1 Punkte von GN⁺ 2024-03-14 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Wie Fotos in den 1930er Jahren per Telegraf übertragen wurden

  • In einer Videoerklärung aus dem Jahr 1937 wird gezeigt, wie damals Fotos an Zeitungsredaktionen übermittelt wurden.
  • Es beginnt mit Szenen von Flugzeugen und den Kunststücken eines Fotografen und führt dann zu einer faszinierenden Erklärung des Prozesses, Fotos landesweit zu übertragen.
  • Das Übertragungssystem war transportabel und funktionierte so, dass es an eine Telefonleitung angeschlossen wurde und Fotos über ein analoges Modem eingescannt und übertragen wurden.

Wikipedia-Seite über Wirephoto

  • Enthält Inhalte über französische Designer, die behaupten, dass die Wirephoto-Technologie eine frühe Form von Fast Fashion beeinflusst habe.
  • Nach dem Zweiten Weltkrieg skizzierte Frederick L. Milton bei Haute-Couture-Shows in Paris Laufstegdesigns und übermittelte diese Skizzen über den Bellinographen an Abonnenten, wodurch Pariser Mode reproduziert werden konnte.
  • 1955 verklagten vier große französische Couturier (Lanvin, Dior, Patou, Jacques Fath) Milton wegen Piraterie, und der Fall landete vor der Berufungsabteilung des Obersten Gerichtshofs von New York.

Meinung von GN⁺

  • Dieser Artikel liefert interessante historische Fakten über die innovative Fotoübertragungstechnologie, die in den 1930er Jahren verwendet wurde. Für die damalige Zeit war sie ausgesprochen fortschrittlich und hilft im Vergleich mit heutigen digitalen Bildübertragungstechniken, die Geschichte technologischer Entwicklung zu verstehen.
  • Die Entwicklung der Fotoübertragungstechnologie brachte große Veränderungen für Medien- und Modebranche mit sich, und dieser Artikel bietet ein interessantes Beispiel dafür, wie Technologie auf Industrien wirkt. Besonders der Rechtsstreit im Zusammenhang mit einer frühen Form von Fast Fashion ist ein Thema, das auch heute noch relevant ist.
  • Als Beispiel dafür, wie technischer Fortschritt Spannungen zwischen Kreativität und geistigem Eigentum erzeugt, ist dieser Artikel auch für heutige Content Creator und Designer aufschlussreich.
  • Vergleichbare moderne Technologien sind Cloud-basierte Bildfreigabedienste oder Dateiübertragungsdienste über Hochgeschwindigkeitsinternet, die Nutzern schnellere und effizientere Wege bieten.
  • Zu den Problemen bei der Einführung dieser Technologie dürften begrenzte Übertragungsgeschwindigkeit, verringerte Bildqualität und technische Komplexität gehört haben; heute sind diese Probleme weitgehend gelöst, was zu einer besseren User Experience führt.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-03-14
Hacker-News-Kommentare
  • In der Einfachheit steckt Genialität. Ich wusste nicht, dass es so etwas tatsächlich gab.

    • Über den Link zu Wirephoto wird erwähnt, dass die alten „Erklärfilme“ sehr gemocht werden. Sie seien lehrreicher als vieles, was heute üblich ist, und nähmen sich Zeit, ihre Botschaft zu vermitteln.
  • Mit Blick darauf, dass der Laser 1960 erfunden wurde, ist das auf zwei Spulen gezeichnete Seil bemerkenswert, weil es durch seine Einfachheit „Download“ erklärt.

    • Es wird vermutet, dass selbst Oberstufenschüler mit Lego etwas Ähnliches bauen könnten. Mit einem optischen Sensor und einer Vorrichtung zum Halten eines Stifts ließe sich ein Bild rendern; dazu wird ein Beispielvideo verlinkt.
  • Es wird erwähnt, dass die Szene mit den zwei Seilspulen, die ein Bild übertragen (im Video etwa bei 3:45), erstaunlich ist.

  • Es wird darauf hingewiesen, dass das noch ältere Beispiel das Selbstporträt von Jacquard ist: ein 2-Megapixel-Bild aus dem Jahr 1839, hergestellt aus 24.000 Lochkarten. Dazu gibt es einen Link zu Jacquard.

  • Frage, ob News-Crews in den 1990er Jahren Telefon- oder andere Kommunikationsverbindungen nutzten. Abgesehen von Mikrowellen-Trucks erinnere man sich aus der Kindheit daran, einen Kameramann gesehen zu haben, der einen Kommunikationskasten öffnete und etwas anschloss.

  • Erwähnung der Telecopier-Szene im Film 'Bullitt', in der die Polizei 1968 modernste „Fax“-Technik verwendet. Das Video sei mit kaum Informationen hochgeladen worden, aber die YouTube-Kommentare seien überraschend hilfreich; dazu ein Videolink.

  • Es wird erwähnt, dass Faxgeräte bis in die 1800er Jahre zurückreichen und damit älter sind als das Telefon. Außerdem wird Tim Hunkins klassisches Video 'The Secret Life of the Fax Machine' erwähnt, mit Link.

  • Erwähnung des Hellschreiber-Fernschreibers. Ein rotierender Kopf schlägt auf einen Papierstreifen und druckt Zeichen als Grafik, sodass Nachrichten selbst bei starken Störungen lesbar bleiben. Funkamateure würden ihn aus Spaß noch immer nutzen, und einer der SDR-Decoder könne ihn lesen. Dazu ein Link zu Hellschreiber.

  • Es wird erwähnt, dass das Zerlegen von Bildern in Zeilen ähnlich funktioniert wie bei Fernsehkameras/-anzeigen und rasterabtastenden CRTs (Fernsehen reicht bis in die 1920er Jahre zurück). Das Aufwickeln des Bildes auf eine Trommel sei ein kreativer Ansatz, den die Fernsehtechnik nicht habe, und es wird Neugier geäußert, wie die Zeilensynchronisation zwischen Sender und Empfänger funktionierte (alle Videostandards haben hsync-Impulse, die hier aber nicht zu sehen sind). Es wird angemerkt, dass nicht ganz klar ist, wie Faxgeräte funktionieren.

  • Es wird gesagt, dass diese Technik geliebt wird. Sie sei sehr einfach und echte menschliche Technologie. Es wird behauptet, man sollte alle Computer verbrennen und sich auf Technik auf diesem Niveau beschränken.