Hilft Facebook Ländern mit niedrigem Einkommen beim Internetzugang?
(technologyreview.kr)Vor neun Jahren kündigte Facebook (Meta) einen ehrgeizigen Plan an, dabei zu helfen, den rückständigen Internetzugang zu verbessern. In Ländern mit niedrigem Einkommen muss man für mobiles Internet Prepaid-Datenpakete kaufen, doch Free Basics bietet in gewissem Umfang kostenlosen Zugang. Die Zahl der Länder, in denen Free Basics verfügbar ist, nimmt zu. Allerdings sieht sich das Angebot auch mit Kritik konfrontiert, eher digitalen Kolonialismus als digitale Gleichheit zu fördern. Kürzlich wurde zudem ein Problem entdeckt, bei dem aufgrund eines Softwarefehlers selbst für den kostenlosen Internetzugang Datengebühren berechnet wurden.
- 2,9 Milliarden Menschen ohne Internetverbindung
- Free Basics
- Ein festgelegtes globales Gateway
- Grenzen des Free-Modus
- Zusätzlicher Kauf kostenpflichtiger Daten
- Softwarefehler
- Geschäftsstrategie vs. soziale Verantwortung
- Die Debatte um Datenkolonialismus in Indien
- Die Ausweitung von Free Basics in Afrika
- Autoritäre Staaten
- Wege zu kostenlosem Internetzugang
5 Kommentare
Ich finde, das ist ein schwieriges Thema. Aus Unternehmenssicht ist es nicht nur natürlich, die Infrastruktur des Hauptsitzes zu nutzen, sondern auch einen möglichst großen Werbeeffekt erzielen zu wollen, oder nicht? Wenn man davon ausgeht, dass es keine Entwicklung ohne Nebenwirkungen gibt, halte ich das nicht für ein Problem, bei dem man einfach nur Meta verurteilen sollte..
gageht, ist da dann auch noch Instagram ...Ich persönlich halte die Bedenken der Zivilgesellschaft für berechtigt, wenn man bedenkt, dass nur ein verschwindend kleiner Teil des gesamten Internets zugelassen wird und dass die Kontroverse, die Facebook im vergangenen Jahr erlebt hat, gerade darin bestand, „extreme Inhalte völlig unkontrolliert stehen zu lassen“. Ich stimme zu, dass es ohne Facebook nicht einmal diesen äußerst kleinen Teil des Internets gegeben hätte, aber das bestehende System hat eindeutig Mängel, die sich aus Facebooks eigenen Defiziten und daraus ergeben, dass Facebook selbst der Dienstanbieter ist. Und ich denke, die Aufgabe der Zivilgesellschaft ist es, das zu korrigieren.
Am wünschenswertesten wäre es wohl, wenn gemeinnützige Stiftungen die Lokalisierung etwas aktiver vorantreiben würden, um möglichst vielen Menschen zumindest ein Mindestmaß an Information zu garantieren. Ich wünschte, Mozilla würde sich etwas mehr ins Zeug legen … (... ) Sollte ich wenigstens Firefox installieren ..
Ich stimme dieser Perspektive ebenfalls zu.
Auch wenn kostenloses Internet ein Lockangebot zur Gewinnerzielung sein mag, ist es dennoch bedeutsam, dass es den Menschen zumindest eingeschränkten Zugang zu Informationen eröffnet hat.
Ich denke, dass ein System Einnahmen erzielen können muss, um nachhaltig zu sein; deshalb erscheint mir Metas Strategie zur Verbreitung des Internets eher als ein Ansatz, von dem beide Seiten profitieren können, als als einseitige Ausbeutung.
Der Aspekt des Kolonialismus ist beeindruckend.
Meiner Meinung nach hat es letztlich keine Bedeutung, wenn es nicht zu einer Internetumgebung führt, die der in den Industrieländern entspricht.
Es ist Augenwischerei, in unterentwickelten Ländern Brunnen zu graben oder den Transport von Wasser in Behältern zu erleichtern.
Nötig sind Planung und Umsetzung, um dort Wasser- und Abwassersysteme wie in den Industrieländern aufzubauen.