- Die Radboud-Universität hat Fairphone als Standard-Smartphone für Mitarbeitende eingeführt; ausschlaggebend waren Nachhaltigkeit, Kosteneffizienz und einfache Verwaltung
- Fairphone bietet eine Bauweise, bei der sich Teile wie Akku und Display leicht austauschen lassen, was die Lebensdauer verlängert, und verwendet faire Materialien wie recycelten Kunststoff und Aluminium
- Parallel dazu gelten die Richtlinien zur Wiederverwendung bestehender Samsung-Geräte und zur weiteren Nutzung von iPhones; zurückgegebene iPhones werden nicht erneut ausgegeben
- Durch die Verwaltung eines einzelnen Modells sichert sich die Universität betriebliche Effizienz wie geringere Lagerbestände, schnelleren Support und einheitliche Handbücher
- Mit 5 Jahren Garantie und 8 Jahren Software-Support passt Fairphone zur Kreislaufstrategie für ICT-Hardware der Universität
Eigenschaften und Nachhaltigkeit von Fairphone
- Fairphone ist mit einer Konstruktion gefertigt, bei der sich Hauptkomponenten wie Akku und Display leicht austauschen lassen, sodass eine langfristige Nutzung möglich ist
- Dieses Design trägt zur Verlängerung der Lebensdauer des Geräts bei
- Im Produktionsprozess werden faire Materialien wie recycelter Kunststoff und Aluminium so weit wie möglich eingesetzt
- Zudem wird Wert auf sichere und faire Arbeitsbedingungen in den Fertigungsstätten gelegt
Richtlinien zur Geräteausgabe und Nutzung
- Die Abteilung Information & Library Services (ILS) gibt Fairphones an Mitarbeitende aus
- Neben neuen Fairphones können auch zurückgegebene Samsung-Geräte wiederverwendet werden, sofern sie die technischen und altersbezogenen Kriterien erfüllen
- Bis die Bestände aufgebraucht sind, erhalten manche Mitarbeitende möglicherweise nicht sofort ein Fairphone
- Bereits von der Radboud-Universität ausgegebene iPhones können bei ordnungsgemäßer Funktion weiter genutzt werden
- Zurückgegebene iPhones werden jedoch nicht erneut ausgegeben
- Mitarbeitende, die ihr privates Smartphone beruflich nutzen möchten, können eine RU-SIM-Karte beantragen
- Für die Nutzung privater Geräte gibt es keine Kostenerstattung
- Sowohl bereits ausgegebene Smartphones als auch private Geräte fallen unter den technischen Support von ILS
Kosteneffizienz und vereinfachte Verwaltung
- Fairphone verursacht durch seine lange Lebensdauer niedrigere Gesamtkosten als vergleichbare Geräte
- Indem die Universität nur ein einziges Modell beschafft, verwaltet und unterstützt,
- erreicht sie geringere Lagerbestände, vereinfachte Verwaltung und schnelleren Support
- außerdem müssen Handbücher und Leitfäden nur noch für ein einziges Gerät gepflegt werden
- Durch geringere Wissensinvestitionen in verschiedene Modelle und Marken
- werden Störungsbearbeitung und Geräteaustausch beschleunigt
Kreislaufstrategie und langfristiger Support
- Fairphone bietet 5 Jahre Garantie und bis zu 8 Jahre Software-Support
- Dadurch verlängert sich der Austauschzyklus der Geräte
- Diese Eigenschaften entsprechen der Kreislaufstrategie für ICT-Hardware der Radboud-Universität
- Ziel dieser Strategie ist die möglichst lange Nutzung und Wiederverwendung von Geräten
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Durch die Nutzung von Fairphone bin ich bei der Reparierbarkeit skeptisch geworden
Mein Handy ist auf Kies gefallen und der Power-Button (zugleich Fingerabdrucksensor) wurde verkratzt, aber dieses Teil wird nicht als Ersatzteil verkauft
Der örtliche Reparaturladen sagte mir, Fairphone könne nicht repariert werden, weil das Unternehmen alle Reparaturen zwingend an ein zentrales Servicecenter schickt
Am Ende müsste ich das Handy zwei Wochen abgeben und Diagnosekosten sowie unklare Reparaturkosten bezahlen
Ich unterstütze die Philosophie des Unternehmens, aber die tatsächliche Produkterfahrung ist enttäuschend
Ich frage mich, ob es irgendeine Möglichkeit gibt, einen verkratzten Fingerabdrucksensor wiederherzustellen
Der Kratzer wird als Teil des Fingerabdruckmusters erkannt, sodass schon kleine Positionsunterschiede die Erkennung verändern
Wenn nur die Beschichtung beschädigt ist, müsste man sie mit demselben Material auffüllen, aber bei einem kapazitiven Sensor ist eine Eigenreparatur praktisch kaum möglich
Bei Fairphone können auch Endkunden Module direkt kaufen, es gibt also keinen Grund, unbedingt direkt mit dem Unternehmen handeln zu müssen
Vermutlich haben manche Werkstätten einfach die Policy, Nischenmarken grundsätzlich nicht anzunehmen
Das Fingerabdruckmodul kann man bei Fairphone allerdings durchaus als Achillesferse bezeichnen
