- Weltweit sind die Speicherpreise sprunghaft gestiegen und betreffen sowohl PC-Selbstbauer als auch Hersteller
- Ein DDR5-64GB-Speicherkit ist von Anfang des Jahres auf 209 US-Dollar auf inzwischen 650 US-Dollar gestiegen, also mehr als das Dreifache
- Durch die Abschaffung der Crucial-Marke von Micron, die Preiserhöhung bei Raspberry Pi und den Kostenpress kleiner Board-Hersteller ist der Konsumermarkt unter Druck geraten
- Aufgrund des Ausbaus von KI-Datenzentren konzentrieren sich die großen Speicherhersteller auf KI-Produkte und reduzieren die Consumer-Produktion
- Dadurch wächst das Risiko, dass PC-Bau, SBCs, GPU-Board-Produktion und das gesamte Ökosystem dahinter schrumpfen
Stand der Speicherpreisentwicklung
- Ein DDR5-64GB-Speicherkit kostete zu Jahresbeginn 209 US-Dollar und liegt jetzt bei 650 US-Dollar
- DDR4-Speicher stieg von 30 US-Dollar auf 120 US-Dollar, DDR5 von 150 US-Dollar auf 500 US-Dollar
- Auch der Graph von PC Parts Picker bestätigt diese starke Preisexplosion
- Raspberry Pi erhöht die Preise für Single-Board-Computer (SBC), Micron stellt die Crucial-Marke ein
- Weil die Zahl der herstellerseitig ausgerichteten Speicheranbieter im Konsumbereich sinkt, wird das Angebot weiter eingeschränkt
Auswirkungen auf kleinere Hersteller und den Verbrauchermarkt
- Libre Computer sagt, ein 4GB-LPDDR4-Modul koste 35 US-Dollar
- Das ist teurer als die Summe aller anderen Teile in ihren eigenen SBCs
- Da sich Verluste nicht mehr ausgleichen lassen, sind Preiserhöhungen oder Produktstilllegungen unvermeidlich
- Raspberry Pi erhöht ebenfalls die Preise und bringt ein 1GB-Modell auf den Markt
- Eine Umstellung auf speichersparende Entwicklung wird als möglich erörtert
- Alle Geräte, die Speicher nutzen, von Kameras, Konsolen, Tablets usw., werden ebenfalls betroffen sein
Ausbau der KI-Datenzentren und Konzentration der Produktion
- Große Speicherhersteller konzentrieren sich auf Produkte für KI-Datenzentren
- Sie reduzieren oder schließen Konsumentenspeicher-Linien
- Sie verfolgen die Gewinnmaximierung durch KI-RAM-Produktion
- Auch GPU-Board-Hersteller sind betroffen
- Es gibt Berichte, dass Nvidia die VRAM-Lieferung eingestellt und nur Chips anbietet
- Dadurch sind GPU-Hersteller gezwungen, den Speicher selbst zu beschaffen
Marktstrukturwandel und langfristige Auswirkungen
- Einige erwarten, dass nach dem Platzen der KI-Blase günstige Hardware auf den Markt drängt
- Die aktuell produzierten RAMs sind jedoch Spezialspezifikationen wie HBM, die für normale PCs nicht nutzbar sind
- KI-Server-GPUs und ihr Speicher sind in normaler Strom- und Kühlumgebung nicht einsetzbar
- Als Folge werden Rückgang des PC-Selbstbau-Hobbys, rascher Preisanstieg bei SBCs und Teileknappheit erwartet
- Selbst Lenovo baut RAM-Reserven auf, was die Lieferdominanz großer Konzerne weiter verstärkt
Ausblick und Reaktionen der Community
- Einige Unternehmen prüfen sogar, ob sie Speicherchips aus gebrauchten Systemen zurückgewinnen können
- Ein Muster ähnlich der Halbleiterknappheit 2021–2022
- In der Community taucht die Aussage auf: 'KI wirkt wie eine versteckte Steuer in allen Branchen'
- Befürchtungen hinsichtlich steigender Preise für alle Elektronik, von Autos über Medizintechnik bis zu Bank-Terminals
- Bedauern darüber, dass PC-Bau- und Hacking-Kultur zunehmend verschwinden
- Einige Nutzer reagieren mit Wiederverwertung alter Geräte oder dem Aufbau eines lokalen Servers
- Schlussfolgerung des Beitrags: 'Jetzt ist die Zeit, unfertige Projekte abzuschließen, statt neue Teile zu kaufen'
Noch keine Kommentare.