- Fairphone 6 unterstützt dank modularem Aufbau den einfachen Austausch wichtiger Komponenten
- Im neuen Design werden flache Kanten und ein Power-Button im Neon-Stil eingeführt
- Marktstart in Europa am 25. Juni geplant, der Einstiegspreis wird auf 549 Euro geschätzt
- Erwartet werden ein 6,31-Zoll-pOLED-120-Hz-Display, ein Snapdragon 7s Gen 3-Chipsatz und ein 4415-mAh-Akku
- Hervorgehoben wird die mögliche EU-Klassifizierung "A" bei Demontage, Reparierbarkeit und Haltbarkeit
Wichtige Änderungen und Merkmale des Fairphone 6
- Fairphone will sein sechstes Smartphone mit Fokus auf Nachhaltigkeit auf den Markt bringen
- Durch vorab geleakte Renderbilder wurden das neue Design und zentrale Funktionen schon vor der offiziellen Vorstellung bekannt
Neue Designelemente
- Es soll in drei Farben (Schwarz, Weiß, Grün) erscheinen und bleibt damit der Farbpalette des Vorgängers ähnlich
- Beim äußeren Design des Geräts gibt es deutliche Veränderungen
- Ein Power-Button im Neon-Stil kommt zum Einsatz, wodurch der erste Eindruck teilweise an einige Pixel-Modelle erinnert
- Ein Design mit flachen Kanten wird eingeführt und verändert sowohl die Haptik als auch den Stil
- Statt der bisherigen hervorstehenden Kameraleiste gibt es nun ein Kamerasystem mit getrennten einzelnen Modulen
Modularer Aufbau und Reparierbarkeit
- Laut den geleakten Marketingbildern lässt sich die Abdeckung unterhalb der Kamera durch das Lösen von nur zwei Schrauben entfernen
- Nach dem Entfernen der Schrauben ist ein Austausch des Akkus möglich
- Der Akku wird im Gehäuse nicht mit Klebstoff, sondern mit zusätzlichen Schrauben befestigt
- Ein ähnlicher Aufbau soll auch bei Kamera-, Display- und Lautsprechermodulen verwendet werden, was den Austausch und die Reparatur der einzelnen Teile erleichtert
- Für mehr Nachhaltigkeit wurden Reparierbarkeit und Modularität insgesamt als höchste Priorität in das Design aufgenommen
Spezifikationen und Zertifizierung
- Die offizielle Vorstellung ist für den 25. Juni geplant, der Startpreis beginnt bei 549 Euro
- Die wichtigsten Hardware-Spezifikationen sind wie folgt
- 6,31-Zoll-pOLED-120-Hz-Display
- Snapdragon 7s Gen 3-Prozessor
- 8 GB RAM und 256 GB interner Speicher (Erweiterung per microSD auf bis zu 2 TB unterstützt)
- 4415-mAh-Akku mit Unterstützung für 33-W-Schnellladen
- 50-MP-Hauptkamera auf der Rückseite, 13-MP-Zusatzkamera und 32-MP-Selfie-Kamera auf der Vorderseite
- Es wird angegeben, dass das Gerät sowohl bei Reparierbarkeit als auch bei Haltbarkeit die EU-Klasse-"A"-Zertifizierung erhalten dürfte
Zusammenfassung
- Das auffälligste Merkmal des Fairphone 6 ist sein innovatives modulares Design, das es Nutzern ermöglicht, Komponenten selbst einfach auszutauschen und Reparaturen vorzunehmen
- Zusammen mit den Designänderungen liegt der Fokus klar auf ökologischer Nachhaltigkeit, während die Hardware mit aktuellen Android-Smartphones der Mittelklasse mithalten kann
- Es erfüllt die Anforderungen des europäischen Marktes und bietet zugleich einfache Reparierbarkeit und Upgrade-Fähigkeit, wodurch es noch praktischer und umweltfreundlicher als frühere Modelle ist
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Alle Smartphones werden irgendwann veraltet, aber ich würde gern mehr Möglichkeiten sehen, ihre internen Komponenten anderweitig zu nutzen. Zum Beispiel fände ich die Idee sehr attraktiv, dass jemand ein Gehäuse baut, das als Multiport-Dockingstation dient, sodass man ältere Smartphones mit entsperrtem Bootloader (typischerweise Fairphones) mit einem anderen OS flashen und dann als Geräte mit größerem Bildschirm wiederverwenden kann, etwa als Mini-PC, Mediaplayer oder IoT-Wall-Terminal. Es frustriert mich, wenn vollkommen funktionsfähige Elektronik wegen geplanter Obsoleszenz auf der Müllhalde landet. Wenigstens für entsperrte Smartphones hoffe ich auf solche Nutzungsmöglichkeiten. Framework hat mit Laptop-Mainboards etwas Ähnliches gemacht, nur ohne Dockingstation-Funktionalität (Laptops haben ja ohnehin mehr Ports als Smartphones). Ich frage mich, ob so etwas auch mit Fairphone-Hardware möglich wäre
