1 Punkte von GN⁺ 2024-03-21 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Intel soll 8,5 Milliarden Dollar an Subventionen für den Bau von Chipfabriken erhalten

  • Diese von Präsident Joe Biden in einer Fabrik in Arizona angekündigten Subventionen sind der bislang größte Betrag, den die Regierung im Rahmen eines neuen Programms zum Wiederaufbau der US-Halbleiterindustrie vergeben hat.
  • Die Subventionen sollen den Bau und die Erweiterung von Intel-Standorten in Arizona, Ohio, New Mexico und Oregon unterstützen.

Werbung für Bidens wirtschaftspolitische Agenda

  • Präsident Biden kündigte am Mittwoch mit der Vergabe von 8,5 Milliarden Dollar an Intel eine wichtige Investition zur Stärkung der US-Halbleiterproduktion an.
  • Biden sagte, dass dadurch Tausende Arbeitsplätze unterstützt würden, darunter neue Jobs in der Fertigung, für die kein Hochschulabschluss erforderlich ist.
  • Die Subventionen werden im Rahmen des 2022 verabschiedeten CHIPS Act vergeben, um die USA wieder als führende Nation in der Halbleiterfertigung zu etablieren.

Bemühungen zur Steigerung der US-Halbleiterproduktion

  • Die Biden-Regierung treibt eine ambitionierte Initiative voran, bei der 39 Milliarden Dollar an Subventionen verteilt werden, um die Produktion kleiner Chips zu erhöhen, die Smartphones, Computer, Autos und vieles mehr antreiben.
  • Diese Bemühungen stehen im Zentrum von Bidens Ziel, die Abhängigkeit der USA vom Ausland zu verringern.
  • Biden wies darauf hin, dass Halbleiter zwar in den USA erfunden wurden, dort aber nur etwa 10 % der weltweiten Chips hergestellt werden.

Meinung von GN⁺

  • Dieser Artikel ist ein wichtiges Beispiel für den strategischen Schritt der US-Regierung, die Halbleiterfertigung stärken zu wollen. Er spiegelt die Anfälligkeit globaler Lieferketten und die Sorgen um technologische Souveränität wider.
  • Halbleiter sind ein zentraler Baustein moderner Technologie, und derartige Großinvestitionen könnten sich positiv auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und das Wirtschaftswachstum in den USA auswirken.
  • Allerdings ist eine Debatte über die Auswirkungen solcher staatlich geführten Investitionen auf den Wettbewerb sowie über ihre langfristige Effizienz notwendig. Wenn sich umfangreiche Subventionen nur auf bestimmte Unternehmen konzentrieren, könnte das zu Marktverzerrungen führen.
  • Der Artikel bietet für technologieinteressierte Leserinnen und Leser interessante Informationen und ist besonders hilfreich, um politische Entscheidungen zur Zukunft der Halbleiterindustrie besser zu verstehen.
  • Andere Akteure mit ähnlicher Rolle sind globale Halbleiterhersteller wie TSMC und Samsung Electronics, die ebenfalls massiv in den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten investieren.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-03-21
Hacker-News-Kommentare
  • Anekdote zum Personalmangel

    Ende der 1990er Jahre hätte Intel die meisten Bandarbeiter in den FABs entlassen und stattdessen Leute mit Doktortitel in Festkörperphysik einstellen müssen. Eine der entlassenen Frauen sei sehr klug gewesen und habe selbst während der Hausarbeit bei der Lösung komplexer Probleme helfen können. Es habe eine tragische Geschichte dazu gegeben, warum sie Hausarbeit machte: Sie sei älter gewesen, habe gesundheitliche Probleme gehabt, habe nicht 60–80 Stunden pro Woche arbeiten können und sei möglicherweise auch diskriminiert worden, weil sie schwarz war. Wie hoch das erforderliche Intelligenzniveau heute für die Arbeit in FABs ist, wisse man nicht, aber selbst mit 8,5 Milliarden Dollar wäre es nicht leicht, mehr solcher Menschen hervorzubringen.

  • Mangel an Fachkräften in der Halbleiterfertigung

    Derzeit sei eines der größten Hindernisse beim Aufbau von Halbleiterfertigungsanlagen in den USA zu vernünftigen Kosten und in angemessener Zeit der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Dieses Gesetz verfolge zwei Ziele: neue Arbeitskräfte auszubilden und die tatsächliche Infrastruktur aufzubauen. Das sei möglicherweise nicht der effizienteste Weg, Halbleiterproduktion in die USA zu holen, und niemand könne vorhersagen, ob man in 20 Jahren froh sein werde, dass diese Investitionen frühzeitig getätigt wurden.

  • Intels Leistungsproblem

    Wir lebten im Siliziumzeitalter, aber Intel nutze das nicht richtig. Während der Umsatz stagniere und die Gewinne zurückgingen, hätten all diese Werte exponentiell wachsen müssen. Vergleiche man Intel mit dem Wachstum anderer Unternehmen wie AMD, AVGO, AMAT, Qualcomm, NVDA und AAPL, sehe man, wie diese erfolgreich wurden. Einige von ihnen seien nicht in erster Linie Chiphersteller, erzielten aber mit hervorragenden Chips jedes Jahr Einnahmen in Milliardenhöhe.

  • Der Einfluss der USA und politische Veränderungen

    Unter dem Einfluss der USA hätten viele Länder staatliche Unternehmen privatisiert sowie Freihandel und Marktliberalisierung vorangetrieben, wodurch lokale Unternehmen letztlich in die Hände US-amerikanischer Firmen geraten seien. Nun entstehe innerhalb der USA eine ähnliche Situation, und die Regierung versuche über Steuern die nationale Souveränität zu schützen.

  • Kritik an staatlichen Subventionen

    Unbehagen darüber, multinationalen Großkonzernen staatliche Subventionen zu gewähren. Ein Großteil des Geldes scheine an nutzlose Beratungsfirmen zu gehen, die für die „Umsetzung“ zuständig seien.

  • Intels mangelnde Reinvestition

    Intel hätte diese Investitionen wohl selbst in ausreichendem Maß tätigen können, da das Unternehmen seine Gewinne statt in Reinvestitionen in massive Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen gesteckt habe.

  • Vorschlag zu GlobalFoundries

    GlobalFoundries mit Sitz in New York fertige Chips für verschiedene Unternehmen und stehe auf der Liste der „vertrauenswürdigen Foundries“, daher könnte es sinnvoller sein, dieses Unternehmen statt Intel zu unterstützen. Das würde einen Wettbewerber stärken, die Fertigungskapazitäten für alle Unternehmen ausbauen und die Absicht des CHIPS Act stärker verwirklichen.

  • Frage zu Aktienrückkäufen

    Nun werde die Frage aufgeworfen, ob die 8,5 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe verwendet würden.

  • Kritische Sicht auf staatliche Subventionen

    Dank solcher staatlichen Subventionen könnten sich Vorstandsmitglieder 2024 ihre Mitgliedschaft im Yachtclub leisten. Solche Subventionen sollten eingestellt werden.