1 Punkte von GN⁺ 2026-01-29 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Es wurde ein Fall bekannt, bei dem mithilfe von ADS-B-Signal-Spoofing ein Meme-Bild von JD Vance in Rasterform auf einer Flugverfolgungskarte dargestellt wurde
  • Das betreffende Signal wurde offenbar unter Verwendung des ICAO-Identifikationscodes von AF2 (dem Flugzeug des US-Vizepräsidenten) ausgesendet
  • Auf der verlinkten ADSBExchange-Karte lässt sich die Flugspur über Mar-a-Lago nahe Palm Beach in Florida nachvollziehen
  • Dem Beitrag war zudem die satirische FormulierungAls Nächstes Altersverifikation für ADS-B?“ beigefügt
  • Der Fall erhält Aufmerksamkeit als Beispiel, das Sicherheitslücken und Manipulierbarkeit des Luftfahrtsignalsystems offenlegt

Überblick über den ADS-B-Signal-Spoofing-Vorfall

  • Der Beitrag zeigt über einen bestimmten Link auf der Website ADSBExchange Flugdaten, die unter dem ICAO-Code adfdf9 angezeigt werden
    • Die Position ist auf Breitengrad 26.678, Längengrad -80.030 bei einem Zoom-Level von 14.4 eingestellt
    • Die betreffende Flugspur stammt aus Daten vom 28. Januar 2026 und stellt auf der Karte als Flugroute ein JD-Vance-Meme dar
  • Der verwendete ICAO-Identifier wird ausdrücklich als AF2 angegeben, also als Code des Flugzeugs des US-Vizepräsidenten
  • Der Verfasser ergänzt den Satz „Next up, age verification for ADSB?“ und verspottet damit die Offenheit des ADS-B-Systems und das Fehlen von Verifikation

Reaktionen in den Kommentaren

  • Der erste Kommentar beschränkt sich auf den Hinweis zur Wortkorrektur von „Rasterize
  • Der zweite Kommentar erwähnt ein Tektronix-T4014-Terminal und erinnert an frühere Erfahrungen mit Grafikgeräten
  • Weitere technische Analysen oder Hintergrundinformationen zu dem Vorfall werden nicht erwähnt

Verwandte Links und Tags

  • Der Beitrag enthält die Tags adsb, trump
  • Als weitere Artikel werden verschärfte WhatsApp-Sicherheitseinstellungen sowie Diskussionen im US-Kongress zur Meinungsfreiheit verlinkt
  • Eine direkte Verbindung zu diesem Vorfall wird jedoch nicht ausdrücklich genannt

1 Kommentare

 
GN⁺ 2026-01-29
Hacker-News-Kommentare
  • Bei diesem Vorfall wurden nicht die ADS-B-Signale selbst manipuliert, sondern es wurden lediglich falsche Daten zu adsbexchange hochgeladen.
    Normalerweise sendet ein Feeder Daten an mehrere Seiten, in diesem Fall wurde aber offenbar nur eine verwendet.
    Eine entsprechende Diskussion gibt es auf Reddit r/adsb. Bei FR24, airplanes.live, theairtraffic.com usw. tauchen diese Daten nicht auf.
    Auf der adsb-x-Feeder-Karte (Link) sollte sich wohl leicht nachvollziehen lassen, wer die Daten hochgeladen hat.

    • Das ist ein Streich auf dem Niveau von Wikipedia-Gekritzel. Es hat kein Sicherheitssystem gestört, sondern war einfach unreifes Verhalten.
      Das wird bald korrigiert werden, und adsbexchange dürfte seine Sicherheit wohl ebenfalls verschärfen.
  • Wie auch in anderen Kommentaren erwähnt wurde, ging es hier nicht um manipulierte RF-Signale, sondern um falsche Daten, die über das Internet eingespeist wurden.
    Interessant ist, dass es diesmal nicht bloß Vector Art oder Text war, sondern Spoofing in Form eines Rasterbilds.
    In Florida dürften mehrere Empfänger echte ADS-B-Signale aufgefangen haben, und die meisten Aggregationssysteme verfügen über Anti-Spoofing-Funktionen.
    Ein Beispiel für echtes RF-Spoofing ist ein Vorfall, bei dem eine US-Behörde in der Nähe von Washington, D.C. TCAS-Systeme gestört hat — Artikel dazu

