Evergrandes Zerschlagung: ein "Big Bang"-Ende nach Jahren von Fehlentscheidungen
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Ein Gericht in Hongkong hat die Einstellung des Geschäftsbetriebs von Evergrande angeordnet, einst Chinas größtem Immobilienunternehmen.
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Evergrande geriet 2021 wegen Geldmangels in Zahlungsverzug; danach kauften Investoren die Schuldtitel mit Abschlag in der Hoffnung auf eine Rettung durch die chinesische Regierung.
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Die Gerichtsentscheidung wird voraussichtlich einen Wettlauf unter Anwälten auslösen, alle verkäuflichen Vermögenswerte von Evergrande aufzuspüren.
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Evergrandes Anwälte versuchten in letzter Minute noch einen Deal und argumentierten, eine Zerschlagung würde dem Geschäft des Unternehmens schaden und den Gläubigern nicht helfen, ihr Geld zurückzubekommen.
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Nach 40 Minuten Anhörung ordnete die Insolvenzrichterin Linda Chan jedoch die Zerschlagung an und verwies darauf, dass Evergrande dem Gericht in anderthalb Jahren keinen konkreten Vorschlag vorgelegt habe.
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Die Anordnung bedeutet, dass Evergrande, das trotz Zahlungsunfähigkeit und fehlender normaler Funktionsfähigkeit weiterhin operierte, nun einen langwierigen Prozess der Abwicklung seines riesigen Geschäfts in Hunderten von Städten sowie unverbundener Sparten wie eines Elektroauto-Unternehmens durchlaufen wird.
GN⁺-Einschätzung:
- Der Zusammenbruch von Evergrande steht sinnbildlich für die Überhitzung des chinesischen Immobilienmarkts und das Problem exzessiver Verschuldung, was weltweit Auswirkungen auf Immobilien- und Finanzmärkte haben könnte.
- Der Fall dient Investoren als Warnung, dass Erwartungen an staatliche Rettungsmaßnahmen nicht immer Realität werden.
- Der Abwicklungsprozess von Evergrande dürfte auch andere Immobilienentwickler aufrütteln und die Bedeutung von Finanz- und Schuldenmanagement unterstreichen.
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