besitzen, wenn es nicht Open Source sei
    • Es wurde behauptet, proprietäre Sicherheitstechnologien sollten verboten werden
  • Es wurde die Ansicht geäußert, dass die Diskussion über autonome Fahrtechnologie datenbasiert geführt werden sollte

    • Wenn Teslas Sicherheitsberichte weder verzerrt noch falsch seien, dann sei autonomes Fahren sicherer
  • Es wurden verschiedene Erfahrungen mit der autonomen Fahrfunktion des Tesla Model Y geteilt

    • Das autonome Fahren funktioniere manchmal magisch perfekt, verursache manchmal aber Unannehmlichkeiten
    • Die Unterschiede bei Fahrkönnen und Fahrfreude seien von Person zu Person groß
  • Beschwerde über die Hindernisvermeidungsfunktion des Tesla Model 3

    • Auch in Situationen ohne autonomes Fahren habe die Hindernisvermeidung nicht richtig funktioniert
  • Sorge über potenzielle Risiken durch Teslas Software-Updates

    • Das System könne Ziel von Cyberangriffen werden, und es wurde infrage gestellt, wie die Sicherheit nach Updates gewährleistet werden solle