4 Punkte von GN⁺ 2026-01-30 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Die britische Regierung hat die Website „AI Skills Hub“ vorgestellt – mit dem Ziel, bis 2030 zehn Millionen Menschen mit AI-Kompetenzen auszustatten
  • PwC lieferte das Projekt für rund 4,1 Millionen Pfund (etwa 8 Milliarden Won), doch die tatsächliche Funktionalität beschränkt sich im Wesentlichen auf einfache Links zu externen Lernplattformen
  • Es wurden zahlreiche Probleme festgestellt, darunter nicht erfüllte Barrierefreiheitsstandards, falsche Rechtsinformationen, Bugs und eine unübersichtliche UI
  • Besonders problematisch: Im Kurs „AI und geistiges Eigentum“ wird das US-amerikanische Konzept des „fair use“ fälschlich angewendet
  • Kritisiert wird außerdem, dass kleine britische Webentwicklungsfirmen außen vor blieben, während der multinationale Konzern PwC mit einem Jahresumsatz von rund 60 Milliarden US-Dollar britisches Steuergeld ineffizient eingesetzt habe

Überblick über den AI Skills Hub

  • Die britische Regierung kündigte an, über den „AI Skills Hub“ bis 2030 zehn Millionen Beschäftigte in AI-Kompetenzen zu schulen
    • Die Website wurde von PwC im Rahmen eines Vertrags über 4,1 Millionen Pfund (etwa 8 Milliarden Won) entwickelt
    • Laut offizieller Ankündigung soll sie kostenlosen Zugang zu AI-bezogenen Lernangeboten bieten
  • Die Hauptfunktion der Website ist auf die Bereitstellung von Links zu externen Lernplattformen (z. B. Salesforce Trailhead) beschränkt
    • Eigene Kursinhalte gibt es nicht; stattdessen werden lediglich bereits existierende externe Kurse verlinkt

Qualitäts- und Barrierefreiheitsprobleme

  • Die UI-Qualität der Website ist sehr niedrig, die Nutzbarkeit entsprechend schwach
    • Der Autor bewertet sie als „selbst für einen Prototyp peinlich“
  • PwC räumte ein, dass die Barrierefreiheitsstandards nicht ordnungsgemäß eingehalten wurden
    • Kritisiert wird, dass die Struktur selbst für Nutzer ohne Behinderung verwirrend und wegen zahlreicher Bugs schwer nutzbar ist

Falsche Rechtsinformationen

  • Im Kurs „AI und geistiges Eigentum“ wird das Konzept „fair use“ erläutert
    • „Fair use“ ist jedoch ein Begriff des US-Rechts; im Vereinigten Königreich gilt stattdessen „fair dealing“
    • Dadurch enthält das Lernmaterial rechtlich unzutreffende Informationen

Designfehler und Bugs

  • Der Button zur Kursanmeldung ist klein und unauffällig, sodass Nutzer ihn leicht übersehen können
    • Am Seitenende wird statt einer Anmeldung nur ein Kommentarbereich angezeigt
  • Die oben auf der Website verlinkte Funktion „Skills & Training Gap Analysis“ ist nicht öffentlich zugänglich
    • Sie ist ohne klaren Grund geschlossen und sorgt so für Verwirrung bei Nutzern

Verschwendung öffentlicher Mittel und Kritik aus der Branche

  • Der Autor bezeichnet die Ausgaben von 4,1 Millionen Pfund als „Verschwendung“
    • Er stellt sie realen Problemen wie langen NHS-Wartezeiten, maroden Schulen und unzureichender Sozialversorgung gegenüber
  • Kritisiert wird außerdem, dass kleine britische Webentwicklungsfirmen ausgeschlossen wurden
    • Es wird behauptet, dass sich mit weniger als 5 % des Gesamtbudgets eine Website in besserer Qualität hätte erstellen lassen
    • Obwohl PwC ein multinationaler Konzern mit rund 60 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz ist, habe das Unternehmen britisches Steuergeld ineffizient verwendet

Fazit

  • Der „AI Skills Hub“ bietet gemessen an den hohen Entwicklungskosten nur sehr eingeschränkte Funktionen und Qualität
  • Der Fall wirft Fragen zur Effizienz und Transparenz öffentlicher IT-Projekte auf
  • Es besteht Bedarf, die Beteiligung kleiner und mittlerer Technologieunternehmen im Vereinigten Königreich auszuweiten

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