- Untertitel sind jetzt cool. Frag einfach irgendwen unter 40.
- Immer mehr Zuschauer, besonders junge Menschen, nutzen Tools, die Inhalte transkribieren – von Netflix bis hin zu TikTok-Videos
- CC (Closed Captions) sind für Menschen mit Hörbehinderung schon lange wichtig
- Aber inzwischen sind sie auch für Menschen ohne Hörbehinderung unverzichtbar geworden
- "Sie helfen dabei, Audio besser zu verstehen oder Multitasking zu ermöglichen"
- Laut einer Umfrage sehen sich jüngere Generationen häufiger Inhalte mit Untertiteln an als frühere Generationen, obwohl sie seltener Hörprobleme haben
- Befragung von 1.200 Amerikanern. 70 % der Gen Z und 53 % der Millennials schauen Inhalte als Text mit. Das ist mehr als dreimal so viel wie bei älteren Menschen
- In den vergangenen Jahren haben Technologieunternehmen wie Apple und Google automatische Untertitel auf Geräten stark ausgebaut,
und Netflix hat kreative Wege gefunden, Zuschauern auch Nicht-Dialog-Audio textlich zu beschreiben
- Befürworter sagen, dass die wachsende Beliebtheit von Untertiteln in sozialen Medien dazu beiträgt, einen Teil des Stigmas rund um Hörverlust abzubauen
- Netflix nutzt in Filmen wie "Day Shift" farbige Untertitel und in "Stranger Things" ausdrucksstarke Formulierungen wie "[tentacles squelching wetly]"
Ein Netflix-Sprecher sagte, dass sich die Zahl der Nutzer von Untertiteln seit 2017 mehr als verdoppelt habe
- Menschen schalten Untertitel und CC aus vielen Gründen ein
- um eine Sprache zu lernen oder starke Akzente bzw. genuschelte Dialoge besser zu verstehen
- Viele beklagen, dass Hintergrundmusik verhindert, Dialoge richtig zu hören
- Untertitel erleichtern Multitasking und machen es möglich, Inhalte in gemeinsam genutzten Räumen anzusehen, ohne andere zu stören
- Früher musste das Audio eines Videos manuell transkribiert werden, heute geschieht das mit Hilfe von KI auch automatisch
- Nach YouTube und Facebook hat auch TikTok die Funktion im vergangenen Jahr eingeführt, dieses Jahr ist Instagram nachgezogen
- Die gehörlose Content-Creatorin Scarlet May mit 6,5 Millionen Followern auf TikTok konnte anfangs nur einen Teil der Inhalte sehen, als sie TikTok beitrat, ist nun aber durch Untertitel einer völlig neuen Content-Welt ausgesetzt
- Viele Creator fügen selbst Untertitel hinzu und schließen so die Accessibility-Lücke
- Das sind dann "Open Captions" (sie lassen sich nicht ausschalten). Diese Inklusivität hilft dabei, mehr Zuschauer zu erreichen, und sorgt dafür, dass mehr Menschen die Inhalte verstehen
- "Untertitel sind einfach nur ein weiteres Medium für Kreativität"
8 Kommentare
Ich finde es wirklich gut, wenn beim Abspielen mit erhöhter Geschwindigkeit Untertitel mitlaufen. Wenn Untertitel eingeblendet werden, hatte ich selbst bei der maximalen YouTube-Geschwindigkeit von 2x in vielen Fällen keine Probleme, den Inhalt zu verstehen. Umgekehrt reduziere ich ohne Untertitel die Geschwindigkeit eher auf 1,5x oder 1,25x.
Oder wenn ich YouTube-Videos auf Englisch anschaue, sind die automatischen Untertitel wirklich eine große Hilfe. Es ist deutlich angenehmer, weil ich nicht wie früher bei Hörverständnistests in der Schule meine ganze Aufmerksamkeit auf das Zuhören richten muss. Bei Englisch ist es außerdem gut, dass die Genauigkeit der automatischen Untertitel ziemlich hoch ist.
In letzter Zeit scheint es auch oft verschiedene Gründe dafür zu geben, dass nicht nachsynchronisiert wird. Das ist besonders ein chronisches Problem des koreanischen Films.
Mir fällt dazu ein, dass koreanische Variety-Shows schon seit einigen Jahren – überspitzt gesagt – Untertitel einblenden, die so aufwendig gestaltet und inhaltlich so reichhaltig sind, dass man sie fast auch ohne Ton schauen könnte.
Ich schalte CC ein, wenn ich spiele, und auch, wenn ich Filme schaue.
Ich fände es gut, wenn auch koreanische Filme die Lautstärke etwas besser ausgleichen würden (die Dialoge sind kaum zu hören, aber die Soundeffekte viel zu laut) und Untertitel hätten.
Andererseits habe ich Disney+ sofort wieder zugemacht, als ich koreanische Tonspur + koreanische Untertitel eingeschaltet habe, weil beides nicht zusammenpasste (die Untertitel basieren nicht auf dem koreanischen Gesprochenen, sondern wurden separat nach dem englischen Original übersetzt).
Das habe ich ähnlich gedacht; hier ist es gut zusammengefasst.
Es ist gut, weil man den Inhalt auch ohne Kopfhörer verstehen kann.
Closed Captions heißen so, weil sie ursprünglich standardmäßig deaktiviert waren und erst eingeschaltet werden mussten, um die Untertitel zu sehen.
Sie unterscheiden sich etwas von normalen Untertiteln und existierten als eigene Funktion schon vor den Subtitle-Funktionen auf DVD/Blu-ray.
Ehrlich gesagt würde ich mir wünschen, dass auch die heimischen OTT-Dienste CC/Untertitel endlich ordentlich unterstützen.
Oft ist schon die Audioaufnahme nicht gut und manches kaum zu verstehen, und für Leute wie mich, die die meisten Videos mit 1,5- bis 2-facher Geschwindigkeit schauen, sind Untertitel unverzichtbar.
Soweit ich weiß, gibt es nach koreanischem Recht eine Regelung, wonach ohne die Zustimmung des ursprünglichen Urhebers nichts anderes auf dem Bildschirm eingeblendet werden darf. In den USA hingegen sollen Untertitel für Hörgeschädigte verpflichtend sein.