4 Punkte von GN⁺ 2026-02-01 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Der für 2025 vorhergesagte große Konjunktureinbruch ist zwar nicht eingetreten, doch im Jahr 2026 wird diese Möglichkeit erneut diskutiert
  • Arbeitslosenquote-Kurve und invertierte Zinsstrukturkurve gelten traditionell als Signale für eine Rezession, und bislang lässt sich nicht sagen, dass diese Prognose falsch war
  • Steigende Silber- und Goldpreise werden als Ausdruck wachsender Sorgen um den Wert des Dollars interpretiert; Anleger bevorzugen dabei Edelmetalle statt Fiat-Währungen
  • Die steigende Verschuldung der US-Regierung und eine KI-getriebene Blase am Aktienmarkt werden als potenzielle Risikofaktoren genannt
  • Als Gründe für die ausbleibende sofortige Marktreaktion werden die abwartende Haltung großer Investoren und eine Abstumpfung gegenüber wiederholten politischen Ereignissen genannt

Hintergrund der Prognose eines Konjunkturkollapses

  • Für 2025 wurde ein Wirtschaftskollaps auf dem Niveau von 2008 erwartet, der jedoch nicht eintrat
    • Als Begründung diente damals der zyklische Anstieg der Arbeitslosenquote-Kurve, wobei die Zeit von COVID-19 als Ausnahme galt
  • Ein weiterer Anhaltspunkt war die invertierte Zinsstrukturkurve (inverted yield curve)
    • In der Regel steigt die Wahrscheinlichkeit einer Rezession, wenn die Renditen langfristiger Anleihen unter denen kurzfristiger Anleihen liegen
    • Ist die Differenz zwischen den Renditen 10-jähriger und 2-jähriger US-Staatsanleihen negativ, spricht man von einer Inversion; in der Vergangenheit war das mehrfach ein Frühindikator für Rezessionen

Doch in diesem Jahr wird es eindeutig zu einem Konjunkturkollaps kommen

  • Der Silberpreis steigt schnell, und der Goldpreis zeigt eine ähnliche Entwicklung
    • Edelmetalle werden oft als Anlagealternative gewählt, wenn Sorgen über einen Wertverlust von Fiat-Geld (Dollar) aufkommen

„Machen sich die Menschen Sorgen um den US-Dollar?“

Strukturelle Risikofaktoren

  • Erstens ist die Verschuldung der US-Regierung ein langfristiger Risikofaktor
    • Solange das Vertrauen bestehen bleibt, gibt es kein Problem; wenn es jedoch erschüttert wird, besteht die Möglichkeit einer Verschärfung der Schuldenkrise

    „The bigger they are, the harder they fall“

  • Zweitens gibt es eine Blase am Aktienmarkt
    • Besonders die KI-Branche bläht sich durch eine zirkulierende Kapitalstruktur selbst auf, während eine kurzfristige Kapitalrendite unmöglich ist
    • Es gibt viele überbewertete Aktien (extrem hohes KGV) und unrealistische Geschäftsmodelle; Meme-Aktien sind dafür das extremste Beispiel
  • Es fühlt sich an, als bräuchte es nur noch einen kleinen Funken
  • Doch viele Funken sind bereits aufgetaucht und wieder verschwunden

Warum sich der Markt nicht bewegt

  • Trotz mehrfacher politischer und wirtschaftlicher Schocks (Zölle, Invasionsdrohungen, Proteste usw.) hat sich der Markt schnell wieder erholt

    „Ist der Markt zu stabil?“

  • Es gibt zwei Gründe, warum sich der Markt nicht bewegt
    1. Der Markt ist langsamer als je zuvor, und große Investoren halten lieber Cash, reagieren nicht auf kurzfristige Schwankungen und gehen davon aus, dass die Preise weiter steigen werden

    „Kunden wollen keine nervösen Fondsmanager“
    2. Wiederholte politische Ereignisse (z. B. sind Zölle diesmal bereits das 11. Mal) sorgen nicht länger für Überraschung

  • Mit anderen Worten: Der Markt bewegt sich nicht, weil kein einzelner Entscheidungsträger als Erster handeln will

Fazit

  • Vor einem Jahr gab es einige Anzeichen, doch „jetzt fühlt es sich an, als stünde alles kurz vor der Explosion“
  • Es wird eingeräumt, dass es dieses Gefühl der Unsicherheit auch früher schon gab, aber diesmal scheint es sicher richtig zu sein

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