4 Punkte von xguru 2020-07-01 | 3 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Zusammenfassung auf Basis der Erfahrung mit 8 Tagen Hey, 9 Monaten Superhuman und 15 Jahren Gmail-Nutzung

  • Clevere Funktionen von Hey

→ Unterschiedliche Ansichtsmodi je Label

→ Das Labeln künftiger E-Mails einer bestimmten Person ist mit zwei Klicks erledigt (bei Gmail muss man dafür mehrfach das Suchfilter-Fenster durchgehen)

→ Die E-Mail-Adresse sieht gut aus

→ Guter Tracking-Schutz. Schön wäre, wenn Gmail so etwas auch hätte

→ Betreff von Mail-Threads ändern und Notizen hinzufügen

  • Probleme von Hey

→ Keine RTL-Unterstützung

→ Merkwürdige Filter bei der Verarbeitung von Mailinglisten

→ Kein Shortcut zum Anzeigen der nächsten Mail (wie e, j, k in Gmail/Superhuman)

→ Anders als Superhuman, das sich als Frontend für Gmail nutzen lässt, ist es ein komplett neuer Mail-Dienst (Migration ist schwierig; wenn man sich von Google lösen will, kann das aber gut sein)

→ Der Screener (ein Filter, der nur erstmals eingehende Mail-Adressen zeigt) wirkte zunächst gut, später war das aber nur noch ein weiteres Postfach, das ich selbst verwalten muss

  • Vorteile von Superhuman

→ Mit 30 US-Dollar im Monat teuer, aber bei vielen E-Mails den Preis absolut wert

→ Hervorragende Onboarding-Session, die dabei hilft, E-Mails effizient zu bearbeiten

→ Intelligente Aufteilung von E-Mails in Tabs auf Basis von Suchfiltern

→ Shortcuts für alles und eine UI, die gut erklärt, wie man sie sinnvoll nutzt

→ Beim Lesen von E-Mails kann man zwischen Nachrichten wechseln und alle Funktionen nutzen, ohne zurück in den Posteingang zu müssen

→ Bequemes Abbestellen per einem Shortcut. Wenn die E-Mail eine Abmelde-Adresse oder -Funktion hat, wird diese genutzt; wenn nicht, wird die Mail automatisch blockiert

→ Superhuman selbst ist eine Browser-Erweiterung, die auf Gmail aufsetzt. Alle Filter funktionieren weiterhin, und bei Bedarf kann man auch die Gmail-UI nutzen

→ E-Mails, die sich gerade nicht erledigen lassen, kann man einfach ausblenden. Über die Erinnerungsfunktion kommen sie später wieder in den Posteingang zurück

→ Insgesamt ist die UI aufgeräumter als bei Gmail, und man kann sich besser nur auf die Arbeit konzentrieren.

  • Vanilla Gmail

→ Wenn man die Strategie „Zero Unreads“ nutzt, ist es auch völlig okay, einfach Gmail zu verwenden

  • Die Zukunft der E-Mail

→ Die Gmail-UI wirkt noch immer alt, und bei E-Mail gibt es weiterhin viele Bereiche, die nach Disruption aussehen.

→ Paul Graham von YC meint, dass es bei E-Mail immer noch Chancen gibt

3 Kommentare

 
xguru 2020-07-01

Das schnellste E-Mail-Erlebnis der Welt, Superhuman https://de.news.hada.io/topic?id=1652

 
xguru 2020-07-01

Ich habe Hey auch eine Weile benutzt, bin aber ehrlich gesagt fast an dem Punkt, aufzugeben.

  • Es ist nicht einfach, Gmail aufzugeben und umzuziehen

  • Es gibt keinen Shortcut, um die nächste Mail anzusehen (das ist wirklich groß. Da ich viele Mails lese, habe ich bei Gmail nur den Shortcut # zum Löschen von Mails und den Shortcut [ zum Archivieren auf einer kleinen separaten Tastatur namens Six Keyboard registriert und nutze sie so.)

Insgesamt wirkt Hey noch an vielen Stellen unausgereift, daher sollte man es wohl noch etwas weiter beobachten.

 
xguru 2020-07-01

Ein Ask-Beitrag auf HN aus dem Jahr 2012: "Replacing Email - What problems/solution comes to your mind?"

https://news.ycombinator.com/item?id=4228402