- Eine neue Studie der Universität Oxford zeigt, dass sich die Erholung abgeholzter Wälder deutlich beschleunigen lässt, wenn sie mit vielfältigen Setzlingsmischungen neu bepflanzt werden.
- Die Studie, eines der größten ökologischen Experimente der Welt, wurde auf Borneo durchgeführt und bewertete die Erholung von 125 verschiedenen Parzellen in abgeholztem tropischem Regenwald.
- Parzellen, die mit den ursprünglichen 16 Baumarten neu bepflanzt wurden, zeigten im Vergleich zu Parzellen mit 4 oder nur 1 Art eine schnellere Erholung der Kronendachfläche und der gesamten Baumbiomasse.
- Selbst Parzellen, die nur mit einer einzigen Baumart neu bepflanzt wurden, erholten sich schneller, als wenn man auf eine natürliche Regeneration gewartet hätte.
- Die Studie legt nahe, dass Mischungen verschiedener Baumarten sich gegenseitig ergänzen und so die Gesamtfunktion und Stabilität des Ökosystems erhöhen.
- Eine größere Vielfalt an Baumarten unterstützt ein breiteres Spektrum an Tierleben und sorgt für mehr Widerstandsfähigkeit in Zeiten unregelmäßiger und geringer Niederschläge.
- Tropische Regenwälder, in denen rund 80 % aller weltweit erfassten Arten leben, verschwinden alarmierend schnell durch Abholzung und die Umwandlung in Palmölplantagen.
- Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, die Biodiversität in ursprünglichen Wäldern zu erhalten und sie in bereits abgeholzten Gebieten wiederherzustellen.
- Das Forschungsteam startet nun ein neues Dreijahresprojekt zur Erfassung aller im Experiment überlebenden Bäume und will damit eine umfassendere Analyse der Waldgesundheit liefern.
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