Europäisches Parlament lehnt massenhaftes Scannen privater Nachrichten ab
- Am 22. November 2022 verabschiedete das Europäische Parlament seine offizielle Position zum Entwurf der „Verordnung zur Prävention und Bekämpfung sexuellen Missbrauchs von Kindern“.
- Dies wird als positive Entwicklung für die Menschenrechte gewertet und erhielt starke Unterstützung von allen politischen Gruppen im Europäischen Parlament.
- Bei einem der umstrittensten Gesetzesvorhaben der Europäischen Union (EU) wurden Fortschritte beim Schutz der Menschenrechte erzielt.
Position des Europäischen Parlaments
- Das Europäische Parlament gab eine klare politische Erklärung ab, dass nicht jede Maßnahme durch das Erreichen sozialer Ziele gerechtfertigt werden kann.
- Die Charta der Grundrechte der EU verlangt, dass Einschränkungen der Rechte von Menschen zur Erreichung eines Ziels notwendig, objektiv wirksam und so wenig eingreifend wie möglich sein müssen.
- Das Parlament lehnte Regeln, die zum massenhaften Scannen privater Nachrichten zwingen würden, entschieden ab und änderte sie so, dass dies nur bei begründetem Verdacht verlangt werden kann.
Aktivitäten und Solidarität von EDRi
- EDRi forderte die EU fortlaufend dazu auf, dass Maßnahmen gegen sexuellen Missbrauch von Kindern mit den Menschenrechtsstandards vereinbar sein müssen.
- Die „10 Prinzipien zum Schutz von Kindern im digitalen Zeitalter“ wurden im ursprünglichen Gesetzesvorschlag ignoriert, ebenso wie die Bedenken des eigenen Prüfgremiums der Kommission.
- Dank der von EDRi angeführten Kampagne „Stop Scanning Me“ erhoben Tausende Menschen in ganz Europa ihre Stimme, um vor den Maßnahmen im Entwurf zu warnen.
Wie geht es weiter?
- Nachdem das Europäische Parlament seine Position offiziell verabschiedet hat, ist es bereit, an den nicht öffentlichen Verhandlungen teilzunehmen, die als „Trilog“ bezeichnet werden.
- Derzeit verfügen die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten nicht über eine klare Position, die für die Verhandlungen erforderlich wäre, und einige Länder ignorieren die technischen und rechtlichen Realitäten.
- Die Regierungen Deutschlands, Österreichs, Polens, Estlands und Sloweniens haben eine klar ablehnende Haltung gegenüber dem fehlerhaften Vorschlag eingenommen.
Meinung von GN⁺
- Der wichtigste Punkt dieses Artikels ist, dass das Europäische Parlament das massenhafte Scannen privater Nachrichten abgelehnt und damit einen wichtigen Meilenstein für den Schutz der Menschenrechte gesetzt hat.
- Diese Entscheidung zeigt die klare Haltung des Europäischen Parlaments zu digitalen Rechten und zum Schutz der Privatsphäre und kann als bedeutendes Beispiel dafür gelten, dass die Realitäten von Technologie und Recht anerkannt werden.
- Diese Entwicklung ist für Menschen interessant, die sich für Menschenrechte und Datenschutz interessieren, und unterstreicht die Bedeutung des Schutzes von Rechten im digitalen Umfeld.
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