Spotify plant Abbau von etwa 17 % der Gesamtbelegschaft
(newsroom.spotify.com)Update zu organisatorischen Veränderungen
- Spotify-CEO Daniel Ek hat den Mitarbeitenden ein Memo zu den organisatorischen Veränderungen im Unternehmen geschickt.
- In den vergangenen zwei Jahren hat sich Spotify darauf konzentriert, ein nachhaltiges und großartiges Unternehmen aufzubauen, mit dem Ziel, das weltweit beste Audio-Unternehmen zu werden und dauerhafte Profitabilität sowie Wachstum zu erreichen.
- Da sich das Wirtschaftswachstum deutlich verlangsamt hat und die Kapitalkosten gestiegen sind, ist auch Spotify von dieser Realität nicht ausgenommen.
Entscheidung zum Personalabbau
- Um die Organisation auf die künftigen Ziele und Herausforderungen von Spotify auszurichten, wurde die schwierige Entscheidung getroffen, etwa 17 % der Gesamtbelegschaft abzubauen.
- Diese Entscheidung wird viele Personen betreffen, die wertvolle Beiträge geleistet haben, und viele talentierte Mitarbeitende werden das Unternehmen verlassen.
- Dieser Personalabbau wird trotz der jüngsten positiven Gewinnberichte und Ergebnisse als notwendige Maßnahme angesehen, wenn man die Lücke zwischen den finanziellen Zielen und den aktuellen Betriebskosten berücksichtigt.
Nächste Schritte
- Betroffene Mitarbeitende erhalten von HR eine Kalendereinladung für ein 1:1-Gespräch, das bis Dienstag stattfinden soll.
- Den entlassenen Mitarbeitenden werden im Durchschnitt fünf Monatsgehälter als Abfindung, die Auszahlung nicht genommener Urlaubstage, Krankenversicherung während der Übergangszeit, Unterstützung bei Einwanderungsfragen sowie zwei Monate Career-Support angeboten.
Der Blick nach vorn
- Die Entscheidung, die Teamgröße zu verkleinern, ist ein schwieriger, aber wichtiger Schritt, um Spotify stärker und effizienter zu machen.
- Spotify war erfolgreich durch Kreativität und Einfallsreichtum in einer frühen Phase mit begrenzten Ressourcen, hat sich jedoch von dem Prinzip entfernt, Ressourcen effizient zu nutzen.
- Durch einen fokussierteren Einsatz von Ressourcen und die strategische Reinvestition von Investitionen will Spotify nachhaltige Profitabilität und Innovationsfähigkeit sicherstellen.
Meinung von GN⁺
Das Wichtigste an diesem Beitrag ist, dass Spotify die wirtschaftliche Realität anerkannt und zukunftsorientierte Maßnahmen ergriffen hat. Der Personalabbau wird nicht nur als Kostensenkung dargestellt, sondern als strategische Neuaufstellung für nachhaltiges Wachstum und höhere Effizienz. Diese Veränderungen dürften besonders für Menschen in der Tech-Branche interessant sein und Einblicke in die Entscheidungsprozesse großer Unternehmen im Umgang mit einem sich wandelnden Marktumfeld geben.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Ein Nutzer zeigte sich erstaunt darüber, dass 9000 Menschen an einem einzigen Produkt arbeiten. Er ist seit über fünf Jahren Abonnent, fragt sich aber, warum die Qualität der iPhone-App immer weiter nachlässt.
Ein anderer Nutzer äußerte sich zum Kauf von Cloud-Diensten. Er erwähnte, dass Spotify die Cloud in großem Maßstab eingeführt habe, und wies darauf hin, dass es viele Unternehmen gebe, für die dies keine Kernkompetenz sei.
Ein weiterer Nutzer stellte infrage, warum Spotify die Gewinne in den Jahren 2020 und 2021 nicht strategischer investiert habe, obwohl das Unternehmen damals zu niedrigen Zinsen Kredite aufgenommen hatte.
Ein Nutzer vertrat die Ansicht, dass bei Entlassungen der CEO zurücktreten sollte. So wie in einer Regierung ein gesamtes Kabinett zurücktreten könne, sollte auch das Top-Management Verantwortung übernehmen und zurücktreten, wenn Entlassungen nötig seien.
Es wurde die Meinung geäußert, dass nicht die steigenden Kosten das Problem seien, sondern dass Labels und Aktionäre größere Gewinne wollten. Künstler verdienten fast nichts, und nun hätten auch die Beschäftigten das Nachsehen.
Es wurde infrage gestellt, warum ein Streaming-Dienst-Unternehmen 9500 Mitarbeiter brauche. Es wirke ineffizient, zumal es nicht einmal eine native Desktop-App gebe.
Es wurde gefragt, ob die hohen Ausgaben für Verträge mit Prominenten wie Joe Rogan oder Harry und Meghan Einfluss auf die Entlassungen gehabt hätten. 17 % von 9000 Beschäftigten würden entlassen.
Es wurde die Ansicht geäußert, dass die Regelung der Abfindungen für entlassene Mitarbeiter vage wirke. Eine durchschnittliche Abfindung von fünf Monaten deute darauf hin, dass eher langjährige Mitarbeiter entlassen würden als diejenigen, die 2020 und 2021 eingestellt wurden.
Es wurde infrage gestellt, warum Spotify so viele Mitarbeiter brauche. Man frage sich, was all diese 9000 Beschäftigten eigentlich machten.
Es wurde die Meinung geäußert, dass Spotify offenbar keine Gewinne erwirtschafte. Es wirke seltsam, dass Musik-Streaming-Dienste seit Jahren nach einem Modell betrieben würden, das keine Gewinne abwerfe.