- Der Artikel behandelt den britischen Postverfolgungsskandal, der als eine der größten kollektiven Fehlbestrafungen der jüngeren Zeit gilt.
- Dieser Skandal ist komplex und umfasst zahlreiche persönliche und systemische Versäumnisse, insbesondere seitens des Managements der Post, ihrer Anwälte und des Softwarelieferanten Fujitsu.
- Der Artikel konzentriert sich in diesem Skandal auf das Versagen des Rechts selbst und der Gerichtsverfahren.
- Das Gesetz geht davon aus, dass mechanische Hilfsmittel, einschließlich Computern, ordnungsgemäß funktionieren, sofern es keine gegenteiligen Beweise gibt.
- Diese Annahme ist an sich nicht falsch und notwendig, damit Gerichte effektiv arbeiten können.
- Problematisch wird es jedoch, wenn diese Annahme unrealistisch ist oder es unrealistisch ist, sie zu widerlegen, wodurch es zu unfairen Bestrafungen kommt.
- Die Annahme, dass Computer korrekt funktionieren, ist im Sinne einer „Beweisvermutung“ zu verstehen: Gerichte können relevante Tatsachen allein anhand von Computeraufzeichnungen feststellen, aber nicht, wenn es Belege dafür gibt, dass der Computer nicht korrekt funktioniert hat.
- Diese Vermutung war nicht immer Teil des britischen Rechts. 1984 wurde ein Gesetz verabschiedet, das diese Vermutung umkehrte, sodass die Anklage zeigen musste, dass der Computer korrekt funktionierte.
- Dieses Gesetz, Section 69 des Police and Criminal Evidence Act von 1984, wurde 1999 aufgehoben, sodass man zur alten Vermutung des Common Law zurückkehrte.
- Der Artikel legt nahe, dass die Ergebnisse der Anklagen der Post anders hätten ausfallen können, wenn Section 69 während dieser Verfahren noch Teil des Rechts gewesen wäre.
- Die Gründe für die Aufhebung von Section 69 und ihre Auswirkungen werden im nächsten Beitrag dieser Reihe behandelt.
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