Modernas mRNA-Krebsimpfstoff ist wirksamer als gedacht
- Der von Moderna und Merck entwickelte mRNA-basierte Krebsimpfstoff mRNA-4157 (V940) richtet sich an Menschen, bei denen ein Hochrisiko-Melanom entfernt wurde.
- Der Impfstoff weist den Körper an, bis zu 34 „Neoantigene“ zu erzeugen, um das Immunsystem darauf vorzubereiten, neue Krebszellen schnell zu erkennen und anzugreifen.
- Der Impfstoff wird personalisiert verabreicht und enthält Anweisungen für Proteine, die nur in den Krebszellen des jeweiligen Empfängers vorkommen.
Neue Studienergebnisse
- In der laufenden Phase-2b-Studie KEYNOTE-942 verglichen Moderna und Merck die Wirksamkeit des Krebsimpfstoffs in Kombination mit Keytruda mit Keytruda allein.
- 2022 wurde berichtet, dass die Kombinationstherapie das Risiko eines Rückfalls oder Todes bei Hochrisikopatienten in den zwei Jahren nach der Behandlung um 44 % verringerte.
- Einer aktuellen Mitteilung zufolge hatten Menschen, die beide Behandlungen erhielten, im Durchschnitt drei Jahre nach der Behandlung ein um 49 % geringeres Risiko für einen Rückfall oder Tod als die Gruppe, die nur Keytruda erhielt; das Risiko einer Fernmetastasierung oder des Todes war um 62 % geringer.
Ausblick
- Die KEYNOTE-942-Studie ist mit 157 Teilnehmenden relativ klein, aber Moderna und Merck haben bereits eine Phase-3-Studie begonnen, an der mehr als 1.000 Hochrisiko-Melanompatienten teilnehmen sollen.
- Die Unternehmen haben außerdem eine Phase-3-Studie mit Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs gestartet, nicht nur mit Melanompatienten.
- Wenn die Studien gut verlaufen, dürfte diese personalisierte Behandlung Patienten schnell erreichen, und in einigen Ländern könnte das Produkt bis 2025 über eine beschleunigte Zulassung auf den Markt kommen.
Meinung von GN⁺
- Modernas mRNA-Krebsimpfstoff zeigt im Vergleich zu bestehenden Melanomtherapien deutliche Verbesserungen und senkt das Risiko eines Rückfalls sowie das Sterberisiko erheblich.
- Der Impfstoff nutzt einen innovativen Ansatz, der auf Neoantigene abzielt, die spezifisch für die Krebszellen eines einzelnen Patienten sind, und so die Fähigkeit des Immunsystems stärkt, Krebszellen zu erkennen.
- Die Studie zeigt, dass die mRNA-Technologie auch in der Krebsbehandlung eine wichtige Rolle spielen kann und das Potenzial hat, das Paradigma der Krebsbehandlung künftig zu verändern.
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