NHS untersucht Palantirs Einflusskampagne
- NHS England untersucht, ob Palantir gegen seinen Betriebsvertrag für die Federated Data Platform verstoßen hat.
- Palantir startete heimlich eine Einflusskampagne gegen das Good Law Project.
- Das Good Law Project ist eine gemeinnützige Kampagnenorganisation, die das Recht nutzt, um die Welt zu verbessern.
Möglicher Vertragsverstoß durch Palantir
- Palantir bewarb ohne vorherige Zustimmung von NHS England den Vertrag zur Federated Data Platform und führte eine Diffamierungskampagne gegen das Good Law Project.
- NHS England bestätigte gegenüber Bloomberg UK, dass untersucht werde, ob Palantir gegen die Vertragsbedingungen verstoßen habe.
Ablauf der Kampagne
- Palantir wandte sich über die konservativ verbundene PR-Agentur Topham Guerin und die Marketingagentur Disrupt an Social-Media-Influencer.
- Die Influencer wurden gebeten, Palantir nicht zu erwähnen, und man fragte sie, welche Vergütung sie für ihre Teilnahme wünschten.
Veröffentlichung und Inhalt des Vertrags
- Der Vertrag zur Federated Data Platform wurde am letzten Arbeitstag vor Weihnachten veröffentlicht.
- Große Teile des Vertrags waren geschwärzt, doch im Abschnitt "Publicity and Branding" heißt es, dass der Name oder die Marke des NHS ohne vorherige schriftliche Zustimmung von NHS England nicht verwendet werden dürfen.
Reaktion von Palantir
- Palantir erklärte, es habe sich um ein "exploratives Projekt" gehandelt, weshalb keine Abstimmung mit NHS England erforderlich gewesen sei.
- Louis Mosely, Vizepräsident von Palantir für Großbritannien und Europa, sagte, man habe entschieden, das Projekt nicht weiterzuverfolgen und es deshalb nicht mit NHS England besprochen.
Kritik an Palantirs Verhalten
- Es wirkt so, als habe Palantir nur wenige Wochen nach Vertragsabschluss heimlich eine bezahlte Diffamierungskampagne durchgeführt und dabei gegen Vertragsbedingungen verstoßen.
- Jo Maugham, geschäftsführender Direktor des Good Law Project, kritisierte, Palantir sei kein Unternehmen, dem ein so wichtiger Vertrag mit dem NHS anvertraut werden sollte.
Position des Good Law Project
- Das Good Law Project erklärt, es werde angegriffen, weil es Dinge tue, die für Palantir und die Regierung unbequem seien.
- Die Organisation setzt ihre Arbeit mit Unterstützung von Spendern aus ganz Großbritannien fort.
Meinung von GN⁺
- Der Artikel unterstreicht die Bedeutung von Datenschutz und Transparenz. Verträge öffentlicher Einrichtungen wie des NHS sind besonders wichtig, da sie sensible personenbezogene Daten betreffen.
- Palantirs Verhalten zeigt, wie wichtig Unternehmensethik und Vertragstreue sind. Ein Verstoß gegen Vertragsbedingungen und das Führen einer Diffamierungskampagne können der Glaubwürdigkeit erheblich schaden.
- Die Rolle gemeinnütziger Organisationen wie des Good Law Project ist wichtig, weil sie gesellschaftliche Kontrollfunktionen wahrnehmen, das Handeln von Unternehmen und Regierungen überwachen und bei Bedarf rechtliche Schritte einleiten, um das öffentliche Interesse zu schützen.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Ich verstehe nicht, warum der NHS für eine große Datenplattform unbedingt auf Palantir, ein Unternehmen mit Wurzeln in der Spionagetechnologie, setzen muss. Es gibt viele andere Beratungsfirmen; warum muss es ausgerechnet das problematische Palantir sein? Am besten würde der NHS es selbst aufbauen, aber er ist wie eine Regierungsbehörde langsam und aufgebläht, sodass Innovationen schwerfallen.
Als ehemaliger Palantir-Mitarbeiter kann ich sagen, dass Palantir gezielt Entscheidungsträger identifiziert und auf sie ausgerichtete Strategien einsetzt, um Einfluss zu gewinnen. Wenn zum Beispiel jemand jeden Morgen mit dem Zug zur Arbeit fährt und dabei eine Zeitung liest, schaltet man eine ganzseitige Anzeige in genau dieser Zeitung, damit sie dieser Person ins Auge fällt. Solche Informationen werden durch Spionage beschafft.
Es wird erwähnt, dass Louis Mosley, Palantirs Vizepräsident für Großbritannien und Europa, mit Oswald und Max Mosley verwandt ist.
Es wird darauf hingewiesen, dass das Goodlaw-Projekt keine gute Bilanz bei positiven Ergebnissen hat.
Es wird die Meinung geäußert, dass auch andere Unternehmen wie Uber in der Kalanick-Ära oder Oracle sich wie Schurken verhalten.
Reaktion, dass diese Situation überhaupt nicht überrascht.
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