- Die Regierungen Australiens, Deutschlands, des Vereinigten Königreichs und der USA verletzen Ihre Privatsphäre
- Das Argument „Ich habe nichts zu verbergen, also ist es mir egal“ ist falsch
- Privatsphäre ist ein Recht, das die Freiheit der Meinungsäußerung, der Vereinigung und der Versammlung stützt
- Edward Snowden: „Zu sagen, man brauche keine Privatsphäre, weil man nichts zu verbergen habe, ist so, als würde man sagen, man brauche keine Meinungsfreiheit, weil man nichts zu sagen habe“
Privatsphäre und Freiheit
- Der Verlust von Privatsphäre führt zum Verlust von Freiheit
- Die Überwachung der Internetnutzung bedroht die Meinungsfreiheit
- Die Überwachung der Online-Kommunikation bedroht die Vereinigungsfreiheit
- Standortverfolgung bedroht die Versammlungsfreiheit
- Diese Freiheiten werden bereits heute verletzt und die Lage wird sich mit der Zeit verschlechtern
Die Gesamtheit von Informationen
- Auch Informationen, die man nicht verbergen muss, können in ihrer Gesamtheit ein bedeutendes Profil ergeben
- Beispiel Vorratsdatenspeicherung in Australien: Standort-, Kontakt- und Internetnutzungsdaten werden fortlaufend gesammelt
- Durch Fortschritte bei künstlicher Intelligenz und Big-Data-Analyse können politische und religiöse Überzeugungen, Wünsche und Sympathien einer Person offengelegt werden
- Mit genügend Daten und Zeit wird sogar die Vorhersage von Verhalten möglich
Persönlicher Abschreckungseffekt
- Wer das Gesamtbild massenhafter Überwachung versteht, ändert sein Verhalten
- Man vermeidet es, bestimmte Personen zu kontaktieren oder zu treffen
- Man vermeidet Versammlungen an bestimmten Orten
- Man vermeidet es, über bestimmte Themen zu schreiben oder bestimmte Websites zu besuchen
Gesellschaftlicher Abschreckungseffekt
- Wenn sich diese persönliche Abschreckung summiert, wirkt sie sich abschreckend auf für die Demokratie wichtige Aktivitäten aus
- Aktivisten, Journalisten und politische Gegner müssen frei handeln können, damit sich die Gesellschaft weiterentwickeln kann
- Selbstzensur findet bereits statt
- Edward Snowden: „Am stärksten leiden unter ungerechtfertigter Überwachung nicht die Privilegierten, sondern die Verwundbaren“
Fehlgebrauch und Missbrauch
- Systeme zur Massenüberwachung vergrößern den Umfang von Menschenrechtsverletzungen
- Beispiel DDR: Spione und Informanten überwachten und schikanierten Bürger
- Die heutigen Überwachungssysteme bergen noch größere Risiken
- Überwachungssysteme können von künftigen Regierungen, ausländischen Geheimdiensten oder Hackern missbraucht werden
Schleichende Erosion
- Jedes Überwachungssystem untergräbt die Privatsphäre und bedroht die Freiheit
- Technologischer Fortschritt kann der Gesellschaft nützen, kann aber auch als Überwachungswerkzeug eingesetzt werden
- Daniel J. Solove: „Privatsphäre geht nicht auf einmal verloren, sondern wird schrittweise ausgehöhlt“
Was ist der nächste Schritt?
- Australien, Neuseeland, Kanada und die USA bewegen sich in die falsche Richtung
- Das TPP stellt eine große Bedrohung für die Privatsphäre und andere Rechte dar
- Aufruf zum Handeln: An Hack for Privacy teilnehmen und gegen Massenüberwachung kämpfen
- Ein Privacy-Mindset verbreiten: das Verständnis für dieses Thema stärken und gegen schädliche Gesetze kämpfen
- Sich selbst schützen: die eigenen Daten vor Massenüberwachung schützen
Zusammenfassung von GN⁺
- Dieser Artikel warnt davor, dass Eingriffe in die Privatsphäre zum Verlust von Freiheit führen können
- Er erklärt die abschreckende Wirkung von Massenüberwachung auf Individuen und die Gesellschaft
- Er betont die Risiken, dass technologischer Fortschritt die Privatsphäre aushöhlen kann
- Er warnt vor den Auswirkungen von Abkommen wie dem TPP auf die Privatsphäre
- Ein verwandtes Projekt ist der Surveillance Self-Defense Guide der EFF
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