4 Punkte von GN⁺ 2023-08-07 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Laut Daten des Research-Unternehmens Equilar kam es bei Tech-Konzernen wie Alphabet und Microsoft zu Massenentlassungen, obwohl die CEO-Vergütung 2022 deutlich gestiegen war
  • Alphabet-CEO Sundar Pichai erhielt 2022 eine Vergütung von mehr als 225 Millionen US-Dollar, ein Anstieg von 3.474 % gegenüber dem Vorjahr, was ihn zum bestbezahlten CEO in den USA machte
  • Microsoft-CEO Satya Nadella erhielt 2022 fast 55 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 10 % gegenüber dem Vorjahr entspricht
  • Dennoch kündigten sowohl Alphabet als auch Microsoft für 2023 Pläne an, jeweils 10.000 Mitarbeiter zu entlassen
  • Andere Tech-Unternehmen wie Meta, Uber und Salesforce erhöhten 2022 ebenfalls die Vergütung ihrer CEOs, während sie zugleich Entlassungen ankündigten
  • Laut Layoffs.fyi wurden seit Anfang 2022 rund 389.000 Beschäftigte in der Tech-Branche entlassen
  • Der Anstieg der CEO-Vergütung zeigt einen wachsenden Abstand zwischen den Einkommen von CEOs und Beschäftigten, ein Trend, der in der gesamten Wirtschaft zu beobachten ist
  • Die CEO-Vergütung umfasst oft Grundgehalt, leistungsabhängige Boni und umfangreiche Aktienpakete, die CEOs mit den Interessen der Aktionäre in Einklang bringen sollen
  • Diese Struktur soll CEOs dazu anregen, die Gesundheit des Unternehmens zu priorisieren, kann aber auch kurzfristige Kostensenkungen belohnen, die sich auf Beschäftigte auswirken können
  • Der Wert von CEO-Vergütungspaketen kann je nach Aktienkurs des Unternehmens schwanken. So fiel der Wert von Pichais Vergütungspaket zum Ende des Geschäftsjahres 2022 auf etwa 205 Millionen US-Dollar
  • Der endgültige Wert von Vergütungspaketen, wie sie Pichai und Nadella erhalten, hängt von einer Reihe von Unternehmensleistungskennzahlen ab
  • Laut Lisa LaViers, Professorin an der Freeman School of Business der Tulane University, dürfte der Anstieg der CEO-Vergütung zusammen mit Entlassungen die Unzufriedenheit unter Beschäftigten weiter verschärfen
  • Zur Vergütung von Führungskräften gehören häufig Aktienoptionen, die innerhalb eines Jahres nach Erhalt nicht verkauft werden können, sodass die in einem bestimmten Jahr gewährte Vergütung nicht zwingend dem tatsächlich verdienten Einkommen entspricht
  • Auch viele Tech-Beschäftigte ohne Führungsfunktion erhalten Aktienoptionen als Teil ihrer Vergütung, wodurch ihr Einkommen mit dem der Aktionäre verknüpft ist

1 Kommentare

 
botplaysdice 2023-08-07

Zur Vergütung von Führungskräften gehören oft Aktienoptionen, die innerhalb eines Jahres nach Erhalt nicht verkauft werden können; daher entspricht die in einem bestimmten Jahr gewährte Vergütung nicht unbedingt dem Geld, das die Führungskräfte tatsächlich verdient haben.
Viele nicht leitende Tech-Beschäftigte erhalten ebenfalls Aktienoptionen als Teil ihrer Vergütung, sodass ihr Einkommen mit dem der Aktionäre verknüpft ist.

Dass es Aktien gibt, die man direkt nach Erhalt nicht verkaufen kann, gilt in Wirklichkeit sowohl für Führungskräfte als auch für Nicht-Führungskräfte; daher scheint mir das kein Fakt zu sein, der die Lohnlücke verringert ... Bei Restrukturierungen kommt es außerdem häufig vor, dass Führungskräften im Rahmen der Anreize für freiwillige Kündigungen eine accelerated vesting für diese Aktien gewährt wird, die sie eigentlich noch nicht verkaufen dürften, während Nicht-Führungskräfte dabei gnadenlos alles verlieren. Die USA sind wirklich die Endstufe des Kapitalismus ...