- Google verbessert regelmäßig seinen Algorithmus, um die Qualität der Suchergebnisse zu erhöhen.
- Durch diese Updates ändern sich die Rankings; einige Websites steigen im Vergleich auf, andere fallen zurück.
- Wir (HouseFresh) beobachten Google News und -dokumentationen genau, da diese Updates den Erfolg oder Misserfolg einer Website direkt beeinflussen können.
- Wir schreiben nicht für Googles Roboter, sondern treffen redaktionelle Entscheidungen mit Blick auf die Leser.
- Wir gingen davon aus, dass Google nützliche Artikel belohnt, die Leser wirklich helfen, doch die Realität ist eine andere.
Problem mit den Produktempfehlungen großer Medienverlage
- Große Medienverlage geben Produktempfehlungen ab, ohne sie tatsächlich zu testen.
- Sie nennen angeblich durchgeführte „umfassende Testverfahren“, „Laborteams“ oder „kooperierende Expertinnen und Experten“, und das genügt offenbar, um Googles manuelle Prüfung zu bestehen.
- Better Homes & Gardens behauptet, 67 Luftreiniger getestet zu haben, veröffentlicht aber weder echte Reviews noch die Testdaten.
- Diese Verlage empfehlen stattdessen teure, leistungsschwache Produkte, fragwürdige Amazon-Bestseller und Artikel, die sich in echten Tests als schlechte Wahl erwiesen haben.
Strategie von Private-Equity-Investoren und Verlagen beim Produktverkauf
- Um sinkende Werbeerlöse zu kompensieren, verkaufen Verlage ihre Publikationen an Mediengruppen, die solche Affiliate-Deals schnell aufsetzen.
- Popular Science, eine 1872 gegründete Zeitschrift, wurde 2020 an Private-Equity-Fonds verkauft und ist nach der anschließenden digitalen Transformation nicht mehr als Magazin aufzufassen.
- Die meisten Leser kennen diesen Wandel nicht und erwarten dennoch weiterhin eine vertrauenswürdige PopSci-Redaktion.
Unterschied zwischen „Besten“-Listen und Produktbewertungen
- Eine „Besten“-Empfehlungsliste sollte wie eine Produktbewertung behandelt werden, ist es aber derzeit nicht.
- Laut Googledokumenten sollen Empfehlungslisten belohnt werden, wenn sie tiefgehende Analysen und eigene Forschungen liefern.
- Google ist jedoch zugunsten großer Medienverlage voreingenommen und arbeitet mit Updates stark an E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) – Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit –.
Auswirkungen von Googles Untätigkeit auf unabhängige Seiten
- Große Verlage und Private-Equity-Investoren nutzen ihre Ressourcen, um mehr Seiten mit auf Google zugeschnittenen „Inhaltskomponenten“ zu veröffentlichen.
- Auch wenn sie eigene Labore aufbauen könnten und die Mittel besitzen, um datenbasierte Produktempfehlungen abzugeben, unterlassen sie genau das.
- Viele unabhängige Websites könnten gezwungen sein, zu schließen, falls dieser Trend anhält.
Hoffnung auf Wandel
- Nachdem bekannt wurde, dass Sports Illustrated einen „Besten“-Artikel von KI-generierten Autorinnen und Autoren veröffentlicht hatte, erklärte deren Verlag, dass die Inhalte von einer externen Drittanbieterfirma lizenziert seien.
- Diese großen Medienkonzerne nutzen die Autorität ihrer eigenen Websites und das Vertrauen der Öffentlichkeit, um beliebige Produkte zu vermarkten.
- Google muss nicht für immer der Gatekeeper sein, tut es aber aktuell und trägt daher die Verantwortung, Veränderungen einzuleiten.
GN⁺-Meinung
- Der wichtigste Punkt dieses Beitrags ist, dass große Medienverlage Produkte ohne echte Tests empfehlen und dadurch unabhängige Websites aus dem Wettbewerb gedrängt werden.
- Googles Algorithmus-Updates begünstigen große Verlage, was die Gefahr birgt, dass Leser mit unzuverlässigen Informationen versorgt werden.
- Dieser Beitrag hilft, das Vertrauen in Googles Suchergebnisse kritisch zu hinterfragen und unterstreicht den Bedarf, die Qualität von Produktbewertungen und Empfehlungen zu verbessern.
1 Kommentare
Hacker News Kommentar
Google hat schon lange faktisch alles entfernt, außer den am weitesten bekannten Domains.
Die Suchergebnisse von Google sind zu "am häufigsten angeklickt" von "von Google direkt ausgewählten vertrauenswürdigsten Quellen" geworden.
Zuverlässige Bewertungen und Empfehlungen über Google zu finden, ist sinnlos.
Ein Geschäftsmodell, das vollständig von einem einzelnen Business abhängt, ist sehr riskant.
Durch die Zunahme gefälschter Bewertungen und "Bestes X"-Artikel wird man wieder auf Markenbindung zurückgeworfen.
Der Betreiber der Forum-Plattform sagt, dass Empfehlungen in kleinen Communities am besten sind.
Bei allgemeinen Informationssuchen über Google wird es immer schwieriger, auf Produktempfehlungen zu stoßen.
Google hat in den letzten sechs Monaten durch Algorithmusänderungen kleine Websites getroffen und dafür gesorgt, dass große Content-Seiten den Traffic aufkaufen.
Dieser Beitrag beschreibt, wie "Top-Publisher" ein SEO-Ring bilden und sich gegenseitig verlinken, sodass Googles Crawler ihre Inhalte als hochwertig erkennt.
Das Problem der Google-Suchergebnisse hat nichts mit Google selbst zu tun, sondern mit Branding-Journalismus und den Klicks der Menschen.