- Das israelische Geheimdienstunternehmen Black Cube wurde von der Regierung offiziell verurteilt, weil es versucht haben soll, in die slowenische Parlamentswahl einzugreifen und das Ergebnis zu manipulieren
- Es wurde bestätigt, dass Agenten, die mit einem Privatjet aus Tel Aviv eingereist waren, die Zentrale der rechtspopulistischen Oppositionspartei besucht haben
- Die Ermittlungen begannen nach einer Meldung von Anwohnern; der Geheimdienst (SOVA) verfolgt nun gemeinsam mit Behörden in mehreren europäischen Ländern die Hintermänner
- Den Ermittlungen zufolge waren die Agenten mit dem Ziel aktiv, die regierende Partei zu diffamieren und zu verdrängen, die Unterstützung für Palästina und die Ukraine bekundet hatte
- Der Vorfall verdeutlicht die Risiken einer zunehmenden Wahleinmischung und Informationskriegsführung in Europa und unterstreicht die Notwendigkeit internationaler Geheimdienstkooperation
Verdacht auf versuchte Manipulation der slowenischen Wahl
- Die slowenische Regierung erklärte, das israelische private Geheimdienstunternehmen Black Cube stehe im Verdacht, versucht zu haben, das Ergebnis der jüngsten Parlamentswahl zu manipulieren
- Das Unternehmen gilt als so verdeckt operierend, dass es sogar als „private Mossad“ bezeichnet wird
- Im vergangenen Dezember landete ein Privatjet aus Tel Aviv in Slowenien, an Bord zwei Agenten; die Behörden bestätigten, dass diese die Zentrale der rechtspopulistischen Oppositionspartei besucht hatten
- Auslöser der Ermittlungen war, dass Anwohner unbekannte Männer, die Fremdsprachen sprachen, verdächtig fanden und Journalisten sowie die Polizei informierten
- Der slowenische Geheimdienst (SOVA) arbeitet seitdem mit anderen europäischen Nachrichtendiensten zusammen, um ihre Identität festzustellen und die Hintergründe des Falls zu untersuchen
- Der Fall wird als Vorgang mit möglichen Auswirkungen im Zusammenhang mit den Kriegen in der Ukraine, Israel und Iran bewertet
- Nach Angaben der Behörden arbeiteten sie mit dem Ziel, die regierende Freiheitsbewegung (Freedom Movement), die öffentlich Unterstützung für Palästina und die Ukraine bekundet hatte, zu diffamieren und aus der Macht zu drängen
- Der Vorfall zeigt exemplarisch die Realität von Wahleinmischung und der Ausweitung von Informationskriegsführung in Europa und macht die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Nachrichtendiensten deutlich
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Es gab Berichte, dass es auch bei den französischen Regionalwahlen eine israelische Einmischung gegeben habe.
Der Originalartikel ist kostenpflichtig, aber schon aus der Überschrift geht das hervor.
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Den Berichten zufolge gaben sie sich als Investoren aus, bauten Beziehungen zu Politikern auf, verleiteten sie zu korrupten Aussagen und zeichneten diese dann auf, um sie zu veröffentlichen.
Allerdings dürfte die Reaktion je nachdem, welcher Politiker betroffen war, unterschiedlich ausfallen.
Wäre es ein rechtsextremer Politiker gewesen, hätte es womöglich weniger Kontroversen über Wahleinmischung gegeben.
Alle Videos sind geschnitten, daher ist der vollständige Kontext nicht erkennbar.
Die falschen Investoren wussten angeblich nichts über Rechenzentren, drängten aber ständig auf Bestechungsangebote, die sie nach eigener Aussage ablehnte.
Die Verzweiflung des Staates wird immer sichtbarer.
Künftig wird es noch ausgefeiltere Wahleinmischungen geben, und es ist möglich, dass auch in früheren Wahlen Spuren gefunden werden.
Deshalb greift man zu noch offeneren und riskanteren Taktiken, wodurch das Risiko der Entdeckung steigt.
Nur leben wir heute in einer Zeit, in der die ganze Welt sofort davon erfährt, sobald ein Vorfall bekannt wird.
Der Name „Black Cube“ ist interessant. Klingt, als hätte man „Sinister Obelisk“ nicht mehr verwenden können.
Ich frage mich, ob sie vielleicht auch das Abstimmungssystem dieses Boards manipulieren könnten.
Die meisten prüfen ihren Abstimmungsverlauf nicht, daher würde es kaum auffallen.
Außerdem könnte die App Login-Daten sammeln und an andere Websites senden.
In 15 Jahren Forenbetrieb habe ich solche Online-Meinungsmanipulation oft gesehen.
Die eigentlichen Videos sind auf anti-corruption2026.com veröffentlicht.
Sie sind auf Englisch, und sichtbar sind nur die Anhänge 1 bis 5.
In den Videos sind führende Persönlichkeiten Sloweniens zu sehen, wie sie über Korruption, illegales Lobbying und den Missbrauch von Staatsgeldern sprechen.
Es gibt bislang keine Beweise dafür, dass die Videos manipuliert wurden.
Viele scheinen allein beim Wort „israelische Firma“ bereits ein Urteil gefällt zu haben.
Meiner Meinung nach hätte eine Person wie diese schon in dem Moment festgenommen werden müssen, als sie Ljubljana betrat.
Als ich die Formulierung sah, dass „Agenten einer privaten Geheimdienstfirma, gegründet von ehemaligen Angehörigen der israelischen Streitkräfte, involviert waren“,
wirkte es wie eine weitere Wiederholung von Spionageaktivitäten israelischer Akteure.
Ein Verhalten ohne auch nur den geringsten Respekt vor Menschlichkeit vergiftet die Gesellschaft.
Die Macht und der Einfluss Israels sind wirklich erstaunlich.
In den USA fließen enorme Geldsummen und Waffen nach Israel, und in Europa gibt es ähnliche Strukturen.
In Italien etwa sitzen CEOs oder Anteilseigner israelischer Sicherheitsfirmen auf hohen Regierungsposten.
Journalisten haben das aufgedeckt, aber es ist nichts passiert.
Das ist schwer zu thematisieren, weil man sofort als Antisemit abgestempelt wird, wenn man so etwas kritisiert.
Allerdings ist ein solches Verhalten kein ausschließlich israelisches Problem.
Russland, China und die USA tun Ähnliches.
Reiche Juden, konservativ-christliche Lobbys, die Rüstungsindustrie und die geopolitischen Interessen der USA sind darin verflochten.
Netanjahu nutzt das, um seine eigenen politischen Ziele voranzutreiben.
Eher noch unterstützen die legalen inländischen Lobbygruppen Israel deutlich wirksamer.
Dasselbe gilt im Zusammenhang mit den Beziehungen zu Ägypten, Saudi-Arabien und den VAE.
dann könnte es nun eine Haltung zeigen, die weniger an moralische Beschränkungen gebunden ist.