Mein 500-Millionen-Dollar-Fehler mit dem Mars-Rover
(chrislewicki.com)Mein 500-Millionen-Dollar-Fehler mit dem Mars-Rover: eine Geschichte des Scheiterns
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Im Februar 2003 begann ein routinemäßiger Abend im Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA.
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Es war zwei Wochen, bevor der Mars-Rover Spirit zum Start nach Cape Canaveral in Florida transportiert werden sollte.
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Spirit und Opportunity gehörten damals zu den komplexesten Raumfahrzeugen, und die NASA hatte fast 1 Milliarde Dollar in sie investiert.
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Die Mars-Rover waren mit 62 Motoren ausgestattet, unter anderem für Radantrieb und Lenkung, die Steuerung des Roboterarms, das Ausrichten der Kameras und das Pointing der zur Erde gerichteten Antenne.
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Die Rover durchliefen umfangreiche Tests, die die raue Umgebung auf dem Mars simulierten.
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Besonders wichtig waren pyrotechnische Ereignisse, bei denen explosive Stoßwellen empfindliche Kohlenstoffkomponenten im Inneren der Motoren beschädigen konnten.
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Der innere Zustand der Motoren ließ sich durch die Prüfung ihrer elektrischen Leistung feststellen.
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Die Tests wurden mehrfach durchgeführt, und der erfahrene Chris war als Verantwortlicher für die Motorverkabelung und die Erstellung der Steueranweisungen die richtige Person für diese Testkampagne.
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Während der Tests machte Chris den Fehler, eine elektrische Überspannung versehentlich an das Raumfahrzeug statt an den Rover zu senden.
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Durch diesen Fehler geriet das 500 Millionen Dollar teure Raumfahrzeug in eine Lage, in der es möglicherweise hätte ausgemustert werden müssen.
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Chris meldete die Situation sofort, doch es zeigte sich, dass die gesamte Telemetrie des Raumfahrzeugs ausgefallen war.
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Chris dachte, dass wegen seines Fehlers in diesem Startfenster womöglich nur ein Rover gestartet werden könnte.
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Er vertraute sich seiner Frau an und war überzeugt, dass er am nächsten Tag seinen Job verlieren würde.
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Am nächsten Tag prüfte das Team den Vorfall gründlich und kam zu dem Schluss, dass die elektrische Überspannung höchstwahrscheinlich in die H-Brücken-Motortreiberschaltung gelangt war.
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Man entschied sich, das Raumfahrzeug erneut einzuschalten und die Tests wieder aufzunehmen.
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Die Telemetrie des Raumfahrzeugs kehrte zurück, und es stellte sich heraus, dass Spirit nicht tot war.
Die Lehre
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Chris teilt diese Geschichte, um sich selbst und anderen eine wertvolle Lehre mitzugeben.
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Seine Geschichte des Scheiterns spielte auch in der Teamkultur und im Einstellungsprozess eine wichtige Rolle.
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Chris formulierte die Lehre aus seiner Erfahrung so: "Lass deine Narben dir dienen; sie sind wertvolle Lernerfahrungen und eine Investition in Fähigkeit und Resilienz."
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In diesem Krisenmoment kam ein Kollege auf Chris zu, sprach ihm Mut zu und riet ihm, sich dieses Gefühl zu merken, wenn er das nächste Mal bestätigt, dass etwas in Ordnung sei.
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Nach diesem Vorfall wurde Chris Flight Director für Spirit und Opportunity und erhielt die NASA Exceptional Achievement Medal.
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Der Projektmanager entschied, dass Chris die Tests weiterhin leiten würde, weil er glaubte, dass ihm derselbe Fehler nie wieder passieren würde.
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Chris führte danach noch viele weitere Tests durch und passte die Verfahren sorgfältig an, damit sich derselbe Fehler nicht wiederholte.
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Er erinnert sich an diesen Moment, wann immer er wichtige Entscheidungen trifft, und konzentriert sich darauf, anderen zu helfen, ihre herausfordernden Momente zu bewältigen.
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In der Weltraumforschung ist Scheitern keine Option, sondern fest eingebaut, und jeder Fehler ist ein Sprungbrett zu größerem Erfolg.
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Chris möchte die "Geschichten des Scheiterns" anderer hören und daraus lernen — von Raumfahrtunternehmern, Ingenieuren, Wissenschaftlern und Technikern.
Meinung von GN⁺
Das Wichtigste an diesem Text ist der Wert von Lernen und Wachstum durch Scheitern. Chris' Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, anzuerkennen, dass Scheitern ein unvermeidlicher Teil des Weges ist, und wie bedeutsam die Lehren und das Selbstvertrauen sind, die man beim Überwinden daraus gewinnt. Gerade für Berufseinsteiger in der Softwareentwicklung bietet dieser Text Inspiration, keine Angst vor Fehlern zu haben, sondern sie als Chance zum Wachsen zu nutzen. Zugleich unterstreicht Chris' Erfahrung die Bedeutung von Teamwork und Führung und zeigt, wie wichtig eine Kultur ist, in der man sich auch in schwierigen Situationen gegenseitig unterstützt und vertraut. Solche Geschichten sind nützlich, positiv, interessant, unterhaltsam und fesselnd und dürften daher viele Menschen ansprechen.
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