1 Punkte von GN⁺ 2023-10-02 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Der Artikel behandelt den britischen Postverfolgungsskandal, der als eine der größten kollektiven Fehlbestrafungen der jüngeren Zeit gilt.
  • Dieser Skandal ist komplex und umfasst zahlreiche persönliche und systemische Versäumnisse, insbesondere seitens des Managements der Post, ihrer Anwälte und des Softwarelieferanten Fujitsu.
  • Der Artikel konzentriert sich in diesem Skandal auf das Versagen des Rechts selbst und der Gerichtsverfahren.
  • Das Gesetz geht davon aus, dass mechanische Hilfsmittel, einschließlich Computern, ordnungsgemäß funktionieren, sofern es keine gegenteiligen Beweise gibt.
  • Diese Annahme ist an sich nicht falsch und notwendig, damit Gerichte effektiv arbeiten können.
  • Problematisch wird es jedoch, wenn diese Annahme unrealistisch ist oder es unrealistisch ist, sie zu widerlegen, wodurch es zu unfairen Bestrafungen kommt.
  • Die Annahme, dass Computer korrekt funktionieren, ist im Sinne einer „Beweisvermutung“ zu verstehen: Gerichte können relevante Tatsachen allein anhand von Computeraufzeichnungen feststellen, aber nicht, wenn es Belege dafür gibt, dass der Computer nicht korrekt funktioniert hat.
  • Diese Vermutung war nicht immer Teil des britischen Rechts. 1984 wurde ein Gesetz verabschiedet, das diese Vermutung umkehrte, sodass die Anklage zeigen musste, dass der Computer korrekt funktionierte.
  • Dieses Gesetz, Section 69 des Police and Criminal Evidence Act von 1984, wurde 1999 aufgehoben, sodass man zur alten Vermutung des Common Law zurückkehrte.
  • Der Artikel legt nahe, dass die Ergebnisse der Anklagen der Post anders hätten ausfallen können, wenn Section 69 während dieser Verfahren noch Teil des Rechts gewesen wäre.
  • Die Gründe für die Aufhebung von Section 69 und ihre Auswirkungen werden im nächsten Beitrag dieser Reihe behandelt.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-10-02
Hacker-News-Meinungen
  • Diskussion über den Post-Office-Skandal, mit der Behauptung, dass leitende Verantwortliche Probleme im IT-System kannten, aber unschuldige Menschen beschuldigten, um ihr eigenes Versagen zu vertuschen.
  • Einige Kommentierende äußern angesichts persönlicher Erfahrungen mit Bugs und Systemausfällen Verwunderung darüber, dass Computersysteme überhaupt funktionieren.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass problematisch war, dass die Post im Skandal Beschwerden einreichte und zugleich als Strafverfolgungsinstanz handelte.
  • Neugier auf die konkreten Softwareprobleme, die im Fall der Post zu Unstimmigkeiten führten.
  • Einige Kommentierende sehen die Zuverlässigkeit von Computern und Software skeptisch und prüfen Informationen oft doppelt oder gehen davon aus, dass Systeme nicht korrekt funktionieren.
  • Der Vorschlag, dass die Annahme der Korrektheit von Computern problematisch sein kann, wenn deren Betreiber zugleich die Partei sind, die die Verfolgung betreibt.
  • Die Perspektive eines Softwareentwicklers wird geteilt, wonach weithin genutzte Software trotz bekannter Bugs als korrekt funktionierend angenommen wird.
  • Das Problem scheint weiterzubestehen; verwiesen wird auf ähnliche Probleme seit 1988.
  • Der Titel des Artikels ist potenziell irreführend, da darin das wichtige Thema des Post-Office-Skandals behandelt wird.