1 Punkte von GN⁺ 2024-03-28 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

New York macht einen wichtigen Schritt zur Einführung der City-Maut

  • New York City hat den entscheidenden letzten Schritt abgeschlossen, um als erste US-Stadt ein umfassendes City-Maut-Programm einzuführen.
  • Das Programm soll Fahrer dazu bewegen, seltener das Auto zu nutzen und stattdessen den öffentlichen Nahverkehr zu verwenden, indem für Fahrzeuge, die in die Midtown und den Süden Manhattans einfahren, eine neue Gebühr erhoben wird.
  • Der Vorstand der Metropolitan Transportation Authority (MTA) hat den endgültigen Tarif mit 11 zu 1 Stimmen verabschiedet: Für die meisten Pkw werden 15 US-Dollar pro Tag fällig, wenn sie südlich der 60th Street nach Manhattan einfahren.

Erwartete Auswirkungen der City-Maut

  • Es wird erwartet, dass die City-Maut die Zahl der Fahrzeuge, die nach Lower Manhattan einfahren, um etwa 17 % senkt.
  • Laut einer Studie vom November wird das Programm die insgesamt in der Region gefahrenen Meilen reduzieren.
  • Es werden jährliche Einnahmen von 1 Milliarde US-Dollar erwartet, die zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs eingesetzt werden sollen.

Ermäßigung für einkommensschwache Fahrer

  • Einkommensschwache Fahrer mit einem Jahreseinkommen von unter 50.000 US-Dollar können eine Ermäßigung beantragen, mit der sie nach den ersten zehn Fahrten pro Kalendermonat 50 % Rabatt auf die Maut zur Tageszeit erhalten.

Meinung von GN⁺

  • Die Einführung einer City-Maut gilt als wirksame Strategie zur Bewältigung von Verkehrsstaus und Luftverschmutzung in Metropolen. Da sie in Städten wie London, Stockholm und Singapur bereits erfolgreich umgesetzt wurde, könnte das Beispiel New York auch für andere US-Städte Vorbildcharakter haben.
  • Das Programm dürfte zur Schaffung eines nachhaltigen städtischen Verkehrsumfelds beitragen, indem es eine finanzielle Grundlage für höhere Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr schafft.
  • Gleichzeitig deutet es darauf hin, dass solche Programme für einkommensschwache Autofahrer belastend sein können und daher ausreichende Unterstützungsmaßnahmen bereitgestellt werden sollten.
  • Vor der Einführung der City-Maut sollten Verbesserungen der Verkehrsinfrastruktur und eine qualitative Aufwertung des öffentlichen Nahverkehrs vorausgehen. So kann auf die steigende Nachfrage vorbereitet werden, die durch die Maut entstehen dürfte.
  • Vergleichbare Technologien oder Projekte sind etwa Verkehrsmanagementsysteme (TMS) und Smart-City-Lösungen, die dazu beitragen können, den städtischen Verkehrsfluss zu optimieren und Umweltbelastungen zu verringern.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-03-28
Hacker-News-Kommentare
  • Kosten städtischer Externalitäten tragen: Es ist richtig, dass Autofahrer die Kosten der von ihnen verursachten Externalitäten wie Verkehrsstaus, Lärm und Verschmutzung tragen. In einer Großstadt wie Manhattan sollten Autofahrer diese Kosten zumindest teilweise bezahlen.
  • Autozentrierung der Gesellschaft: Es zeigt, wie stark unsere Gesellschaft auf das Auto ausgerichtet ist, dass Gebühren für die Straßennutzung umstritten sind, während Fahrpreise für Züge problemlos akzeptiert werden.
  • Weniger Abhängigkeit vom Auto: Dies ist eine Chance für US-Städte, sich nicht den Autobesitzern zu beugen und sich um die Gesundheit der Bewohner zu kümmern. Abgesehen von Behinderungsbezug oder Notfalldiensten ist ein Leben ohne Auto wünschenswert.
  • Beispiel Londoner City-Maut: Londons 21-jährige Erfahrung mit der Staugebühr ist ein gutes Beispiel für die in New York zu erwartenden Effekte. Dass einige Botschaften die Maut verweigern, ist befremdlich.
  • Probleme im New Yorker ÖPNV-System: Das Problem liegt nicht an der City-Maut in New York City selbst, sondern am öffentlichen Verkehrssystem. Es gibt zu wenige ÖPNV-Optionen zwischen Midtown und Brooklyn sowie zwischen Staten Island und Downtown, und auch aus Gebieten, die nicht gut an die MTA-Züge angebunden sind, gibt es zu wenige Möglichkeiten, in die Stadt zu kommen. U-Bahn und Busse sind nicht zuverlässig. Wenn diese Probleme gelöst würden, würde man die City-Maut unterstützen.
  • Verbesserungsbedarf beim ÖPNV-System: Wenn New York City ein öffentliches Verkehrssystem auf dem Niveau von London oder Kopenhagen hätte, würde man die City-Maut unterstützen.
  • Manipulation von Kfz-Kennzeichen: Es kommt häufig vor, dass Kfz-Kennzeichen verschmutzt oder verdeckt werden, und die Fahrer, die das tun, sind oft städtische Angestellte, insbesondere Polizisten. Man fragt sich, ob dagegen vorgegangen wird, während gleichzeitig gegen Verkehrsstaus gekämpft wird.
  • Kosten des Autofahrens nach New York City: Mit dem Auto nach New York City hineinzufahren ist bereits sehr teuer und unerquicklich, und niemand tut das zum Vergnügen. Diejenigen, die durch diese Gebühr vom Fahren abgehalten werden, sind meist Erwerbstätige mit wenig finanziellen Spielräumen.
  • Zunehmende Vermeidung der Stadt: Es gibt immer mehr Gründe, die Stadt zu meiden. Als Probleme werden die Entmachtung der Polizei und die Situation genannt, dass irreguläre Migranten Hotels belegen.
  • Die Notwendigkeit in New York City: New York City brauchte schon immer eine City-Maut. Abgesehen von Staten Island und Queens/Bronx ist die Stadt nicht für das Autofahren ausgelegt und wird es wahrscheinlich auch nie sein. Aus langjähriger Erfahrung können die meisten Berufspendler mit dem Auto öffentliche Verkehrssysteme wie MTA und NJ Transit nutzen.