- Einige Design-Muster, die als Reaktion auf technische Einschränkungen entstanden sind, haben sich über bloße Trends hinaus zu universellen Formen der Software-Interaktion entwickelt
- KI-Oberflächen bringen visuelle und verhaltensbezogene Muster hervor, die KI symbolisieren oder auf ihre dialogorientierte Funktionsweise zugeschnitten sind, etwa ✨, Regenbogenfarben und streamender Text
- Glitzernder Text, der ursprünglich bedeutete, dass die KI „nachdenkt“, verbreitet sich inzwischen als Anzeige des Fortschritts allgemeiner asynchroner Aufgaben wie Datenabruf oder Berechnungen
- Desktop-KI-Apps wie Claude, Codex und Cursor verwenden kleinere und dünnere Icons als Apples macOS-Apps und kollidieren damit mit der systemspezifischen visuellen Textur des Betriebssystems
- Beige- und Cremetöne, orangefarbene Akzente, Serifenschriften und UI-Steuerelemente, deren Position sich ständig ändert, prägen ebenfalls eine eigene KI-Ästhetik, aber es ist noch unklar, was davon als langfristige Software-Konvention bleibt
Von KI hervorgebrachte Design-Muster
- In jeder Epoche entstehen neue Design-Muster, die auf die jeweils drängenden Herausforderungen reagieren; einige verschwinden wieder mit dem Trend, andere werden in bestehende Systeme der Software-Interaktion aufgenommen
- Das Hamburger-Menü (≡) verbreitete sich wegen der begrenzten Bildschirmgröße mobiler Geräte stark und hat sich danach auch in anderen Software-Bereichen als kompakte Darstellung für „mehr Menüinhalt“ etabliert
- Das Glitzer-Emoji ✨, dessen Bedeutung früher nicht klar umrissen war, dient heute zusammen mit Regenbogenfarben als visuelle Sprache, die für KI steht
- Streamender Text ist ein Muster, das für dialogorientierte KI-Oberflächen entwickelt und verfeinert wurde, weshalb sein Wiederverwendungsbereich in anderen Formen der Software-Interaktion begrenzt sein könnte
- Glitzernder Text, der anzeigt, dass die KI „nachdenkt“, wird inzwischen auch dafür wiederverwendet, den Fortschritt verschiedener asynchroner Aufgaben wie Nachdenken, Abrufen und Rechnen zu zeigen
Die sich ausbreitende Erscheinung von KI-Oberflächen
- Desktop-Electron-Apps wie Claude, Codex und Cursor verwenden deutlich kleinere und dünnere Icons als Apples macOS-Apps wie Finder, Photos und Mail
- Diese Icons kollidieren mit der visuellen Textur der System-Apps der Plattform
- Es ist nicht wünschenswert, dass kleine Icons zur allgemeinen Zukunft von Computeroberflächen werden
- Weitere mit KI verbundene Gestaltungsmerkmale sind Beige- und Cremetöne, orangefarbene Akzente und Serifenschriften
- Auch eine Whac-A-Mole-artige UI tritt auf, bei der beim Klicken auf einen Toggle die gesamte UI neu gezeichnet wird und die Maus für den nächsten Schritt an eine andere Stelle bewegt werden muss
- Ein Beispiel dafür, wie die nichtdeterministische Natur von KI bis in UI und User Experience hineinwirkt
- Ein Teil der heute entstehenden KI-Ästhetik wird verschwinden, doch anderes könnte sich in den kommenden Jahren oder Jahrzehnten als allgemeine Konvention der Software-Interaktion etablieren
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