Es gibt zu wenige Nutzer, daher ist die Ersatzteilversorgung schwierig, Produkte werden oft eingestellt, und es ist schwer, Techniker mit Reparaturerfahrung zu finden
Es gab Ghost Touches, bei denen der Bildschirm zufällige Eingaben auslöste, aber ich konnte kein Ersatzdisplay direkt bekommen und musste das Gerät zwingend an die Zentrale schicken
Das wurde als Maßnahme für die Umwelt begründet, war am Ende aber unpraktisch
Wegen solcher Erfahrungen und häufiger Softwareprobleme fällt es mir schwer, es in meinem Umfeld zu empfehlen
Zugehöriger Forenthread: Ghost inputs on FP4
Mein Freund hat auch ein Fairphone gekauft, weil er glaubte, es sei modular austauschbar, musste aber vier Jahre später ein neues Handy kaufen, weil das Modell eingestellt wurde
Ich frage mich, ob ein gebrauchtes Samsung nicht wirtschaftlicher und nachhaltiger wäre
FP3-Teile werden immer noch verkauft, und sogar Displays für das 2015 erschienene FP2 kann man noch kaufen
FP3-Untermodul, Liste der Ersatzteile
Auch ein gebrauchtes Fairphone zu kaufen ist eine gute Option
Für das FP2 gibt es auch nach 11 Jahren noch einige Teile, und für das FP3 wird weiterhin alles verkauft
Nur der Software-Support ist enttäuschend
Das FP3 bekommt zwar noch Sicherheitsupdates, aber keine großen Android-Versionsupgrades, wodurch App-Kompatibilitätsprobleme entstehen
Die Hardware-Upgrades sind gering, aber dank Originalteilen und leicht zerlegbarer Konstruktion eignet es sich gut für eine lange Nutzung
Bei einer anderen Marke hätte ich wahrscheinlich schon mein viertes Handy gekauft
Wegen der einfachen Austauschbarkeit der Teile bin ich auch wirtschaftlich zufrieden
FP2-Ersatzteilseite
Im Universitätsumfeld scheint die austauschbare Bauweise von Fairphone besonders nützlich zu sein
Der IT-Service-Desk kann Teile auf Lager halten und sofort reparieren
Wenn ich solche Nachrichten sehe, frage ich mich, ob es Nachfrage nach einem OSS-basierten mobilen OS gibt, das nicht von Google, Apple oder Microsoft abhängig ist
Ein Open-Source-MDM mit Verwaltungsfunktionen auf Chromebook-Niveau wäre schön
Es wird von 1st-Party-Lösungen wie Landscape oder MDM-Anbietern wie Scalefusion, Jumpcloud unterstützt
Ich frage mich, warum europäische Hardware-Anbieter wie Fairphone oder Volta nicht kooperieren
Ich nutze ein FP4 mit /e/OS
Sofortige Reparaturen sind möglich, sodass Backup-, Übertragungs- und Versandprozesse entfallen, und auch dass Fairphone stabile Partnerschaften gesichert hat, ist positiv
Fairphone ist ein großartiges Produkt und bietet auch eine de-googled Android-Version an
Dass es in den Niederlanden entwickelt wurde, ist ebenfalls attraktiv
Dank Langzeit-Support und guter Ersatzteilverfügbarkeit eignet es sich auch dafür, dass eine Universität Geräte auf Lager hält
Das ist ähnlich wie bei Gigaset oder HMD, die nur innerhalb Europas montieren
Wenn man die Teile selbst zusammensetzt, könnte man es vielleicht sogar „Made in Europe“ nennen
Mir gefällt, dass Fairphone schrittweise umstellt und dabei bestehende Samsung-Bestände weiterverwendet
Es ist beeindruckend, wie so nachhaltige Standardisierung vorangetrieben und zugleich unnötiger Abfall reduziert wird
Es gibt bereits Unternehmen, die Fairphone eingeführt haben
Das Unternehmen meiner Frau ist vor einigen Jahren ebenfalls von Apple auf Fairphone umgestiegen und hat etwa 10.000 Mitarbeiter
Ich warte seit sechs Jahren auf einen Markt für alternative Smartphones
Ich will einfach nur ein Gerät mit Kopfhörerbuchse und Webbrowser, das nicht an Apple- oder Google-Dienste gebunden ist
Telefoniefunktionen brauche ich gar nicht
Ich überlege inzwischen, einfach wieder zu einer Kombination aus Feature-Phone + Digitalkamera zurückzukehren
Relevante Liste: Linux Tablets
Interessant ist, dass die Universität ein Standardmodell gewählt hat
Offenbar setzt man auf Eigenreparaturen, und ich frage mich, ob das in Bezug auf Kosten und Know-how sinnvoll ist
Die Zusammenarbeit mit einem niederländischen Unternehmen dürfte ebenfalls ein Grund sein
Universitäten haben bereits interne IT-Service-Teams, daher sind Handys mit austauschbaren Teilen effizient
Meine Universität schafft gerade Festnetztelefone ab und stellt auf Teams-basiertes VoIP um
Da man Privattelefone nicht erzwingen kann, gibt man Diensthandys aus, um die Nutzung von Microsoft Authenticator zu fördern
Bei Fairphone sind Akku-, Board- und Displaytausch einfach und mit PC-Reparaturen vergleichbar
Dass die IT-Abteilung die privaten Handys der Mitarbeiter verwaltet, stößt in der Regel auf große Ablehnung