- Das Schlachtfeld der Cybersicherheit verlagert sich von der OS-Ebene zur Anwendungsebene, und Startups erschließen ein neues Sicherheitsökosystem
- Kontinuierliche Software-Updates und ein dynamisches Ökosystem schaffen neue Bedrohungen, auf die Startups mit innovativen Lösungen reagieren
- Startups wie Koi adressieren mit appbasierten Sicherheitsplattformen Schwachstellen, die etablierte Unternehmen übersehen haben
- Die symbiotische Beziehung zwischen Software-Evolution und Sicherheitsinnovation schafft Chancen für Startups
- Der ständige Wandel der Sicherheitslandschaft bietet Startups unbegrenztes Potenzial, den Markt anzuführen
Ständige Evolution, ständige Chancen
- Software hat sich in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch verändert, und die Cybersicherheit musste sich noch schneller anpassen
- Mit jeder Welle des Softwarewandels ist die Angriffsfläche exponentiell gewachsen
- Um auf neue Bedrohungen zu reagieren, wurden neue Unternehmen gegründet
- In den frühen 1980er-Jahren war Software vor allem On-Premises und auf Einzelnutzer ausgerichtet
- Viren, die sich über Disketten vervielfältigten, wie der Brain-Virus von 1986, waren die zentrale Bedrohung
- Der zu schützende Bereich war noch vergleichsweise einfach: der einzelne Computer selbst
- Mit der Verbreitung des Internets Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre wurden Netzwerkschwachstellen sichtbar
- Der Morris Worm von 1988 nutzte eine Hintertür im Mail-System und infizierte innerhalb weniger Tage Tausende Computer von MIT bis Berkeley
- Das Muster wurde klar: Je stärker die Vernetzung, desto größer die Angriffsfläche
- Die USA gründeten nach diesem Vorfall das erste Computer Emergency Response Team (CERT)
- Dadurch entstanden große Unternehmen für Antiviren-Tools wie McAfee, Trend Micro und Symantec
- Sie funktionierten, indem sie Sicherheit auf Ebene des Betriebssystems ergänzten
- In den 1990er-Jahren tauchten E-Mail-basierte Viren und Varianten auf, die der Erkennung entgehen konnten
- Unternehmen entwickelten Firewalls, um ihre Netzwerke zu schützen
- Mehr Integration führte zu größeren Angriffsflächen und trieb neue Schutztechnologien voran
Internetboom und Cloud Computing
- Der Internetboom der 2000er beschleunigte dieses Muster
- Die größte Veränderung war der Übergang zu Cloud Computing und Sicherheit auf Anwendungsebene
- Cloud Computing veränderte grundlegend, wie Software entwickelt und bereitgestellt wird
- Anwendungen werden über DevOps schnell entwickelt und in Echtzeit angepasst
- Daten und Workloads werden über virtuelle Server auf der ganzen Welt verteilt, wodurch die Angriffsfläche exponentiell wächst
- Der Schutz des Betriebssystems allein reichte nicht mehr aus, daher wurde Sicherheit mit DevSecOps direkt in den Code integriert
- Unternehmen wie Palo Alto Networks (Next-Generation-Firewalls), Crowdstrike (cloudverwaltete Endpoint-Sicherheit), Snyk (Code-Scans in Echtzeit) und Wiz (cloudnative Sicherheitsplattform) entstanden
- Wiz gilt als das am schnellsten wachsende Startup der Geschichte
Die Anwendungsebene: das neue Schlachtfeld
- Heute entwickelt sich die Anwendungsebene zum neuen Schlachtfeld der Sicherheit
- Anwendungen sind Ökosysteme aus Code-Paketen, Plug-ins, Erweiterungen, AI-Modellen und Updates
- Unternehmen fehlt es an Sichtbarkeit und Kontrolle darüber, welche Software in ihre Organisation gelangt
- Koi war eines der ersten Unternehmen, das diesen Wandel erkannt hat
- Gründer Amit Assaraf kam zu dem Schluss, dass Legacy-Sicherheitssysteme diesen Wandel nicht wahrgenommen hatten
- Um das zu beweisen, entwickelte er die gefälschte VSCode-Theme-Erweiterung Darcula Official, die innerhalb einer Woche mehr als 300 Organisationen infizierte, darunter sogar Netzwerke staatlicher Gerichte
