- Ein ultrakompaktes 76mm/300mm-Pocket-Dobson-Teleskop, per 3D-Druck gefertigt und klein genug, um in die Innentasche einer Jacke zu passen
- Besteht aus PETG-CF-Filament, Carbonstäben, Nylonschrauben, Magneten, einer Lycra-Lichtblende usw. und bietet Balance, weiche Bewegung, Steifigkeit, Justierbarkeit und Fokussierung
- Der Okularauszug folgt der Fokussierstruktur nach Analog Sky und fixiert das Okular ohne zusätzliche Hardware allein über die Elastizität eines Kunststoffstifts
- Bei den ersten Optiktests war die Leistung wegen eines zu 70 % überkorrigierten Spiegels gering, wurde aber nach erneutem Polieren auf ein Strehl-Niveau von 0,9 verbessert, sodass echte Beobachtungen möglich wurden
- Als ultrakleines und dennoch voll funktionsfähiges Teleskop zeigt es die Möglichkeiten der Verbindung von 3D-Druck und optischer Präzisionsbearbeitung
Projektüberblick
- Ein persönliches „Erholungsprojekt“, das während einer Dienstreise für eine digitale Kunstinstallation in Kristiansand, Norwegen, im Flugzeug entworfen wurde
- Die wichtigste Konstruktionsvorgabe war eine Größe, die in die Innentasche einer bestimmten Jacke passt, wobei nur der Stabteil außen liegt
- Zwar gibt es im Internet viele Modelle von Mini-Teleskopen, doch hier war das Ziel eine extrem verkleinerte Form bei Beibehaltung der Dobson-Bauweise
Konstruktion und Materialien
- 3D-Druckmaterial: PETG-CF-Filament
- Strukturbauteile: 4mm-Carbonstäbe, M3-Schrauben, M3x4.5x4.5-Wärmeeinsätze, Federn, Nylonschrauben, 4 Magnete, Paraffinschmiermittel, Lycra-Lichtblende
- Die Lichtblende bietet zusätzlich einen Effekt zur Verzögerung der Taubildung
- Die Fokussierstruktur basiert auf dem Design von Analog Sky; das Rohr, das das Okular aufnimmt, fungiert selbst als bewegliches Teil
- Die runden Gewinde werden sehr sauber gedruckt, sodass fast kein Spiel entsteht
- Das Okular wird ohne zusätzliche Schrauben oder Klemmen über die Elastizität eines Kunststoffstifts fixiert
- Die Löcher für die Carbonstäbe wurden gerade ausgelegt, sodass sie sich bei der Montage natürlich biegen und die Struktur verspannen
- Die Bewegung in Höhen- und Azimutachse läuft mit grauen HDPE- oder UHMW-Pads mit Gummirücken weich
- Bei der Montage wird sie erleichtert, wenn beide Enden der Carbonstäbe mit einer 1mm-Fase versehen und anschließend mit CA-Kleber versiegelt werden
Test der optischen Leistung
- Beim ersten Test war der Spiegel zu 70 % überkorrigiert (overcorrected), daher war die Leistung gering
- Erwartet wurde ein hochwertiger Spiegel auf λ/6-Niveau, tatsächlich war er jedoch überkorrigiert
- Mit einem Okular bei 30-facher Vergrößerung war das kein großes Problem, und das Gerät funktionierte weiterhin als „echtes Teleskop“
- Testfotos vor dem erneuten Polieren zeigen die Leistung des Spiegels im Auslieferungszustand
- Nach erneutem Polieren wurde die Leistung auf ein Strehl-Niveau von 0,9 verbessert
- Im Sterntest wurden symmetrische Defokusmuster bestätigt
- Sogar Spinnweben und Tautropfen an einem nahegelegenen Strommast konnten erkannt werden
- Allerdings gab es beim Umgang mit dem kleinen Spiegel praktische Schwierigkeiten
- Künftig sind Beschichtung und ein formeller Bericht mit dem Bath-Interferometer geplant
Weitere Informationen
- Die 3D-Modelldateien können bei Printables heruntergeladen werden
- Die zugehörige Diskussion läuft im Astrosurf-Forum
- Spiegel von Aliexpress auf λ/6-Niveau sind sphärisch und vor eigener Nachbearbeitung nicht nutzbar
- Es wird erwähnt, dass bislang noch kein günstiger guter Parabolspiegel gefunden wurde
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