1 Punkte von GN⁺ 2024-03-10 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Zusammenfassung des Artikels

  • Laut einer Studie von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gehen die Bestände von Tiefseehaien und -rochen durch den Fang zur Gewinnung von Öl und Fleisch stark zurück.
  • Tiefseehaie und -rochen gehören zu den Meereswirbeltieren, die besonders empfindlich auf Überfischung reagieren. Derzeit wird ein Drittel der bedrohten Tiefseehaie gezielt befischt, und die Hälfte der Arten, die für den internationalen Handel mit Leberöl gefangen werden, ist vom Aussterben bedroht.
  • Aufgrund ihres langsamen Wachstums und ihrer langsamen Fortpflanzung lassen sich Bestandsrückgänge nur schwer rückgängig machen, während Managementmaßnahmen kaum vorhanden sind.
  • Tiefseehaie und -rochen benötigen sofortige Handels- und Fischereiregulierungen, um die Erholung dieser bedrohten Tiergruppe zu fördern und einen irreversiblen Artenschwund zu verhindern.

Meinung von GN⁺

  • Die Studie unterstreicht, wie wichtig der Schutz von Tiefseehaien und -rochen ist, und nennt Überfischung sowie internationalen Handel als Hauptursachen für die Bedrohung ihres Überlebens. Das deutet darauf hin, dass dringend Maßnahmen zum Schutz dieser für die Gesundheit mariner Ökosysteme und die biologische Vielfalt unverzichtbaren Arten nötig sind.
  • Die Studie nennt als Gründe für die Gefährdung von Tiefseehaien und -rochen ihre langsame Reproduktionsrate und geringe Fruchtbarkeit und hebt damit die Bedeutung von Schutzstrategien wie der Ausweisung von Meeresschutzgebieten hervor. Solche Strategien können die Erholung dieser Arten unterstützen und ihr langfristiges Überleben sichern.
  • Zum Schutz von Tiefseehaien und -rochen sind internationale Handelsregeln und ein wirksames Fischereimanagement erforderlich. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigen Nutzung mariner Ressourcen. Solche Regeln können den illegalen Handel mit bedrohten Arten verhindern und zur Erhaltung gesunder Meeresökosysteme beitragen.
  • Aus kritischer Sicht liefert die Studie jedoch keine konkreten Umsetzungspläne oder Informationen zu internationalen Kooperationsmechanismen für den Schutz von Tiefseehaien und -rochen. Wie genau diese Forschungsergebnisse in politische Entscheidungen einfließen werden, bleibt daher unklar.
  • Schutzstrategien wie die Ausweisung von Meeresschutzgebieten werden bereits von vielen Meeresschutzorganisationen vorangetrieben, und diese Studie liefert eine wissenschaftliche Begründung dafür, warum solche Strategien wichtig sind. Damit sie wirksam umgesetzt werden können, sind jedoch internationale Zusammenarbeit und starke rechtliche Regulierung notwendig.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-03-10
Hacker-News-Kommentare
  • Ich war schockiert zu erfahren, dass Haifischleberöl als Biodiesel verwendet wird. Das fühlt sich an wie der Walfang im 18. Jahrhundert, als Wale für Kerosin gejagt wurden. In dem Forbes-Artikel wird das fast schon überschwänglich als „grüne“ Energiequelle dargestellt.
  • Erwähnung der großartigen Arbeit von Global Fishing Watch. Sie leisten Erstaunliches bei der Verfolgung illegaler Fischereiaktivitäten, und nun muss die Politik die Realität einholen.
  • Neben der Fischerei gibt es in der Tiefsee noch andere Bedrohungen. Es ist bekannt, dass Walkadaver einen großen Einfluss auf die Biodiversität der Tiefsee haben, und Ökosysteme sind eng miteinander verknüpft, sodass eine Veränderung weitreichende Folgen haben kann.
  • Werden wir weiterhin der Tatsache ausweichen, dass Bevölkerungswachstum kein Ziel mehr sein kann? Tatsächlich wäre es für die Erde besser, wenn die Bevölkerung schrumpfte. Ich plädiere nicht für Zwangsmaßnahmen, sondern dafür, Verhütungsmittel bereitzustellen und die Bevölkerung durch Bildung von Frauen zu stabilisieren.
  • Internationale Gewässer sind eine Art „Wilder Westen“.
  • Vielleicht sollte man eine Liste der Unternehmen erstellen, die aus Profitgründen in diese Kette verwickelt sind.
  • Was ist der logischste nächste Schritt für Menschen, die sich um die Zukunft der Biosphäre sorgen? Den Konsum von Fleisch aus Massentierhaltung bzw. Produkten der industriellen Fischerei zu reduzieren oder ganz einzustellen?
  • Es gibt 99 Gründe, vegan zu werden, und das Aussterben der Haie ist ein weiterer davon.
  • Die Menschheit ist, als würde sie ihren eigenen Körper aufessen.
  • Einer meiner Verwandten zeigte mir stolz Kapseln mit „Haifischknorpel“. Er erklärte, solche Nahrungsergänzungsmittel könnten helfen, Krebs vorzubeugen, basierend auf der Vorstellung, dass Haie fast nie Krebs bekommen würden (was nicht stimmt). Ich halte das für absurd. Nach derselben Logik könnte man Geparde zermahlen und daraus ein „Produkt“ machen, um die meisten Lebewesen zu übertreffen, und wenn man ein aus Skorpionen gemahlenes Supplement einnimmt, würde man zumindest eine gewisse Resistenz gegen Strahlung erhalten.