- In den nördlichen Bezirken Chicagos tauchen auf den Gehsteigen immer mehr Serve Robotics- und Coco-Lieferroboter auf, was die Debatte um Sicherheit und Barrierefreiheit anheizt
- Bewohner argumentieren, die Roboter verletzen Gehwege und behindern die Mobilität von Menschen mit Behinderungen, und starteten eine Petition mit dem Slogan „Bürgersteige sind für Menschen da“
- Diese Petition mit mehr als 1.500 Unterzeichnungen fordert von der Stadtverwaltung die Veröffentlichung von Sicherheits- und ADA(Behindertengesetz)-Ergebnissen sowie die Einberufung einer öffentlichen Anhörung
- Einige Bewohner beurteilten das süße Design und das freundliche Verhalten der Roboter positiv, die Mehrheit wies jedoch Kollisionen und Unfallfälle als Hauptproblem auf
- Stadträte und die örtliche Handelskammer haben mit Bürgerbefragungen und Politikprüfung begonnen, wodurch die Diskussion über die Nachhaltigkeit von Robotiklieferungen in der Stadt an Fahrt gewinnt
Ausbreitung von Lieferrobotern auf Chicagos Gehsteigen
- In den nördlichen Stadtteilen Chicagos (Lakeview, Lincoln Park, Uptown usw.) sind die Lieferroboter von Serve Robotics im regulären Betrieb aktiv
- Sie werden für Essenszustellungen von Unternehmen wie Shake Shack und Taco Bell eingesetzt; es wurde beobachtet, dass sie stehen bleiben, wenn man ihnen zuschaut, oder auf engen Gehwegen fahren
- Einige Bewohner finden sie „süß“, andere hingegen befürchten Gefahren für Fußgänger
- Coco und Serve Robotics sind nach dem Pilotprojekt der Stadt für Delivery Devices aus dem Jahr 2022 in den Markt eingestiegen
- Coco ist in den Bezirken 27 und 34 aktiv, unter anderem in Loop und West Loop, und arbeitet mit Shake Shack zusammen
- Serve kooperiert mit 14 Bezirken und rund 100 Restaurants und erweitert den Betrieb ab September 2025
Wachsende Proteste und Petition
- Der Lincoln-Park-Bewohner Josh Robertson hat mit nosidewalkbots.org eine Petition unter dem Titel „Bürgersteige sind für Menschen“ gestartet
- Er fordert von den städtischen Abteilungen für Verkehr und Handel die Veröffentlichung der Sicherheits- und ADA-Berichte, die Einberufung einer öffentlichen Anhörung und die Einführung von Vorschriften
- Stand 2. Dezember haben mehr als 1.500 Personen unterschrieben; 350 meldeten Berichte über Unfälle oder Kontaktfälle mit Robotern
- Robertson erwähnte eine Situation, in dem er mit seinen Kindern spazieren gehen musste und den Robotern ausweichen musste, und warnte, dass die Gehsteige „voller Roboter sein werden“, falls das Programm ausgeweitet wird
Reaktion von Stadträten und Zivilgesellschaft
- Die Stadträte Angela Clay (Bezirk 46) und Bennett Lawson (Bezirk 44) führen eine Umfrage unter Anwohnern durch
- Erfahrungen mit Robotern, Pro- und Contra-Meinungen sowie Sicherheitsbedenken werden gesammelt
- Lawson sagte, das Feedback werde in die Gespräche mit den städtischen Stellen und den Betreibern einfließen
- Uptown-Bewohnerin Gaby Rodriguez sagte, „vor der Einführung hätte man die Meinung der Anwohner einholen müssen“, und äußerte Sorge über einen Verlust der Kontrolle über den Fußgängerraum
- Die Handelskammer Lakeview/Roscoe Village urteilte, dass derzeit eine überwiegende negative Stimmung herrscht und die Fortsetzung des Pilotprojekts unklar sei
Unternehmenspositionen und technische Argumente
- Der Vizepräsident von Serve Robotics, Viggy Ram, sagte, das Ziel sei die Verbesserung von Sicherheit und Nachhaltigkeit bei Kurzstreckenlieferungen
- Er behauptete, die Roboter könnten gleichzeitig in vier Richtungen wahrnehmen und so sicherere Entscheidungen treffen als ein Fahrer
- An jedem Roboter ist ein „Contact Us“-Label für Bürgerfeedback angebracht
- Coco betonte, dass Sicherheit und Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft oberste Priorität hätten, und erklärte, sie hielten sich strikt an ADA-Konformität und Protokolle für Unfallreaktionen
Kernpunkte der Kontroverse
- Einige Bewohner sagen, die menschlich klingenden Namen und das Design der Roboter verwässerten das eigentliche Problem
- Es wurden konkrete Meldungen zu Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen, Behinderung von Einsatzfahrzeugen und Fahrradkollisionen gemeldet
- Rodriguez sagte, die Unternehmen seien ohne Verständnis der lokalen Gegebenheiten eingestiegen, und betonte: „Der Bürgersteig ist der letzte noch menschzentrierter Raum, und die kommerzielle Besetzung durch Unternehmen darf nicht erlaubt werden“
- Robertson sagte, die Stimmen der Bürger würden endlich gehört, und dass es Zeit sei zu diskutieren, welche Art von Nachbarschaftsgemeinschaft eine Stadt schaffen möchte
Ausblick
- Je nach Ergebnis von Umfrage und Petition könnte das Pilotprojekt für Lieferroboter verlängert oder eingestellt werden
- Die Gemeinschaft fordert ein Gleichgewicht zwischen technologischer Innovation und öffentlicher Sicherheit und macht die Roboterauslieferung zu einem Testfeld für die Zukunft städtischer Infrastruktur und öffentlicher Räume
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