- Der Text behandelt einen Fall, in dem während der Pandemie und durch Homeoffice in einer bequemen Lebensumgebung zwischenmenschliche Beziehungen abrissen und soziale Isolation entstand.
- Er erkennt die Spannung zwischen persönlicher Freiheit und dem normativen Druck einer Gemeinschaft und beschreibt einen Wandel weg von einer Haltung des Misstrauens gegenüber Gemeinschaften.
- Durch frühere Erfahrungen in der „skeptics“-Community erlebte er die Struktur, in der Gruppennormen das Denken einschränken, entdeckte jedoch den Wert der psychologischen Stabilität und des Zugehörigkeitsgefühls durch Gemeinschaft neu.
- Dies war der Anlass, selbst regelmäßige Treffen und eine Mailingliste aufzubauen und so eine neue Community zu schaffen, um das soziale Netzwerk wiederherzustellen.
- Er betont die Botschaft, dass die Wiederherstellung zwischenmenschlicher Beziehungen sich positiv auf die psychische Gesundheit und kreative Aktivitäten auswirkt und dass „man Gemeinschaft selbst schaffen kann“.
Der Beginn sozialer Isolation
- Trotz sicherem Job, Wohnraum und einem komfortablen Leben machte er die Erfahrung eines Lebens ohne Grund, das Haus zu verlassen.
- Er arbeitete als freiberuflicher Remote-Arbeiter, und alles wurde per E-Mail und Zoom erledigt.
- Mit Amazon, Deliveroo, Ocado usw. ließ sich das gesamte Alltagsleben vollständig von zu Hause aus organisieren.
- Da er keine Kinder hatte, fehlte auch die Verbindung zur lokalen Gemeinschaft.
- Pandemie, Alter und eine allzu bequeme Umgebung führten zum Zerfall sozialer Beziehungen.
- Online gab es zwar zahlreiche Bekanntschaften, doch reale Treffen fanden fast gar nicht mehr statt, was psychisch belastend wurde.
- Der Kern des Problems war nicht ein Mangel an Freunden, sondern das „Fehlen von Gemeinschaft“.
Misstrauen gegenüber Gemeinschaft und seine Grenzen
- Er verstand sich selbst als kosmopolitischen Individualisten und war gegenüber den Zwängen von Gemeinschaften misstrauisch.
- Unter Bezug auf das Konzept aus The Narrow Corridor erklärt er, dass persönliche Freiheit im „Käfig der Normen (cage of norms)“ unterdrückt werde.
- Kleine Städte oder starke Gemeinschaften neigen wegen Überwachung und sozialem Druck zu konservativen Tendenzen.
- Auch religiöse, berufliche oder interessenbasierte Gemeinschaften bilden interne Normen und Tabus, die die Äußerungen ihrer Mitglieder einschränken.
- Durch Erfahrungen in der „skeptics“-Community beobachtete er, wie selbst Gruppen, die Rationalität und freies Denken propagieren, normativ werden.
- Aus diesen Gründen misstraute er Gemeinschaften, erkannte jedoch in völliger Isolation die Notwendigkeit menschlicher Verbundenheit.
Die Wiederentdeckung des Werts von Gemeinschaft
- Gemeinschaft bietet mehr als nur gegenseitige Unterstützung: psychologische Stabilität und Zugehörigkeit.
- In seiner früheren „skeptics“-Zeit gab es eine Struktur, in der man Freunde ganz natürlich treffen konnte.
- Bei regelmäßigen Vorträgen, Treffen im Pub usw. war Austausch mit Bekannten auch ohne große Planung möglich.
- Nach dem Zerfall der Community empfand er einen Verlust, als hätte er eine ganze soziale Sternenkarte verloren.
- Gemeinschaft ist eine Grundlage des Vertrauens und funktioniert auch in der Stadt als Mechanismus, der Beziehungen aufrechterhält.
Aufbau einer neuen Community
- Anlässlich seines 36. Geburtstags entschied er sich, selbst Treffen zu organisieren.
- Zu einer Geburtstagsfeier nach langer Zeit lud er Freunde und Bekannte ein; es kamen mehr Menschen als erwartet.
- Dadurch gewann er die Überzeugung: „Gemeinschaft kann man selbst schaffen.“
- Er betreibt regelmäßige Treffen und eine Mailingliste, zu denen er jeden Monat „die interessantesten Menschen“ einlädt.
- Durch feste Termine wurden Abstimmungsprobleme gelöst und eine Struktur geschaffen, an der man flexibel teilnehmen kann.
- Durch das fortlaufende Einladen neuer Kontakte wird dem Niedergang der Community vorgebeugt.
- Im Vokabular des digitalen Marketings ähnelt das einer „Engagement Funnel“-Struktur.
Ergebnisse des sozialen Neustarts
- Nach mehr als zwei Jahren erlebte er regelmäßigen menschlichen Austausch und psychische Erholung.
- Monatliche Treffen mit Freunden stärkten sein soziales Netzwerk.
- Mehr Offline-Austausch wirkte sich auch positiv auf psychische Gesundheit und kreative Arbeit aus.
- Auch andere Teilnehmende gewannen durch die Treffen neue Freunde und Möglichkeiten, Beziehungen aufrechtzuerhalten.
- Menschen, die durch Pandemie, Homeoffice und ein komfortables Lebensumfeld soziale Entfremdung erleben, gibt er den praktischen Rat:
„Lade Menschen ein, das ist die Antwort.“
- Abschließend betont er, dass Gemeinschaft nicht einfach gegeben ist, sondern aktiv aufgebaut werden kann.
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