- Finnland hat eine kritische Haltung gegenüber dem Vorschlag der Europäischen Union eingenommen, Verschlüsselung zu verbieten.
- Die vorgeschlagene CSAM-Verordnung der Europäischen Union würde starke Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in praktisch sämtlicher Kommunikation in Europa faktisch verbieten.
- Die Europäische Union will diese Verschlüsselung aufbrechen und sämtliche Kommunikation mit KI überwachen, um ohne richterlichen Beschluss verdächtiges Material zu finden.
- Finnlands Position wurde vom Großen Ausschuss des Parlaments auf Grundlage der Einschätzungen von Fachleuten aus verschiedenen Bereichen festgelegt, darunter IT-Vertreter und der Verfassungsausschuss.
- Die Entscheidung des Großen Ausschusses bindet die finnische Regierung in den Verhandlungen über die Verordnung in der Europäischen Union.
- Der Große Ausschuss lobte die Grundidee hinter dem CSAM-Vorschlag, nämlich Kinder vor Online-Gefahren zu schützen.
- Zugleich wies der Ausschuss auf mehrere Probleme des Vorschlags hin, vor allem darauf, dass Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht gebrochen werden dürfe, da dies die Cybersicherheit schwächen würde.
- Der Ausschuss argumentierte außerdem, dass der Vorschlag nicht in einer Form unterstützt werden könne, die Massenüberwachung erlaubt. Überwachung müsse zielgerichtet sein und dürfe nicht auf Ebene der Gesamtbevölkerung stattfinden.
- Laut der Erklärung des Großen Ausschusses kann Finnland den Vorschlag in seiner jetzigen Form nicht billigen.
- Die EU-Staaten werden Ende Oktober über den Vorschlag abstimmen. Er wird angenommen, sofern nicht Länder, die zusammen mindestens 35 % der EU-Bürger repräsentieren, dagegen stimmen.
- Deutschland, Österreich und Estland gelten als Gegner des Vorschlags, während Spanien, Dänemark, Ungarn und Irland ihn unterstützen. Die Entscheidungen mehrerer weiterer Länder, darunter Frankreich, Schweden, Belgien, die Niederlande und Portugal, stehen noch aus.
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