Geschichte
Das Aufkommen der Kamera und der Kampf der Amerikaner im Gilded Age um den Schutz ihrer Privatsphäre
- 1904 ließ eine Witwe namens Elizabeth Peck in einer kleinen Stadt in Iowa ein Porträt von sich anfertigen.
- Der Fotograf verkaufte Pecks Foto an Duffy’s Pure Malt Whiskey.
- Duffy’s verwendete Pecks Foto in irreführender Werbung und stellte sie ohne ihre Zustimmung als Krankenschwester dar, die den Alkohol empfiehlt.
Das erste goldene Zeitalter der Kamera
- Es begann 1888, als George Eastman die Kodak-Kamera auf den Markt brachte.
- Die Kodak-Kamera machte das Fotografieren massentauglich und erleichterte das Entwickeln von Fotos.
- Bis 1905 hatte Kodak 1,2 Millionen Kameras verkauft, und ein Drittel der US-Bevölkerung begann zu fotografieren.
Verletzung der Privatsphäre und kommerzieller Missbrauch
- Durch die Verbreitung der Kamera verloren Menschen die Kontrolle über die Nutzung ihrer eigenen Bilder.
- Werbetreibende kauften Porträtfotos und verwendeten sie ohne Zustimmung in Anzeigen.
- Auch Prominente erlebten Eingriffe in ihre Privatsphäre; etwa Präsident Theodore Roosevelt und Reginald Claypoole Vanderbilt waren über unerlaubte Aufnahmen empört.
Rechtliche Reaktionen und das Recht auf Privatsphäre
- 1902 entschied das Berufungsgericht des Bundesstaats New York, dass es kein Recht auf Privatsphäre gebe.
- Die öffentliche Empörung über dieses Urteil veranlasste die Legislative des Bundesstaats New York, ein Gesetz zum Schutz des Rechts am eigenen Bild zu verabschieden.
- Auch der Oberste Gerichtshof von Georgia erkannte dieses Recht an; später folgten die Gerichte der meisten Bundesstaaten.
Zusammenfassung von GN⁺
- Die Verbreitung der Kamera führte zu Problemen durch Eingriffe in die Privatsphäre Einzelner.
- Weil rechtliche Gegenmaßnahmen nur verzögert kamen, erlitten viele Menschen Schäden.
- Auch heute sind Datenschutz- und Privatsphäreprobleme infolge technischer Entwicklungen weiterhin ungelöst.
- Ähnliche Projekte mit vergleichbaren Funktionen sind Google Fotos und Apple iCloud.
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