- Dieses Muster zeigt, dass die kontinuierliche Weiterentwicklung von Software neue Bedrohungen schafft und Startups die Chance gibt, zu neuen Wächtern der Software zu werden
Das große Chancenfenster in der Cybersicherheit
- Jedes Mal, wenn sich die Art der Softwareentwicklung verändert, entstehen neue Angriffsvektoren, und die Cybersicherheit muss sich neu erfinden
- Das gleicht einem ewigen Wettrüsten
- In den vergangenen fünf Jahren sind Dutzende neue Cybersicherheitsunternehmen zu Milliarden-Dollar-Unternehmen herangewachsen
- Um hervorzustechen, braucht es originelle Einsichten, mit denen sich ein spezifisches Problem lösen lässt
- Koi hat drei wichtige Veränderungen erkannt, die etablierte Unternehmen übersehen haben
- Der Übergang von Bedrohungen auf Betriebssystemebene zu Bedrohungen auf Anwendungsebene hat bereits begonnen
- Bedrohungen aus nicht-binärer Software stellen bestehende binärbasierte Sicherheitslösungen vor neue Herausforderungen
- Wer die Denkweise von apporientierten Organisationen versteht, erkennt, dass Sicherheitsteams Sichtbarkeit über die Software auf allen Computern im Unternehmen sowie darauf aufbauende Tools und Unterstützung benötigen
- Hacker entwickeln derzeit neue Wege, moderne Software auszunutzen
- Die Welt des Vibe Coding schafft neue Angriffsflächen, die vor zwei Jahren praktisch noch nicht existierten
- Wer neue Schwachstellen vor etablierten Unternehmen entdeckt, ist bereits zur Hälfte bei der Product-Market-Fit
- Koi erreichte 1 Mio. US-Dollar ARR schneller als Wiz, Snyk, Vanta, Figma und Loom
- Das ist ein Beleg dafür, wie groß die Nachfrage nach echten Lösungen in diesem Bereich ist
Der Sicherheitsvorteil von Startups
- Kois schneller Erfolg zeigt das Prinzip, dass beim Wechsel des Schlachtfelds die Stärken etablierter Unternehmen zur Belastung werden
- Ihre Größe, ihr Kundenstamm und ihre bestehende Architektur binden sie an veraltete Paradigmen
- Startups haben dagegen folgende Vorteile
- Sie können für die aktuelle oder künftige Bedrohungslandschaft gebaut werden
- Sie bewegen sich schnell, ohne den Koordinations-Overhead großer Organisationen
- Sie ziehen Talente an, die moderne Software-Ökosysteme verstehen
- Sie gewinnen das Vertrauen ihrer Kunden, indem sie Schwachstellen vom ersten Tag an nachweisen
- In der Cybersicherheit ist es fatal, an überholten Paradigmen festzuhalten
- Das spielt Startups in die Karten, und etablierte Unternehmen in diesem Bereich sind verwundbarer als in anderen Branchen
- Dennoch stellt sich die Frage nach der Verteidigungsfähigkeit
- Was passiert, wenn ein Startup selbst zum etablierten Unternehmen wird?
- Verteidigungsfähigkeit kann nicht von nur einem Faktor abhängen, etwa von IP wie in der Biotechnologie
- Ein Markteintrittspunkt wie Kois originelle Einsicht verschafft einen anfänglichen Vorteil, doch es braucht nachhaltige Schutzmechanismen wie Netzwerkeffekte, Marke und tiefe Einbettung
Implikationen für Gründer
- Paradigmenwechsel schaffen ein Chancenfenster, in dem Startups etablierte Unternehmen überholen können
- Dafür muss der Wandel früh erkannt und für die neue Realität gebaut werden
- Statt ein besseres EDR-Tool zu bauen, hat Koi die erste echte Sicherheitsplattform auf Anwendungsebene entwickelt
- Das aktuelle neue Paradigma ist die Verteidigung auf Anwendungsebene
- Dieses Feld ist noch offen, und Teams wie Koi zeigen mit der richtigen Denkweise, was möglich ist
- In Zukunft wird ein weiteres Schlachtfeld entstehen
- Die einzige Konstante in der Cybersicherheit ist Veränderung
- Für Startups wirkt das als Vorteil
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