3 Punkte von GN⁺ 2025-10-13 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Das Land Schleswig-Holstein hat die Migration seines gesamten behördlichen E-Mail-Systems von Microsoft auf eine Open-Source-basierte Lösung erfolgreich abgeschlossen
  • Durch die Umstellung wurden rund 30.000 Mitarbeitende, mehr als 40.000 Postfächer sowie 100 Millionen E-Mails und Kalenderdaten migriert
  • Als Server kommt Open-Xchange zum Einsatz, als Client Thunderbird; dabei gab es mehrere Anlaufschwierigkeiten und Verzögerungen im Betrieb
  • Die Landesregierung verfolgt seit Jahren eine Strategie für Open-Source-Software und treibt weitere Schritte wie die Einführung von LibreOffice voran
  • Auf Basis der Erfahrungen aus dieser groß angelegten Migration will das Land künftig andere Staaten und Institutionen beim Wechsel zu Open Source beraten

Überblick

Mehrere europäische Länder zeigen eine aktive Haltung bei der Einführung von Open-Source-Lösungen im öffentlichen Sektor. Das deutsche Land Schleswig-Holstein hat nun die vollständige Umstellung des gesamten behördlichen E-Mail-Systems auf Open-Source-Software abgeschlossen.

Abschied von Microsoft-Systemen

  • Schleswig-Holstein hat die Migration der gesamten Verwaltungsumgebung von Microsoft Exchange und Outlook zu Open-Xchange (E-Mail-Server) und Thunderbird (E-Mail-Client) zum 2. Oktober 2025 abgeschlossen
  • Die Umstellung erfolgte über einen Zeitraum von sechs Monaten und betraf rund 30.000 Mitarbeitende in unterschiedlichen Verwaltungsbereichen, darunter Staatskanzlei, einzelne Ministerien, Justiz und Landespolizei
  • Der Umfang der Migration umfasste mehr als 40.000 Postfächer sowie über 100 Millionen E-Mails und Kalenderdaten

Migrationsverlauf und Anlaufschwierigkeiten

  • Während der Umstellung kam es zu vorübergehenden Dienstausfällen und Verzögerungen im E-Mail-Verkehr
  • Digitalisierungsminister Dirk Schrödter räumte ein, dass es solche Herausforderungen gegeben habe
  • Dennoch wurde die Umstellung letztlich erfolgreich abgeschlossen

Teil einer langfristigen Open-Source-Strategie

  • Die Maßnahme ist Teil der Strategie der Landesregierung zur Einführung von Open-Source-Software, die seit mehreren Jahren verfolgt wird
  • Bereits im vergangenen Jahr wurde LibreOffice als Standard-Office-Software eingeführt, um Microsoft Office schrittweise zu ersetzen

Bedeutung des Projekts und künftige Pläne

  • Dirk Schrödter betonte: „Wir sind echte Pioniere. Für ein Projekt in dieser Größenordnung gibt es kaum vergleichbare Präzedenzfälle.“
  • Künftig will die Landesregierung auf Basis der Erfahrungen aus diesem Projekt andere Institutionen oder Staaten beraten und unterstützen, wenn sie einen ähnlichen Weg einschlagen

Referenzlinks

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