- Eine Passagiermaschine von United Airlines vom Typ 737 MAX hatte einen sehr seltenen Vorfall, bei dem sie in 36.000 Fuß Höhe über Colorado mit einem herabfallenden Objekt kollidierte
- Die NTSB konzentriert sich derzeit auf die Möglichkeit einer Kollision mit der Nutzlast eines Wetterbeobachtungsballons
- Auf Basis der Aussage des Kapitäns wurde vorübergehend auch eine Kollision mit Weltraummüll in Betracht gezogen, doch nach Kausalbelegen und Schadensbild erscheint ein Wetterballon als wahrscheinlicherer Auslöser
- Die Schäden waren auf eine Verletzung des Piloten und auf einige Lagen der Frontscheibe beschränkt, wodurch kein weiterer Druckverlust oder ein größerer Unfall folgte
- Das Flugzeug kehrte direkt nach Salt Lake City um, etwa 130 Passagiere wurden sicher umgebucht, und weder die US-FAA noch die Fluggesellschaft haben bislang eine separate offizielle Stellungnahme abgegeben
Ereignisübersicht
- Eine United Airlines-737-MAX-Maschine war über Colorado in 36.000 Fuß Höhe im Flug, als sie kurz nach dem Start mit einem unbekannten herabfallenden Objekt zusammenstieß
- Das Flugzeug war auf dem Weg von Denver nach Los Angeles; laut verschiedenen Berichten kam es zu Beschädigungen an der Frontscheibe und am Rahmen, und ein Pilot erlitt einen kleinen Schnitt und Kratzer am Arm
Untersuchungsausrichtung und erste Einschätzung
- Die US National Transportation Safety Board (NTSB) untersucht, ob die Daten-Payload eines Wetterbeobachtungsballons die Ursache des Vorfalls gewesen sein könnte
- Ein zufällig in der Luft schwebendes Objekt, das mit einem Passagierflugzeug in 36.000 Fuß Höhe kollidiert, ist ein außerordentlich seltenes Ereignis
- Anfangs wurde auch die Möglichkeit von Weltraummüll genannt, doch bei Wiedereintritts-Trümmern nach der Reentry-Prozedur ist es bei den typischen Geschwindigkeiten äußerst unwahrscheinlich, dass nur die Frontscheibe beschädigt wird, ohne dass weitere gravierende strukturelle Schäden am Flugzeug verbleiben
- Der Kapitän bezeichnete das aufprallende Objekt als „space debris“, wodurch diese Annahme vorübergehend stärker in den Fokus geriet
Auswirkungen des Vorfalls und Passagiersicherheit
- Das Flugzeug landete sicher in Salt Lake City
- Rund 130 Passagiere setzten ihren restlichen 90-minütigen Flug auf einem anderen Flugzeug fort
- Die Frontscheibe war nur in einer Schicht beschädigt; es kam zu keiner Druckverlusts
- Die Besatzung senkte die Flughöhe von 36.000 auf 26.000 Fuß, um die Druckdifferenz über den verbleibenden Scheibenschichten auszugleichen
Offizielle Stellungnahme
- Die betroffene Airline und die FAA (Federal Aviation Administration) haben für diesen Vorfall bislang noch keine offiziellen Kommentare abgegeben
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