- Der leitende Verwaltungsrichter der Federal Trade Commission (FTC) hat entschieden, dass Intuit, die Muttergesellschaft von TurboTax, Verbraucher mit Werbung für „kostenloses“ TurboTax getäuscht hat.
- Die FTC erklärte, Intuit habe Verbraucher „hinters Licht geführt“, indem das Unternehmen seinen Steuererklärungsdienst als kostenlos bewarb, obwohl Nutzer tatsächlich zahlen mussten.
- Das Urteil enthält Belege aus mehreren TV-Spots und Online-Anzeigen, in denen Intuit seine Software „Free Edition“ bewarb.
- Infolge der FTC-Klage wurden an betroffene Nutzer 141 Millionen US-Dollar ausgezahlt.
- Intuits tatsächlich kostenloser Steuererklärungsdienst, die in Partnerschaft mit dem IRS eingeführte Free-File-Version, war für Nutzer schwer zu finden.
- 2021 verließ Intuit das Free-File-Programm, nachdem der IRS es Unternehmen nicht länger erlaubte, kostenlose Abgabedienste in Suchmaschinen zu verstecken.
- Das FTC-Urteil enthält eine Unterlassungsanordnung gegen Intuit, die dem Unternehmen künftig irreführende Praktiken untersagt.
- Außerdem stellt das Urteil klar, dass Intuit seine Produkte nur dann als kostenlos kennzeichnen darf, wenn sie für alle verfügbar sind und „einschränkende Bedingungen klar und deutlich offengelegt“ werden.
- Intuit reagierte auf die FTC-Entscheidung und bezeichnete das Ermittlungsverfahren der Behörde als „fehlerhaft und höchst fragwürdig“. Zugleich behauptete das Unternehmen, die meisten in der Entscheidung genannten Werbepraktiken bereits einzuhalten.
- Der IRS entwickelt derzeit einen staatlich unterstützten kostenlosen Steuererklärungsdienst, der während der Steuersaison 2024 im Pilotbetrieb starten soll.
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