1 Punkte von GN⁺ 2023-10-27 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Der Plan der Europäischen Union zum Scannen von Material über sexuellen Kindesmissbrauch (CSAM) wird als Bedrohung für demokratische Rechte kritisiert
  • Der Vorschlag verlangt von Messaging-Diensten, bekannte und unbekannte CSAM-Inhalte zu scannen und Grooming in Echtzeit zu erkennen
  • Kritiker argumentieren, dass dieser Ansatz grundlegende Freiheiten verletzt und alle Nutzer überwacht
  • Die Europäische Kommission verteidigt den Vorschlag als angemessene Reaktion auf ein wachsendes Problem
  • Der Europäische Datenschutzbeauftragte (EDPS), Wojciech Wiewiórowski, warnt, dass der Vorschlag irreversible Folgen für die Privatsphäre und die demokratische Gesellschaft haben könnte
  • Der Vorschlag könnte das Internet und die digitale Kommunikation grundlegend verändern
  • Der EDPS und der Europäische Datenschutzausschuss hatten zuvor bereits Bedenken zu dem Vorschlag geäußert, darunter auch hinsichtlich seiner Auswirkungen auf Verschlüsselung
  • Der Vorschlag der Kommission wurde dafür kritisiert, dass er Kinder kriminalisiert, die ihre sexuelle Identität erkunden, und Image-Hosting-Websites nicht angemessen als potenzielle CSAM-Speicher behandelt
  • Kritiker argumentieren außerdem, dass der Vorschlag das vielschichtige Problem sexuellen Kindesmissbrauchs nicht versteht und unbeabsichtigte Nebenwirkungen haben könnte
  • Es wurden auch Bedenken hinsichtlich der Grenzen KI-basierter CSAM-Erkennung und der Möglichkeit von False Positives geäußert
  • Kritiker sagen, dass die Rechte und Stimmen von Kindern im Gesetz ignoriert werden
  • Der Vorschlag wurde als „beispiellos in der freien Welt“ beschrieben und könnte faktisch das Ende vertraulicher privater Nachrichten und sicherer Verschlüsselung bedeuten

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-10-27
Hacker-News-Meinungen
  • Die Sichtweise, dass der Plan der Europäischen Union (EU) zum Scannen von Material über sexuellen Kindesmissbrauch (CSAM) eine Bedrohung für demokratische Rechte darstellen könnte
  • Kritiker argumentieren, dass dieser Plan unschuldige Bilder Hunderten von Ermittlungsbeteiligten offenlegen könnte und so weitere Opfer schaffen würde
  • Besorgnis über das Scheitern clientseitiger Scanpläne, die weder CSAM noch Szenarien mit böswilligen Nutzern wirksam bewältigen können
  • Kritiker behaupten, dass dieser Plan falsch positive Treffer, unnötige Kosten und potenziellen Schaden für unschuldige Personen verursachen könnte
  • Einige glauben, dass CSAM-Scans ein Vorwand sind, um Überwachung und Kontrolle über Bürger zu verstärken
  • Es gibt Bedenken, dass clientseitiges Scannen nicht funktionieren wird, weil Nutzer Dateien verschlüsseln oder den Scanner zur Verifikation verwenden können
  • Kritiker behaupten, dass der einzig wirksame Einsatz dieser Technologie darin besteht, gesetzestreue Bürger mit politischen Anliegen zu identifizieren, die nicht mit der aktuellen Regierung übereinstimmen
  • Die Befürchtung, dass CSAM-Scanner zweckentfremdet werden könnten, um politisch sensibles Material zu blockieren
  • Zwar sei die Absicht, sexuellen Kindesmissbrauch zu verhindern, lobenswert, doch der Ansatz sei fehlerhaft und unrealistisch
  • Kritiker schlagen vor, sich statt auf technische Lösungen auf Reformen der psychischen Gesundheit, des Bildungswesens und der sozialen Dienste für Kinder zu konzentrieren
  • Der Europäische Datenschutzbeauftragte Wojciech Wiewiórowski wird inmitten der Kontroverse als Stimme der Vernunft wahrgenommen