- Im Zeitalter der Massenproduktion durch AI sinkt der Wert menschlichen kreativen Denkens, während menschliche Aufmerksamkeit (Attention) zu einer knappen Ressource wird
- Neue Produkte zu entwickeln ist einfacher geworden, aber wir befinden uns nun in einer Umgebung, in der es extrem schwierig ist, Aufmerksamkeit zu gewinnen
- Die Wirkung bestehender Kanäle (Suche, Social, Newsletter, Communitys) nimmt ab, sodass Reichweite allein über Marketing schwer zu erzielen ist
- Erfolgreiche Creator verfügen meist bereits über bestehende Reichweite (Reach) oder Kapital
- Da die Hürden für das Erschaffen gesunken sind, bleibt Geld als einziger Burggraben (Moat) übrig
Sinkender Wert menschlichen Denkens und die Knappheit von Aufmerksamkeit
- Der Wert menschlichen Denkens sinkt, während im Gegenzug der Wert menschlicher Aufmerksamkeit steigt
- Die Zahl der Menschen, die etwas sehen können, ist begrenzt, aber die Menge an Inhalten, die Aufmerksamkeit wollen, wächst unbegrenzt
- Früher war das Erschaffen selbst eine knappe Ressource, heute übernimmt Aufmerksamkeit (Attention) die Rolle des Filters
- Die meisten Creator befinden sich durch diesen Wandel in einer nachteiligen Position
Überproduktion von Kreativem im AI-Zeitalter
- Jeden Tag bringen Tausende neue Tools, SaaS, Newsletter und Apps auf den Markt, doch die meisten erhalten keine Aufmerksamkeit
- AI erstellt mit weit höherer Geschwindigkeit als Menschen eine große Zahl von Produkten
- In einem Kommentar wurde angemerkt: „Der Vorteil von AI-Tools ist, dass jeder etwas bauen kann, aber genau das ist auch ihr Nachteil.“
- Eine andere Meinung lautete, dass Aufwand (Effort) verschwunden sei und früher genau dieser Aufwand als Filter fungiert habe
Marktsättigung und die Grenzen des Marketings
- Der Ratschlag „Mach mehr Marketing“ funktioniert in der Realität nicht
- Bei Suche, Social, Newslettern und Communitys verschlechtert sich die Effizienz aller Kanäle
- Auch im Hacker-News-Thread „Ist Show HN tot?“ wird über den Rückgang von Sichtbarkeitschancen diskutiert
- Der Wettbewerb um Aufmerksamkeit wird exponentiell intensiver, sodass frühere Marketingmethoden nicht mehr greifen
Konzentration von Reichweite und Kapital
- Creator mit bestehenden Produkten oder Kapital sind klar im Vorteil
- In Zeiten, in denen Erschaffen schwierig war, waren Technik und Können die Differenzierungsfaktoren,
heute ist Reichweite (Reach) entscheidend, und die lässt sich nur mit Geld oder Zeit aufbauen
- Überschreitet Reichweite einen kritischen Punkt, vermehrt sie sich selbst, darunter bleibt selbst derselbe Aufwand wirkungslos
- Selbst bei gleicher Qualität und denselben Ideen ist das Ergebnis „0“, wenn die Sichtbarkeitslinie (Line) nicht überschritten wird
Die Schwierigkeit für neue Marktteilnehmer und der „Burggraben des Geldes“
- Für neue Creator ohne Reichweite oder Kapital könnte der Markteintritt faktisch blockiert sein
- „Vielleicht haben wir den kritischen Punkt bereits überschritten“
- Wer diese Realität ignoriert, könnte in dauerhaftem Scheitern enden
- Ich habe kürzlich Kith gestartet, ein kostenpflichtiges soziales Netzwerk nur auf Einladung
- Kennzeichnend sind nur per Klarnamen verifizierte Menschen, keine Algorithmen, keine Werbung, keine Bots, keine AI
- Es waren nur 14 Anmeldungen, aber die Bedeutung „echter Aufmerksamkeit von echten Menschen“ war dennoch spürbar
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