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  • NASA hat im Rahmen ihres bemannten Mondforschungsprogramms Artemis II gestartet; vier Astronauten haben damit einen 10-tägigen Flug im cislunaren Raum begonnen
  • Ziel der Mission ist die Überprüfung der Lebenserhaltungs- und Medizinsysteme des Orion-Raumschiffs; zudem betreten erstmals in der Geschichte eine Frau und ein Astronaut of Color den Mondorbitalraum
  • Der Start erfolgte am Kennedy Space Center in Florida; an Bord sind Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen
  • Nach der Trennung der SLS-Rakete erreichte Orion die Erdumlaufbahn und soll anschließend per Translunar-Injection-Zündung zum rund 380.000 km entfernten Mond aufbrechen
  • Der Flug gilt als erste bemannte Mondorbitalmission seit Apollo 17 im Jahr 1972 und als wichtiger Testschritt für die künftige Mondlandung von Artemis IV

Start von Artemis II und Missionsüberblick

  • NASA hat Artemis II als Teil ihres bemannten Mondforschungsprogramms erfolgreich gestartet
    • Die Mission ist ein 10-tägiger Testflug, der ohne Mondlandung durch den cislunaren Raum zwischen Erd- und Mondorbit führt
    • Erstmals in der Geschichte dringen eine Frau und ein Astronaut of Color in den cislunaren Raum vor
    • Das Orion-Raumschiff könnte weiter von der Erde entfernt fliegen als je zuvor ein bemanntes Raumfahrzeug auf dem Rückweg zur Erde
  • Der Start erfolgte von Startrampe 39B am Kennedy Space Center in Florida um 18:35 Uhr (ET)
    • Zur Crew gehören die US-Amerikaner Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch sowie Jeremy Hansen von der kanadischen Raumfahrtagentur
    • Sie sind das erste bemannte Team seit Apollo 17 im Jahr 1972, das nach mehr als 50 Jahren wieder Kurs auf eine Mondumlaufbahn nimmt
  • Artemis II ist ein Testflug zur Überprüfung der Lebenserhaltungs- und Medizinsysteme der Orion-Kapsel für künftige Mondlandemissionen
    • Die nächste bemannte Mondlandung ist als Artemis IV (geplant für 2028) vorgesehen
    • Rund 30 Minuten nach dem Start wurden vier Solarpaneele erfolgreich entfaltet und begannen mit der Stromversorgung

Startort und Zuschauersituation

  • In Cape Canaveral, Titusville, Cocoa Beach und weiteren Orten in Florida verfolgten bis zu 400.000 Menschen den Start
    • Titusville liegt gegenüber auf der anderen Seite des Indian River und bietet direkte Sicht auf die Startrampe, was Erinnerungen an die Apollo-Ära der 1960er und 1970er Jahre weckt
    • Andrew Connors, Bürgermeister von Titusville, sagte, es sei etwas Besonderes, wenn eine Stadt mit 50.000 Einwohnern Hunderttausende Besucher empfange
    • Mit Verkehrsstaus werde gerechnet, doch die Polizei erklärte, man sei durch die Erfahrung mit zahlreichen Starts gut vorbereitet

Flugphasen direkt nach dem Start

  • Nach dem Start erreichte Orion die Erdumlaufbahn; die beiden Feststoffbooster des Space Launch System (SLS) trennten sich und stürzten in den Atlantik
    • Am zweiten Missionstag (Donnerstag) ist eine Translunar Injection geplant, die das Raumschiff in Richtung Mond in rund 240.000 Meilen (etwa 380.000 km) Entfernung bringen soll
    • Das Flugkontrollteam analysiert nach dem Eintritt in den Orbit die Systemdaten

Bewertung und Aussagen der NASA

  • NASA-Chef Jared Isaacman bezeichnete den Start als den „ersten Testflug des Orion-Raumschiffs und den Auftakt zu einem goldenen Zeitalter von Wissenschaft und Entdeckung
    • Er betonte, die Mission sei ein Vorstoß in neues Terrain und die Kombination aus SLS und Orion sei dabei entscheidend
    • Persönlich freue er sich am meisten auf das Splashdown
    • Das Ziel sei es, Stabilität und Sicherheit von Orion zu gewährleisten

Startvorbereitung und technische Überprüfung

  • Vor dem Start führte Startdirektorin Charlie Blackwell-Thompson die abschließende Kontrolle durch und kam zu dem Schluss: „Alle Teams sind startbereit
    • Sie richtete an die vier Crewmitglieder die Botschaft, es handle sich um eine „historische Mission, die die Hoffnung und den Pioniergeist der USA und der ganzen Welt trägt
    • Die Startzeit wurde ursprünglich von 18:24 Uhr (ET) auf 18:35 Uhr (ET) verschoben
  • Kurz vor dem Start wurde eine Auffälligkeit bei einem Batteriesensor gemeldet, doch NASA erklärte, es handle sich „mutmaßlich um einen Messfehler ohne Auswirkungen auf den Start
    • Das Problem betraf die Batterie des Motorcontrollers für die Lageregelung im Startabbruchsystem, wurde aber als unkritisch bestätigt

Missionsverlauf und weitere Termine

  • Nach dem Start begannen die Crewmitglieder während des Aufstiegs mit 17.500 mph (etwa 28.000 km/h) sofort mit der Überprüfung der Orion-Performance
    • Nach dem vollständigen Entfalten der Solarpaneele arbeitet das Stromsystem normal
    • NASA plant eine Pressekonferenz nach dem Start um 21:00 Uhr (ET)
    • Bis zum Splashdown im Pazifik in zehn Tagen soll fortlaufend über den Missionsverlauf informiert werden

Reaktionen vor Ort

  • In der Nähe des Kennedy Space Center beobachteten zahlreiche Menschen den Start unter dem klaren Himmel Floridas
    • Lokale Medien beschrieben das Ereignis als „überwältigendes Spektakel“ und berichteten von begeistertem Jubel über die Rückkehr bemannter Mondflüge nach mehreren Jahrzehnten

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