- Bei der Zerlegung einer im Park gefundenen Fizzy Max III 60K-Einweg-E-Zigarette zeigte sich, dass im Inneren ein USB-C-Anschluss, ein Display und ein Mikroprozessor verbaut sind
- Das Gerät ist mit einem 800mAh-Lithium-Polymer-Akku ausgestattet und besitzt einen kleinen Bildschirm, der Akkustand und Liquidstand anzeigt
- Im Inneren befinden sich zwei Leiterplatten, drei Transistoren und drei Mikrofone, die die Position des Zugs der Nutzer erkennen und sechs Geschmacks-Kombinationen ermöglichen
- Der Mikroprozessor enthält einen mit B0081S1 gekennzeichneten Chip sowie einen Ladesteuerungs-Chip; er ist über den USB-C-Port verbunden, aber mit Tools wie PyOCD nicht ansprechbar
- Obwohl das Produkt nach einmaliger Nutzung entsorgt wird, besteht es aus einer Konstruktion mit zahlreichen hochwertigen Elektronikbauteilen; Recycling wird empfohlen, dennoch ist es ein verschwenderisch technikintensives Produkt
Aufbau und technische Komponenten einer Einweg-E-Zigarette
- Die im Park gefundene Fizzy Max III 60K Rechargeable Disposable Vape wirkt äußerlich simpel, ist im Inneren aber mit einem USB-C-Port ausgestattet
- Auffällig ist, dass sie trotz des integrierten Akkus als „Einwegprodukt“ konzipiert wurde
- Beim Öffnen des Geräts wurden zwei Leiterplatten und ein 800mAh-Lithium-Polymer-Akku sichtbar
- Neben dem Akku gibt es auch ein kleines Display, das Akkustand und Liquidstand anzeigt
- Das Äußere weist ein cyberpunkartiges Design auf
Schaltungsaufbau und Funktionsweise
- Auf einer der Schaltungen befinden sich drei Paare von Pins, die in die mit Liquid gefüllten Kammern eingesetzt sind und von drei Transistoren gesteuert werden
- Diese Pins werden erhitzt und erzeugen so den Dampf
- Auf der anderen Schaltung sind drei Mikrofone montiert, die die Position des Zugs der Nutzer erkennen
- Anhand der Mikrofonkombination wird bestimmt, welche Kammer aktiviert wird, wodurch bis zu sechs Geschmacks-Kombinationen möglich sind
- Das Laden des Akkus übernimmt ein kleiner Ladesteuerungs-Chip, während das Gesamtsystem von einem Mikroprozessor (B0081S1) gesteuert wird
Mikroprozessor und Hacking-Versuche
- Der Mikroprozessor besitzt deutlich erkennbare Pads, die mit dem USB-C-Port verbunden sind
- Es wurde jedoch versucht, mit Debugging-Tools wie PyOCD darauf zuzugreifen, ohne dass eine Kommunikation möglich war
- Zwar wurde ein kleines ARM-basiertes Gerät in Betracht gezogen, bestätigt werden konnte dies jedoch nicht
Technikverschwendung und Recyclingproblem
- Diese E-Zigarette ist dafür ausgelegt, nach 60.000 Zügen entsorgt zu werden
- Trotzdem enthält sie komplexe Elektronikkomponenten wie Akku, Display und Mikroprozessor
- Der Hersteller empfiehlt zwar Recycling, in der Praxis entsteht jedoch eine Struktur, bei der hochwertige Technik als Wegwerfprodukt entsorgt wird
- Dies wird als Beispiel dafür kritisiert, dass in ein einfaches Gerät zur Nikotinaufnahme übermäßig viel Technik verbaut wird
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