1 Punkte von GN⁺ 2025-12-24 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Es handelt sich um ein Berichtssegment von '60 Minutes', in dem Korrespondenten wie Bill Whitaker die Menschenrechtslage im salvadorianischen Gefängnis CECOT untersuchen.
  • Es dokumentiert systematische Folter und Menschenrechtsverletzungen, die venezolanische Männer erlitten, nachdem sie aus den USA in das berüchtigte Hochsicherheitsgefängnis CECOT in El Salvador abgeschoben worden waren.
  • Die Trump-Regierung berief sich auf Kriegsbefugnisse, um Hunderte Venezolaner ohne rechtsstaatliches Verfahren abzuschieben, und zahlte der Regierung El Salvadors 4,7 Millionen Dollar für ihre Unterbringung.
  • US-Behörden stuften sie als gefährliche Terroristen ein, doch tatsächliche Untersuchungen ergaben, dass nur 3 % gewalttätige Vorstrafen hatten.
  • Insassen berichten von extremen Misshandlungen, darunter Einzelhaft in einem als 'The Island' bezeichneten Trakt ohne Licht und Belüftung, 24-stündige Beleuchtung, anhaltende Schläge und sexueller Missbrauch.
  • Ein Forschungsteam der UC Berkeley analysierte Satellitenbilder und öffentliche Daten und belegte mit digitalen Beweisen die Existenz von Folterinstrumenten und grausamen Haftbedingungen im Gefängnis.
  • Der Fall deutet auf die Risiken einer unmenschlichen Abschiebungspolitik hin, die zur Abschreckung von Migranten Gefängnisse in Drittstaaten mit schlechter Menschenrechtsbilanz nutzt.

Zwangsverbringung venezolanischer Migranten nach El Salvador und Hintergrund

  • Die US-Regierung brachte 252 venezolanische Männer zwangsweise nicht in ihr Heimatland, sondern in CECOT (Zentrum zur Inhaftierung von Terroristen) in El Salvador.
    • Die Trump-Regierung bezeichnete sie als brutale Monster und Terroristen und nutzte jahrhundertealte Kriegsbefugnisse, um rechtliche Verfahren zu umgehen.
    • Die USA schlossen einen Vertrag, El Salvador 4,7 Millionen Dollar für ihre Unterbringung zu zahlen.
  • Laut einer Untersuchung von Human Rights Watch hatte etwa die Hälfte der Überführten keinerlei Vorstrafen.
    • Selbst aus ICE-eigenen Unterlagen geht hervor, dass nur 3 % wegen Gewaltdelikten verurteilt worden waren; die meisten Fälle betrafen noch anhängige Verfahren wie einfache Einreiseverstöße.
    • US-Behörden klassifizierten sie als Mitglieder der venezolanischen Gang Trendier, wobei sie fehlerhafte Kriterien wie Tätowierungen und Punktesysteme zur Identifizierung anwendeten.

Folter und unmenschliche Haftbedingungen im Gefängnis CECOT

  • Insassen berichten, sie seien unmittelbar nach ihrer Ankunft kahlgeschoren und in eine Umgebung geworfen worden, die sich wie die Hölle angefühlt habe.
    • Wärter schlugen die Insassen mit Schlagstöcken und Fäusten brutal, bis sie bluteten, und verursachten Verletzungen, etwa indem sie Gesichter gegen Wände schlugen und Zähne brachen.
    • Viele Insassen wurden von Wärtern sexuell missbraucht, und dies geschah systematisch an zahlreichen Personen.
  • Der als 'The Island' bezeichnete Straftrakt wurde in völliger Dunkelheit ohne Licht und Belüftung gehalten.
    • Wärter hämmerten alle 30 Minuten gegen die Türen und fügten den Insassen psychische Traumata zu; wer einmal dort eingesperrt war, wurde tagelang weiter geschlagen.
  • Es wurden unhygienische Einrichtungen festgestellt, in denen nicht einmal grundlegende Überlebensbedingungen gewährleistet waren.
    • Weil kein sauberes Wasser bereitgestellt wurde, mussten die Insassen Bade- oder Toilettenwasser trinken; selbst bei Verletzungen bestand die medizinische Vernachlässigung darin, ihnen nur zu sagen, sie sollten Wasser trinken.
    • Sie waren auf vierstöckigen Metallbetten ohne Matratzen oder Bettlaken untergebracht, und jeder Kontakt zu ihren Familien nach außen war vollständig unterbunden.

Verifizierung der Aussagen durch digitale Analyse und Verstöße gegen internationale Standards

  • Ein studentisches Forschungsteam des Human Rights Center der UC Berkeley überprüfte die Aussagen der Insassen mithilfe von Open-Source-Daten.
    • Durch die Analyse von Satellitenbildern kartierten sie die genaue Lage der Gebäude, in denen die Insassen festgehalten wurden, und bestätigten anhand von Videos von Influencern, die den Aufbau der Einzelzellen zeigten, die Übereinstimmung mit den Aussagen.
    • Über Aufnahmen aus dem Waffenlager des Gefängnisses bestätigten sie die Existenz der in den Aussagen erwähnten T-förmigen Schlagstöcke und stellten fest, dass den Insassen routinemäßig schmerzhafte Körperhaltungen aufgezwungen wurden.
  • Der Gefängnisdirektor räumte in einem Interview selbst ein 24-Stunden-Beleuchtungssystem ein und zeigte offen Stolz auf die schlechten Bedingungen.
    • Dies verwirrt den Geist der Insassen und verstößt eindeutig gegen die Mindestgrundsätze der Vereinten Nationen für die Behandlung von Gefangenen.
  • DHS-Heimatschutzministerin Christy Gnome besuchte das Gefängnis und ließ ein Video aufnehmen, in dem sie die Insassen als Terroristen bezeichnete und pries.
    • Es stellte sich jedoch heraus, dass die im Hintergrund des Videos sichtbaren Männer keine Venezolaner waren, sondern lokale Häftlinge mit Kennzeichen salvadorianischer Gangs, was zeigt, dass sie als politisches Propagandamittel genutzt wurden.

Freilassung und künftige politische Bedenken

  • Nach vier Monaten Haft wurden die 252 Männer nach Caracas zurückgeführt, nachdem sie gegen 10 in Venezuela inhaftierte US-Bürger ausgetauscht worden waren.
  • Die Trump-Regierung treibt neben El Salvador weitere ähnliche Abschiebeabkommen mit Drittstaaten wie Südsudan und Uganda voran, denen ebenfalls Foltervorwürfe anhaften.
  • Human Rights Watch kritisiert den Fall als unmenschliche Praxis, bei der diese Menschen als abschreckendes Exempel benutzt wurden, um Migranten, die in die USA kommen wollen, Angst einzujagen.

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