- Forschende der University of Exeter haben im Amazonas-Regenwald Tausende von Felskunstwerken entdeckt, die Tiere der Eiszeit wie Mastodonten darstellen.
- Die Bilder wurden vor etwa 11.800 bis 12.600 Jahren geschaffen und erstrecken sich über drei Felsunterstände, darunter Cerro Azul; der größte Felsunterstand besteht aus 12 Paneelen und Tausenden einzelner Darstellungen.
- Die Felskunst zeigt, dass die ersten menschlichen Bewohner der Region mit eiszeitlicher Megafauna koexistiert haben dürften; zu sehen sind Darstellungen von riesigen Faultieren, Mastodonten, Kameliden, Pferden und Nashörnern.
- Andere Bilder zeigen menschliche Figuren, geometrische Formen, Jagdszenen sowie Tiere wie Hirsche, Kaninchen, Krokodile, Fledermäuse, Affen, Schildkröten, Schlangen und Otter.
- Die roten Darstellungen wurden laut Experten mit Pigment aus abgeschabtem Ocker hergestellt; verwitterte Felsflächen wurden mit Feuer geglättet, um ebene Flächen zu schaffen, auf die dann gemalt wurde. Die Bilder sind zwar natürlichen Einflüssen ausgesetzt, aber durch Felswände geschützt und daher besser erhalten als andere im Amazonas entdeckte Felskunst.
- Die Menschen, die die Bilder schufen, waren Jäger und Sammler, die wilde Gemüse und Früchte aßen und in nahegelegenen Flüssen Piranhas und Krokodile fingen.
- Die Forschenden des Projekts arbeiten daran herauszufinden, wann sich Menschen erstmals im Amazonasgebiet niederließen und welchen Einfluss ihre Anwesenheit auf die Biodiversität hatte.
- Die Ergebnisse dieser Studie sind Teil der Anfangsphase eines auf fünf Jahre angelegten Projekts; eines der unmittelbaren Ziele ist es, sämtliche Felskunstwerke der Region zu dokumentieren und weitere dargestellte Tiere zu identifizieren.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare