Nabokovs Anleitung für Ausländer, die Russisch lernen
(twitter.com/haravayin_hogh)- Der russische Schriftsteller Wladimir Nabokow behandelt die Schwierigkeiten und Besonderheiten, denen Ausländer beim Erlernen des Russischen begegnen
- Im Mittelpunkt steht der Prozess des Verstehens der grammatischen Komplexität und der kulturellen Nuancen des Russischen
- Es wird die Bedeutung von Aussprache, Intonation und Wortwahl beim Sprachenlernen hervorgehoben
- Erwähnt werden die Unterschiede in der Denkweise, auf die Ausländer beim Erlernen des Russischen stoßen
- Es werden Einsichten in das Sprachenlernen präsentiert, die literarische Sensibilität mit Sprachgefühl verbinden
Inhalt unklar
- Außer dem bereitgestellten Twitter-Link ist kein eigentlicher Textinhalt enthalten, daher gibt es keine konkreten Zitate oder Detailerläuterungen
- Der tatsächliche Inhalt von Nabokows Äußerungen oder Schriften zum Russischlernen lässt sich nicht überprüfen
- Mangels zusätzlicher Informationen ist keine detaillierte strukturelle Zusammenfassung möglich
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Beim Lernen mehrerer indogermanischer Sprachen und des Hebräischen fand ich es interessant, gemeinsame Merkmale zwischen den Sprachen zu erkennen.
Die meisten indogermanischen Sprachen (außer Englisch) neigen dazu, Verbgruppen zu bilden, indem Präpositionen als Präfixe angehängt werden. Beispiele dafür sind etwa attain, obtain und sustain.
Im Griechischen treten solche Präfixveränderungen noch deutlicher hervor. Dagegen bleiben die Reflexivpronomen se/sa/si in vielen Sprachen recht konsistent, während sie sich im Spanischen zu me/te/nos/vos verändern und im Tschechischen als se erhalten bleiben — ebenfalls ein interessanter Unterschied.
Auch der Wandel im Wortschatz ist spannend: Das Wort „brother“ lässt sich in den meisten indogermanischen Sprachen leicht erkennen, wenn man die Varianten b-p-f und th-t-d-* kennt. Allerdings stammt das spanische hermano nicht von frater, sondern von germanus, und das griechische ἀδελφός bedeutet „aus demselben Mutterleib geboren“.
Es wurden Buchlinks geteilt: Lectures on Literature (Archive.org), Amazon-Link sowie die zugehörige Arbeit IJLLL PDF
Nachdem ich es auf Twitter gesehen hatte, brauchte ich ziemlich lange, um die Quelle des Essays zu finden; am Ende stellte sich heraus, dass der Tweet fast den gesamten Essay enthielt.
Über den Satz „Man sollte Russisch immer lächelnd sprechen“ musste ich lachen.
Als russischer Muttersprachler habe ich beim Englischlernen genau dasselbe gehört.
Man spürte den für Nabokov typischen Witz und aristokratischen Zynismus.
Die russische Grammatik ist zwar flektierend, aber das ist nicht der einzige schwierige Teil. So sehr unterscheidet sie sich auch nicht vom Deutschen.
Nabokov schreibt auch auf Englisch wirklich wunderschön.
Im Russischen gibt es viele Lehnwörter aus europäischen Sprachen, aber nur sehr wenige slawische Lehnwörter, die in europäische Sprachen eingegangen sind. Typische Beispiele sind robot und samizdat.
Als russischer Muttersprachler sind die Punkte, an denen Leute oft scheitern:
a) alle Substantive haben ein Genus, und
b) alle dazugehörigen Wörter müssen mit diesem Genus, Fall und Numerus übereinstimmen.
Vor allem Sprecher türkischer Sprachen tun sich schwer, weil ihnen das Konzept des grammatischen Geschlechts fehlt. Für Sprecher romanischer Sprachen oder des Deutschen ist es dagegen oft vertrauter.
Es heißt, man müsse „die Sprache des Feindes lernen, um ihn zu verstehen“. Daran muss ich in letzter Zeit wieder denken.
Die slawischen Sprachen ähneln sich untereinander, und wenn man ihnen oft genug ausgesetzt ist, erkennt man Muster. Ich selbst spreche ohne je einen Kurs besucht zu haben fließend Russisch, ordentlich Polnisch und kann Ukrainisch verstehen und lesen. Allerdings ist es derzeit schwer, gute Inhalte aus Russland zu finden, daher könnte es im Westen sinnvoller sein, mit Polnisch anzufangen.
Jemand meinte, er würde gern Nabokovs Leitfaden zum Englischlernen lesen.
Was Nabokov sagte, gilt genauso für Deutsch.
Um etwa „ich“ richtig auszusprechen, muss man den Mund seitlich breit ziehen, was sich für Englischsprachige ungewohnt anfühlt.
Russisch wirkt unter den slawischen Sprachen auf mich wie die am rauesten klingende Sprache.
Vielleicht wegen des für die Ohren harten, aggressiv wirkenden oder fast bettelnden Tonfalls. Vermutlich kommt das von sowjetischen Kriegsfilmen, die ich als Kind gesehen habe.