Deutsches Bundesland verabschiedet sich von Microsoft und wechselt zu Linux und LibreOffice
- Das deutsche Bundesland Schleswig-Holstein setzt aus Kosten-, Sicherheits- und Gründen der digitalen Souveränität auf Linux und LibreOffice statt auf Software von Microsoft.
- Die Landesregierung plant, die IT-Arbeitsumgebung für rund 30.000 Beschäftigte auf freie und Open-Source-Systeme umzustellen.
- Digitale Souveränität bedeutet, zu verhindern, dass Daten von Bürgerinnen und Bürgern von ausländischen Unternehmen gesammelt werden, und europäischen Tech-Unternehmen zu ermöglichen, mit US- und chinesischen Wettbewerbern zu konkurrieren.
Bedeutung der digitalen Souveränität
- Wenn die öffentliche Verwaltung geschlossene und nicht veränderbare Software nutzt, ist schwer nachzuvollziehen, wie Nutzerdaten verarbeitet werden.
- Europäische Regierungen sehen, dass Microsoft versucht, Anforderungen an die digitale Souveränität zu erfüllen, vertrauen dem Unternehmen aber nicht vollständig.
Kostensenkung und bessere Sicherheit
- Der Einsatz von Open-Source-Software bietet Vorteile bei IT-Sicherheit, Kosteneffizienz, Datenschutz und der nahtlosen Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Systemen.
- Microsoft Office soll durch LibreOffice ersetzt werden, Windows durch eine noch nicht festgelegte Linux-Desktop-Distribution.
- SharePoint und Exchange/Outlook sollen durch Nextcloud, Open-Xchange/Thunderbird und den Univention Active Directory Connector ersetzt werden.
Weitere Beispiele für Linux-Migrationen in Europa und China
- München wechselte 2004 von Windows zu Linux, kehrte später jedoch auf Wunsch des Oberbürgermeisters wieder zu Windows zurück.
- China entfernte Windows von den letzten verbliebenen Regierungs-PCs und ersetzte es durch Systeme, die überwiegend Kylin Linux verwenden.
Meinung von GN⁺
- Solche Umstellungen zeigen die praktische Einführung von Open-Source-Software und können auch andere Behörden inspirieren.
- Das wachsende Interesse an Datensouveränität und Sicherheit deutet darauf hin, dass die Bestrebungen nach technologischer Unabhängigkeit zunehmen.
- Da die Einführung von Open-Source-Software für die anfängliche Einrichtung und Wartung Fachwissen erfordert, sollten solche Umstellungen mit angemessenem technischem Support und Schulungen einhergehen.
- Open-Source-Lösungen wie Linux und LibreOffice geben Nutzern mehr Kontrolle und Anpassungsmöglichkeiten, können aber in Bezug auf Nutzererfahrung und Kompatibilität für Menschen, die an bestehende kommerzielle Software gewöhnt sind, eine Herausforderung darstellen.
- Diese Entscheidung ist Teil einer breiteren Bewegung in Europa, die technologische Eigenständigkeit stärken will, und könnte dazu beitragen, dass europäische Unternehmen auf dem globalen Markt wettbewerbsfähiger werden.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare