Disney plant bei Pixar 2024 umfangreiche Entlassungen, während das Unternehmen auf Profitabilität im Streaming setzt
- Das zu Disney gehörende Animationsstudio Pixar wird im Laufe dieses Jahres Stellen abbauen.
- Laut internen Quellen bei Pixar könnte der Stellenabbau bis zu 20 % betragen; das derzeit 1.300-köpfige Team könnte innerhalb weniger Monate auf unter 1.000 Beschäftigte schrumpfen.
- Pixar erklärte, diese Zahlen seien übertrieben; wie viele Mitarbeitende betroffen sein werden, sei noch nicht entschieden. Berücksichtigt würden Faktoren wie Produktionspläne und Personalzuweisung für künftig genehmigte Filme.
Unprofitabilität im Streaming-Segment und Stellenabbau
- Mitarbeitende, die Pixar für Disney+ eingestellt hat, gehören zu den Betroffenen des Stellenabbaus; Disney+ schreibt weiterhin keine Gewinne.
- Im 4. Quartal 2022 gewann Disney+ 7 Millionen neue Abonnenten hinzu und kam damit auf insgesamt 152 Millionen Abonnenten.
- Disney erwartet, den Streaming-Dienst bis zum 4. Quartal 2024 in ein profitables Geschäft zu verwandeln; dies soll durch die Restrukturierung des Unternehmens erreicht werden.
Pixars erfolgreiche Titel und Box-Office-Ergebnisse
- Pixars „Elemental“ ist einer der populären Titel auf Disney+ und spielte weltweit 500 Millionen US-Dollar ein.
- „Elemental“ galt anfangs als Flop, konnte sein Ergebnis aber mit der Zeit verbessern.
- Pixar plant die Veröffentlichung einer Fortsetzung von „Inside Out“ sowie 2025 eines neuen Films mit dem Titel „Elio“.
Pixars Budgets im Vergleich zu anderen Animationsstudios
- Das Produktionsbudget für Pixar-Filme liegt bei etwa 200 Millionen US-Dollar und damit höher als bei anderen Animationsstudios.
- Illumination arbeitet mit Budgets von 75 bis 100 Millionen US-Dollar, DreamWorks mit 70 bis 145 Millionen US-Dollar.
- Da alle Filme Budgets von mehr als 200 Millionen US-Dollar benötigen, sind erhebliche Box-Office-Einnahmen erforderlich.
Weitere Kostensenkungsmaßnahmen bei Disney
- Disney ergreift Kostensenkungsmaßnahmen, da die Werbeeinnahmen bei ABC und anderen TV-Sendern sinken und die Verluste im Streaming-Segment von Disney+ anhalten.
- Im Rahmen dieser Maßnahmen wird Disney in diesem Jahr in den USA Hulu-Inhalte zu Disney+ hinzufügen.
Meinung von GN⁺
- Die Nachricht über Entlassungen bei Pixar spiegelt den verschärften Wettbewerb im Streaming-Markt und die Schwierigkeit wider, Profitabilität zu erreichen.
- Das Wachstum der Abonnentenzahlen von Disney+ und des werbefinanzierten Modells wird als neuer Weg zur Monetarisierung von Streaming-Diensten beachtet.
- Pixars Budgetmanagement und die Strategie zur Veröffentlichung neuer Filme deuten auf wichtige Veränderungen für nachhaltiges Wachstum innerhalb der Animationsbranche hin.
2 Kommentare
Ich habe keinen Pixar-Film ausgelassen, aber als ich überlegt habe, seit wann ich keine mehr gesehen habe, war
Lucavon 2021 der letzte.Ich habe das Gefühl, dass sich das Wachstum zusammen mit der Pandemie irgendwie auch erledigt hat.
Auf
Inside Out 2freue ich mich trotzdem!Hacker-News-Kommentare
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