- Glyphosat, der Wirkstoff des Herbizids Roundup, wurde mit dem epidemischen Auftreten chronischer Nierenerkrankungen (CKDu) in ländlichen Regionen Sri Lankas in Verbindung gebracht.
- Dieser Zusammenhang wurde durch eine groß angelegte Feldstudie von Forschenden der Duke University festgestellt.
- Die Studie ergab, dass Glyphosat mit hartem Wasser interagiert und Komplexe bildet, die bis zu 7 Jahre im Wasser und bis zu 22 Jahre im Boden bestehen bleiben können.
- Regionen in Sri Lanka mit hohen CKDu-Raten weisen Bedingungen mit hartem Wasser auf, was die Hypothese nahelegt, dass Glyphosat ein beitragender Faktor sein könnte.
- Trotz des Verbots des Herbizideinsatzes in Sri Lanka fanden die Forschenden in 44 % der Brunnen in den betroffenen Gebieten deutlich höhere Glyphosatwerte.
- Die Forschenden stellten außerdem in der Trinkwasserversorgung der meisten Regionen mit hoher CKDu-Häufigkeit erhöhte Werte von Fluorid und Vanadium fest, die mit Nierenschäden in Verbindung gebracht werden.
- Die Studienergebnisse werfen Bedenken hinsichtlich des Expositionsrisikos auf, da Glyphosat in Regionen mit hartem Wasser bestehen bleibt, insbesondere angesichts seiner weltweiten Verbreitung.
- Die Forschenden schlagen vor, der Möglichkeit mehr Aufmerksamkeit zu widmen, dass diese Schadstoffe einzeln oder in Kombination dazu beitragen könnten.
- Die Studie wurde am 13. September 2023 in Environmental Science & Technology Letters veröffentlicht.
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