    • Früher gab es in der Nähe von New York einmal einen fehlerhaften TIS-B-Stream aufgrund eines Fehlers bei der Berechnung der magnetischen Missweisung im FAA-System.
      Dabei entstanden falsche Ziele, die gegenüber der tatsächlichen Flugzeugposition um etwa 13 Grad verdreht waren (Referenzlink).
      Ähnliche TIS-B-Fehler traten 2022 auch in Dallas und bei LAX auf (Link1).
    • Wenn man sich den Verlauf dieses Luftfahrzeugs ansieht, gab es nur MLAT-basiertes Tracking; jetzt ist zum ersten Mal überhaupt ein ADS-B-Track aufgetaucht.
      Die Daten selbst waren völlig kaputt — zum Beispiel wurde eine 747 so angezeigt, als würde sie in 50.000 Fuß Höhe mit 80 Knoten fliegen.
    • Wenn tatsächlich RF-Signale gespooft worden wären, müsste man dafür nicht einmal in der Nähe des Orts sein.
      Genau wie bei GPS-Spoofing wäre das auch aus der Ferne möglich.
  • In den USA wird derzeit ja schnell alles als inländischer Terrorismus eingeordnet, daher fragt man sich, ob das hier ebenfalls so behandelt wird.

  • FCC und FAA sind Behörden, mit denen man sich auf keinen Fall anlegen sollte.
    Wäre das echtes RF-Spoofing gewesen, hätte das richtig übel ausgehen können.

    • Tatsächlich wirkt es eher wie manipuliertes Hochladen von Daten statt Manipulation von Funksignalen.
      Die FAA dürfte das trotzdem nicht gut finden, aber es ist deutlich weniger gravierend.
      Fluglotsen verwenden adsbexchange-Daten ohnehin nicht direkt.
    • Außerdem ist problematisch, dass das in der Nähe eines Flughafens passiert ist.
    • (Scherzhaft:) Das könnte auch davon abhängen, wie sehr DOGE die Führung ruiniert hat.
  • Die Daten sind immer noch vorhanden — adsbexchange-Link

    • Jemand hat einen gefälschten Feeder betrieben und so Daten hochgeladen. Echtes Funk-Spoofing gab es nicht.
    • Als Nächstes malt jemand vielleicht noch ein Bild von Trump und Putin am Weißen Haus (Artikel dazu).
  • Vances Gesicht befindet sich mitten in Mar-a-Lago (Kartenlink).
    Der adsbexchange-Track ist ebenfalls einsehbar.

    • Jemand machte den Witz, dass beim Extrahieren der Positionsnachrichten (Type Code 9–18) aus DF17-Frames, dem Dekodieren per CPR und dem Anordnen der Punktwolke als QR-Code am Ende die URL zu den Epstein-Files herauskomme.
  • Das Original ist verschwunden, aber im archive.is-Backup lässt es sich noch ansehen.

  • Vermutlich wurde eine Daten-Sammel-API wie die von FlightAware getäuscht.
    Echte ADS-B-Signale wurden nicht manipuliert.

    • Wären RF-Signale manipuliert worden, könnte die FCC das sofort zurückverfolgen und eine Geldstrafe von bis zu 100.000 Dollar verhängen.
      FlightAware mit Spam zu fluten ist weniger schwerwiegend, aber selbst dann sollte man lebenswichtige Infrastruktur nicht wie ein Spielzeug behandeln.
  • Es kam die Frage auf, ob das nicht illegal sei.

    • Es handelt sich zwar nicht um illegales Senden in einem Ausmaß, bei dem FAA oder FCC direkt eingreifen müssten, aber andere rechtliche Konsequenzen sind möglich.
  • Für Leute, die das JD-Vance-Meme nicht kennen, wurde ein KnowYourMeme-Link geteilt.

    • Persönlich am lustigsten fand jemand die Version Emo JD Vance (Amazon-Link).
      Auch ein von einer republikanischen Abgeordneten selbst erstellter Yassified Vance-Fan-Edit sei extrem lustig (Twitter-Link).
    • Das hat für längeres Gelächter gesorgt.