Screw You, Microsoft Edge
(charlespetzold.com)-
Charles Petzold kritisiert den MS-Edge-Browser
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Beim Surfen auf Bookshop.org (einem Online-Buchladen, der lokale Buchhandlungen unterstützt) zeigte der Edge-Browser ein Pop-up an, dass man das Buch bei Walmart günstiger kaufen könne
→ die größte Beleidigung seit MS Clippy, so seine Aussage..
- Die noch größere Beleidigung sei, dass Edge davon ausgegangen ist, er treffe seine Kaufentscheidung ausschließlich auf Basis des Preises
→ Es kann viele Gründe geben, sich beim Kauf eines Buches für einen bestimmten Laden zu entscheiden
→ Man kann seine Entscheidung davon abhängig machen, ob es sich um einen Händler handelt, der sich stärker auf Bücher konzentriert als große Ketten, vom Carbon Footprint, vom Ruf des Unternehmens hinsichtlich fairer Löhne, davon, welche politischen Kandidaten und Bewegungen es unterstützt, oder davon, ob der CEO seinen Reichtum nutzt, um ins All vorzudringen
- Das liegt einfach außerhalb des Bereichs des hirntoten Algorithmus von Edge, der nur Zahlen vergleicht
4 Kommentare
Ich habe Edge bisher nicht benutzt, daher frage ich: Gibt es im Edge-Browser eine Funktion, die auf Basis der Inhalte, die der Nutzer gerade ansieht, Werbung anzeigt?
In den Einstellungen kann man offenbar die Option „Mit Microsoft Edge einkaufen und Zeit und Geld sparen“ aktivieren.
Ich weiß allerdings nicht, ob das derzeit auch bei inländischen Shopping-Malls funktioniert.
Aber diese Formulierung selbst ist wirklich eine Option, um Geld zu sparen. hahaha
Uah, haha. Klar, Preis-Leistung ist wichtig, aber immer mehr Konsum dient nicht nur dem Preis, sondern auch der Selbstzufriedenheit, den eigenen Werten oder der Selbstdarstellung durch Statussymbole. Gute Werbung und Empfehlungen sollten das wohl unterscheiden können. Aber dafür müssten meine Daten noch besser und in größerem Umfang geteilt werden, deshalb sind gute Empfehlungen zwar bequem, aber auch beängstigend. Allerdings kenne ich Herrn Pejold auch nicht... (?)
Jüngere Entwickler kennen Petzold vielleicht nicht mehr … deshalb hier der Wikipedia-Link. Früher hat man bei der Windows-Entwicklung praktisch immer in seinen Büchern nachgeschlagen.
"Screw" kann man als entschärfte Form des F-Worts verstehen. Man flucht, aber es wirkt nicht vulgär, so ungefähr?
Wenn so ein bekannter älterer Herr das schreibt, wirkt es nochmal anders. Er scheint wirklich ziemlich wütend zu sein …