1 Punkte von GN⁺ 2024-02-09 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Sony löscht digitale Bibliothek, die angeblich „für immer“ zugänglich sein sollte

  • Der zu Sony gehörende Anime-Streaming-Dienst Funimation wird Abonnenten den Zugriff auf ihre digitale Bibliothek nach dem 2. April nicht mehr ermöglichen.
  • Funimation hatte früher versprochen, dass sich digitale Kopien gekaufter Filme und Serien „für immer“ streamen lassen, wies jedoch darauf hin, dass gewisse Einschränkungen gelten.
  • Sony übernahm 2021 den konkurrierenden Anime-Streaming-Dienst Crunchyroll; seitdem wurde eine Zusammenführung der beiden Dienste erwartet.
  • Funimation kündigte an, die App und die Website am 2. April zu schließen und Funimation-Konten in Crunchyroll-Konten zu überführen.
  • Das Unternehmen behauptet, dass sich der Großteil des Funimation-Katalogs bereits bei Crunchyroll befindet.

DVDs und digitale Codes bei Funimation

  • Funimation hat nicht nur Anime synchronisiert und als physischen Datenträger veröffentlicht, sondern gelegentlich auch digitale Codes zu DVDs oder Blu-rays beigelegt.
  • Abonnenten des Funimation-Streaming-Dienstes konnten diese digitalen Codes bei Funimation einlösen und die Inhalte auf der Plattform streamen.

Die Zukunft digitaler Kopien und die Frage nach Rückerstattungen

  • Funimation behauptete zwar, dass der Zugriff auf digitale Kopien „für immer“ möglich sei, doch Menschen, die ihre physischen Datenträger verloren haben oder keine Möglichkeit mehr zu deren Wiedergabe besitzen, werden keinen Zugriff mehr auf die von ihnen gekauften digitalen Kopien haben.
  • Laut der Ankündigung von Funimation unterstützt Crunchyroll derzeit keine digitalen Kopien von Funimation, und der Zugriff auf digitale Kopien wird nicht unterstützt werden.
  • Bei Rückerstattungen verweist Funimation Kunden zwar an den Support, um je nach Zahlungsmethode mögliche Optionen zu prüfen, erwähnt aber keine Erstattungen für DVDs oder Blu-rays, deren Inhalte sich nun nicht mehr „für immer“ streamen lassen.

Meinung von GN⁺

  • Dieser Artikel wirft eine wichtige Frage zum Eigentum an digitalen Inhalten und zu ihrer Zugänglichkeit auf. Er zeigt, wie unsicher ein Versprechen wie „für immer“ sein kann.
  • Die Zusammenführung von Funimation und Crunchyroll spiegelt die Veränderungen bei Streaming-Diensten und die Neuordnung des Marktes wider und stößt eine Debatte darüber an, ob Verbraucher mit dauerhaftem Zugriff auf gekaufte Inhalte rechnen können.
  • Der Fall regt dazu an, die Bedeutung digitaler Bibliotheken und physischer Datenträger neu zu bewerten, und deutet darauf hin, dass Diskussionen über den Schutz von Verbraucherrechten und die Verantwortung von Dienstanbietern nötig sind, um ähnliche Situationen künftig zu vermeiden.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-02-09
Hacker-News-Kommentare
  • Ich erwarte nicht, dass etwas für immer verfügbar ist, aber es braucht Schutzmechanismen, damit bestehende Garantien nicht beendet werden können, wenn Unternehmen fusionieren oder übernommen werden.
    • Vorgeschlagen wird, für die rechtliche Zulassung von Streaming-Content-Lizenzen eine Mindestlaufzeit festzuschreiben und für den Fall einer Geschäftsaufgabe Versicherungen/Sicherheiten/Backups zu verlangen.
  • Die Formulierung "Jetzt kaufen" sollte bei Diensten, bei denen es sich nicht um einen tatsächlichen Kauf handelt, nicht verwendet werden. "Jetzt lizenzieren" würde Verbrauchern ein genaueres Verständnis vermitteln.
  • Den Zugang zu digitalen Inhalten als "Kauf" zu bezeichnen, sollte illegal sein, wenn diese nicht DRM-frei heruntergeladen werden können.
  • Im Fall von MSN Music im Jahr 2008 wurden rechtmäßig gekaufte Musikdateien durch DRM größtenteils unbrauchbar. DRM treibt Menschen oft in die Urheberrechtsverletzung.
  • Wenn Kauf nicht Eigentum bedeutet, dann ist Piraterie kein Diebstahl.
  • Während die Rechteinhaber immer wieder scheitern, lernen die Menschen, wie sie zur Piraterie wechseln können.
  • Ich erwarte, dass Sony einen Weg findet, den ursprünglichen Vertrag einzuhalten. Vertrauen in digitale Käufe ist wichtig.
  • Es ist problematisch, wenn Unternehmen nach einem Verkauf versuchen, sich bestehenden Verpflichtungen zu entziehen.
  • Die Preise für Streaming-Dienste haben sich verdoppelt.
  • Problem: Crunchyroll garantiert nicht, dass Inhalte über die Website oder den Dienst fortlaufend bereitgestellt werden oder verfügbar bleiben. Das Unternehmen behält sich das Recht vor, Inhalte nach eigenem Ermessen ohne Vorankündigung zu entfernen und dauerhaft zu löschen.