NASA stellt Kontakt zu Mini-Hubschrauber auf dem Mars wieder her
- NASA hat bekannt gegeben, dass der Kontakt zum kleinen Hubschrauber Ingenuity auf dem Mars nach einem Abbruch wiederhergestellt wurde.
- Ingenuity kam 2021 zusammen mit dem Rover Perseverance auf dem Mars an und ist das erste motorisierte Fluggerät, das auf einem anderen Planeten autonom geflogen ist.
- Die Daten des Hubschraubers werden über Perseverance zur Erde übertragen, doch während des 72. Flugtests am Donnerstag brach die Kommunikation plötzlich ab.
Ursache des Kommunikationsabbruchs wird untersucht
- Das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA teilte mit, dass Perseverance eine längere Abhörsitzung durchgeführt habe, um das Signal von Ingenuity zu empfangen, und so der Kontakt zum Hubschrauber wiederhergestellt werden konnte.
- Das JPL prüft die neuen Daten, um die Ursache des Kommunikationsabbruchs zu verstehen.
- Nach einer früher als geplant erfolgten Landung bei einem vorherigen Flug wurde ein Flug versucht, bei dem das System durch einen schnellen vertikalen Aufstieg überprüft werden sollte, doch noch vor der Landung endete die Kommunikation zwischen Hubschrauber und Rover vorzeitig.
Ingenuitys bemerkenswerte Leistungen und mögliche künftige Flüge
- Für Ingenuity waren ursprünglich fünf Flüge innerhalb von 30 Tagen vorgesehen, doch diese Vorgabe wurde weit übertroffen: Insgesamt flog der Hubschrauber mehr als 10 Meilen (17 Kilometer) und erreichte eine Höhe von bis zu 79 Fuß (24 Metern).
- Er zeigte eine bemerkenswerte Überlebensfähigkeit, indem er die extrem kalten Marsnächte überstand und tagsüber mit seinen Solarpanels die Batterien auflud, um warm zu bleiben.
- In Zusammenarbeit mit Perseverance übernimmt er die Rolle einer Luftaufklärung, die dabei hilft, mögliche Spuren uralten mikrobiellen Lebens zu finden.
GN⁺-Meinung:
- Der Ingenuity-Hubschrauber ist als erstes motorisiertes Fluggerät mit autonomem Flug auf dem Mars technologisch von großer Bedeutung.
- Trotz Problemen wie dem Kommunikationsabbruch zeigt die Wiederaufnahme des Kontakts und die fortgesetzte Einsatzfähigkeit den Fortschritt der Technologie für die Weltraumerkundung.
- Der Hubschrauber spielt eine wichtige Rolle bei der Suche nach Leben auf dem Mars, und seine langfristige Überlebensfähigkeit sowie seine Erkundungsleistung dürften künftige Marsmissionen stark beeinflussen.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Ein Softwareentwickler betrachtet es als Karriere-Highlight, dass Code, zu dem er beigetragen hat, auf dem Mars fliegt. Allein durch das Beheben eines Bugs in einer Python-Bibliothek erhielt er das GitHub-Ingenuity-Badge, das er gern als unterhaltsame Anekdote erwähnt.
Bei Jupiter Broadcasting gab es viele Interviews über Geräte, die mit Linux laufen. Dies könnte das erste einer neuen Reihe von Linux-Geräten sein, die das JPL zum Mars schickt. Es nutzte eine für die Weltraumumgebung gehärtete Power-CPU und eine alte Version von Yocto; mit neueren Versionen funktionierten die Treiber nicht. Als es Probleme mit dem Rover gab, wurden die GNU-Dienstprogramme der User-Space-Kommandozeile des Helikopters verwendet, um Logs auf dem Rover zu debuggen und zur Erde zu senden. Außerdem wurde per Tweet darauf hingewiesen, dass der Mars damit der zweite Planet wird, der Linux stärker nutzt als Windows.
Jemand fragt sich, ob in diesem Projekt hauptsächlich kommerzielle Standardkomponenten verwendet wurden. Falls ja, welche Auswirkungen das auf die Kosten künftiger Missionen haben könnte und ob sich bei mehr Möglichkeiten mit Consumer-Hardware mehr Budget in wissenschaftliche Forschung stecken ließe.
Jemand fragt sich, mit welcher Betriebsdauer die NASA für die Ausrüstung gerechnet hat. Die NASA neigt dazu, die Lebensdauer ihrer Geräte zu unterschätzen, sodass Situationen wie „Es sollte 10 Wochen laufen, und jetzt sind 6 Jahre vergangen“ entstehen. Voyager 1 ist das extremste Beispiel: eigentlich eine 5-Jahres-Mission, inzwischen aber fast 50 Jahre im Einsatz.
Ein Nutzer geht im Fitnessstudio mit jemandem trainieren, der an diesem Helikopter-/Drohnenprojekt mitgearbeitet hat. Er sei ein wirklich toller Typ.
Ein Scherz, dass der Helikopter wahrscheinlich in einem Baum hängen geblieben sei.
Ein anfeuernder Kommentar für die NASA: Sie hat die Ziele nicht nur bereits übertroffen, sondern kann auch noch weitere nützliche Daten für neue Ziele erzeugen. Jemand fragt sich, ob die NASA einen Engineering-Blog oder Stream betreibt, um mehr Details darüber zu erfahren, was schiefgelaufen ist und wie die Verbindung wiederhergestellt wurde.
Die Frage, ob bei neuen Missionen mehr Helikopter eingesetzt werden, oder ob größere Fluggeräte deutlich schwieriger oder riskanter wären. Oder der Vorschlag, dass Helikopter Rover und Ausrüstung an andere Orte transportieren könnten.
[Gelöschter Kommentar]