- Die britische Regierung hat die Website „AI Skills Hub“ vorgestellt – mit dem Ziel, bis 2030 zehn Millionen Menschen mit AI-Kompetenzen auszustatten
- PwC lieferte das Projekt für rund 4,1 Millionen Pfund (etwa 8 Milliarden Won), doch die tatsächliche Funktionalität beschränkt sich im Wesentlichen auf einfache Links zu externen Lernplattformen
- Es wurden zahlreiche Probleme festgestellt, darunter nicht erfüllte Barrierefreiheitsstandards, falsche Rechtsinformationen, Bugs und eine unübersichtliche UI
- Besonders problematisch: Im Kurs „AI und geistiges Eigentum“ wird das US-amerikanische Konzept des „fair use“ fälschlich angewendet
- Kritisiert wird außerdem, dass kleine britische Webentwicklungsfirmen außen vor blieben, während der multinationale Konzern PwC mit einem Jahresumsatz von rund 60 Milliarden US-Dollar britisches Steuergeld ineffizient eingesetzt habe
Überblick über den AI Skills Hub
- Die britische Regierung kündigte an, über den „AI Skills Hub“ bis 2030 zehn Millionen Beschäftigte in AI-Kompetenzen zu schulen
- Die Website wurde von PwC im Rahmen eines Vertrags über 4,1 Millionen Pfund (etwa 8 Milliarden Won) entwickelt
- Laut offizieller Ankündigung soll sie kostenlosen Zugang zu AI-bezogenen Lernangeboten bieten
- Die Hauptfunktion der Website ist auf die Bereitstellung von Links zu externen Lernplattformen (z. B. Salesforce Trailhead) beschränkt
- Eigene Kursinhalte gibt es nicht; stattdessen werden lediglich bereits existierende externe Kurse verlinkt
Qualitäts- und Barrierefreiheitsprobleme
- Die UI-Qualität der Website ist sehr niedrig, die Nutzbarkeit entsprechend schwach
- Der Autor bewertet sie als „selbst für einen Prototyp peinlich“
- PwC räumte ein, dass die Barrierefreiheitsstandards nicht ordnungsgemäß eingehalten wurden
- Kritisiert wird, dass die Struktur selbst für Nutzer ohne Behinderung verwirrend und wegen zahlreicher Bugs schwer nutzbar ist
Falsche Rechtsinformationen
- Im Kurs „AI und geistiges Eigentum“ wird das Konzept „fair use“ erläutert
- „Fair use“ ist jedoch ein Begriff des US-Rechts; im Vereinigten Königreich gilt stattdessen „fair dealing“
- Dadurch enthält das Lernmaterial rechtlich unzutreffende Informationen
Designfehler und Bugs
- Der Button zur Kursanmeldung ist klein und unauffällig, sodass Nutzer ihn leicht übersehen können
- Am Seitenende wird statt einer Anmeldung nur ein Kommentarbereich angezeigt
- Die oben auf der Website verlinkte Funktion „Skills & Training Gap Analysis“ ist nicht öffentlich zugänglich
- Sie ist ohne klaren Grund geschlossen und sorgt so für Verwirrung bei Nutzern
Verschwendung öffentlicher Mittel und Kritik aus der Branche
- Der Autor bezeichnet die Ausgaben von 4,1 Millionen Pfund als „Verschwendung“
- Er stellt sie realen Problemen wie langen NHS-Wartezeiten, maroden Schulen und unzureichender Sozialversorgung gegenüber
- Kritisiert wird außerdem, dass kleine britische Webentwicklungsfirmen ausgeschlossen wurden
- Es wird behauptet, dass sich mit weniger als 5 % des Gesamtbudgets eine Website in besserer Qualität hätte erstellen lassen
- Obwohl PwC ein multinationaler Konzern mit rund 60 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz ist, habe das Unternehmen britisches Steuergeld ineffizient verwendet
Fazit
- Der „AI Skills Hub“ bietet gemessen an den hohen Entwicklungskosten nur sehr eingeschränkte Funktionen und Qualität
- Der Fall wirft Fragen zur Effizienz und Transparenz öffentlicher IT-Projekte auf
- Es besteht Bedarf, die Beteiligung kleiner und mittlerer Technologieunternehmen im Vereinigten Königreich auszuweiten
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