Es wurde ja das Pixel erwähnt, und ich hoffe wirklich, dass irgendjemand den Fingerabdrucksensor auf der Rückseite zurückbringt. Ich halte das nach wie vor für die beste Lösung. Das Handy wird schon entsperrt, während man es aus der Tasche zieht, also ist das Tempo unschlagbar; selbst wenn der Sensor an sich langsamer wäre, ist es in der Praxis immer noch das schnellste Entsperrerlebnis. Ich verstehe wirklich nicht, warum Leute Face ID besser finden (ich nutze aktuell selbst Face ID). Bitte bringt irgendwer den rückseitigen Fingerabdrucksensor zurück
Ich warte schon lange auf eine Zusammenarbeit zwischen Fairphone und GrapheneOS. Diese Kombination wäre wirklich ein perfektes Match. Falls irgendein Fairphone-/GrapheneOS-Entwickler das hier liest: Wenn die Sicherheit nicht ganz ausreicht, dokumentiert es meinetwegen, aber versucht es bitte trotzdem einfach. Es wäre sehr schade, wenn man wegen allerlei Zögern nie das wahre "THE PHONE" auf den Markt bringt, obwohl die Partner so gut zusammenpassen. Gebt uns ein Smartphone der zweiten Generation mit der CPU, die GrapheneOS haben will, und die Community auf r/GrapheneOS wäre begeistert und würde Geld darauf werfen. Physische Hardware-Schalter für Kamera, Mikrofon und Netzwerk wären das Sahnehäubchen. Es muss beim ersten Versuch nicht perfekt sein; bei der zweiten oder dritten Version kann man es weiter verfeinern, wichtig ist erst mal, überhaupt anzufangen. Es fühlt sich einfach extrem ineffizient an, nur ein Google Pixel zu kaufen, GrapheneOS darauf zu installieren und dann aus dem Google-Ökosystem zu fliehen
Ich finde es ziemlich traurig, dass es heute schon als Verbesserung gilt, wenn man sagt: "Der Akku ist mit Schrauben befestigt und nicht verklebt." Bis vor 2016 hatten die meisten Android-Smartphones [1] Akkus, die sich ohne Werkzeug leicht austauschen ließen, [2] einen microSD-Slot, [3] eine Klinkenbuchse, [4] bei vielen Modellen Dual-SIM und [5] gerade im Einstiegsbereich oft die Möglichkeit zum Rooten oder Entsperren des Bootloaders. Heute bekommt man nur schnellere CPUs, mehr nicht erweiterbaren Speicher und noch mehr Kameras obendrauf. Dazu gab es auch eine denkwürdige Samsung-Werbung YouTube-Werbung
Ich hatte das Glück, ein Fairphone 4 im Angebot zu kaufen, und inzwischen hätte ich nicht einmal mehr ein Problem damit, den Vollpreis zu zahlen. Es ist gemessen an den Spezifikationen zwar teuer, aber allein die Bemühungen um eine robustere Lieferkette und die Möglichkeit zur Selbstreparatur (ich habe nur den USB-C-Port getauscht, und das war sehr einfach) sind für mich den Preis wert. Mein einziger wirklicher Kritikpunkt war, dass nicht besser im Voraus kommuniziert wurde, dass das Update auf Android 14 nicht kommen würde, aber Sicherheitsupdates gibt es weiterhin zuverlässig. (Und dass die Klinkenbuchse entfernt wurde, ist ebenfalls schade, aber das scheint inzwischen leider der allgemeine Trend zu sein)
Mein Traum-Smartphone hätte folgende Eigenschaften: vom Nutzer wechselbarer Akku, mehr als 7 Jahre Sicherheitsupdates, Größe eines iPhone 13 mini, Kameraqualität eines iPhone 13 mini, Kunststoffgehäuse, Klinkenbuchse, Nachhaltigkeit/Reparierbarkeit/Teileverfügbarkeit im Fairphone-Stil, GrapheneOS-Kompatibilität und einen Fingerabdrucksensor auf der Rückseite oder im Power-Button. Ich vermisse mein altes Pyxel 4a
Ich verstehe nicht, warum Smartphones heutzutage so groß sind. Ich finde sie im Alltag wirklich zu unhandlich. Ich wünsche mir dringend ein kleines, kompaktes Gerät in etwa in der Größe eines iPhone 13 mini, aber mit USB-C-Anschluss. Und ich hasse Kamera-Bumps. Lieber wäre mir ein dickeres Gehäuse, wenn die Kamera dafür bündig im Gerät sitzen würde
Bei einem Bildschirm in dieser Größe wären die Kosten vermutlich sogar höher
Ich habe das FP4 drei Jahre lang benutzt und kam eigentlich gut damit klar. Nach einem Update konnte es sich jedoch nicht mehr mit meinem Mobilfunkanbieter verbinden (also keine Anrufe, kein Internet), und nach viel Kontakt mit dem Support wurde schließlich anerkannt, dass LTE in diesem Land (Griechenland) offiziell nicht unterstützt wird. Ich habe dann eine Rückerstattung bekommen. Ich hege deshalb keinen Groll und unterstütze die Mission weiterhin. Wenn es in meiner Umgebung normal funktioniert hätte, würde ich es wahrscheinlich immer noch benutzen
Traum: Upgrades/Reparatur/Modularität wie bei Framework, Unterstützung für GrapheneOS, Verkauf in den USA