Sony löscht digitale Bibliothek, die angeblich „für immer“ zugänglich sein sollte
- Der zu Sony gehörende Anime-Streaming-Dienst Funimation wird Abonnenten den Zugriff auf ihre digitale Bibliothek nach dem 2. April nicht mehr ermöglichen.
- Funimation hatte früher versprochen, dass sich digitale Kopien gekaufter Filme und Serien „für immer“ streamen lassen, wies jedoch darauf hin, dass gewisse Einschränkungen gelten.
- Sony übernahm 2021 den konkurrierenden Anime-Streaming-Dienst Crunchyroll; seitdem wurde eine Zusammenführung der beiden Dienste erwartet.
- Funimation kündigte an, die App und die Website am 2. April zu schließen und Funimation-Konten in Crunchyroll-Konten zu überführen.
- Das Unternehmen behauptet, dass sich der Großteil des Funimation-Katalogs bereits bei Crunchyroll befindet.
DVDs und digitale Codes bei Funimation
- Funimation hat nicht nur Anime synchronisiert und als physischen Datenträger veröffentlicht, sondern gelegentlich auch digitale Codes zu DVDs oder Blu-rays beigelegt.
- Abonnenten des Funimation-Streaming-Dienstes konnten diese digitalen Codes bei Funimation einlösen und die Inhalte auf der Plattform streamen.
Die Zukunft digitaler Kopien und die Frage nach Rückerstattungen
- Funimation behauptete zwar, dass der Zugriff auf digitale Kopien „für immer“ möglich sei, doch Menschen, die ihre physischen Datenträger verloren haben oder keine Möglichkeit mehr zu deren Wiedergabe besitzen, werden keinen Zugriff mehr auf die von ihnen gekauften digitalen Kopien haben.
- Laut der Ankündigung von Funimation unterstützt Crunchyroll derzeit keine digitalen Kopien von Funimation, und der Zugriff auf digitale Kopien wird nicht unterstützt werden.
- Bei Rückerstattungen verweist Funimation Kunden zwar an den Support, um je nach Zahlungsmethode mögliche Optionen zu prüfen, erwähnt aber keine Erstattungen für DVDs oder Blu-rays, deren Inhalte sich nun nicht mehr „für immer“ streamen lassen.
Meinung von GN⁺
- Dieser Artikel wirft eine wichtige Frage zum Eigentum an digitalen Inhalten und zu ihrer Zugänglichkeit auf. Er zeigt, wie unsicher ein Versprechen wie „für immer“ sein kann.
- Die Zusammenführung von Funimation und Crunchyroll spiegelt die Veränderungen bei Streaming-Diensten und die Neuordnung des Marktes wider und stößt eine Debatte darüber an, ob Verbraucher mit dauerhaftem Zugriff auf gekaufte Inhalte rechnen können.
- Der Fall regt dazu an, die Bedeutung digitaler Bibliotheken und physischer Datenträger neu zu bewerten, und deutet darauf hin, dass Diskussionen über den Schutz von Verbraucherrechten und die Verantwortung von Dienstanbietern nötig sind, um ähnliche Situationen künftig zu vermeiden.
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