- Nachdem der Autor zuletzt zweimal hintereinander den Ausfall einer Intel 285K CPU erlebt hatte, wechselte er schließlich zu einem AMD Ryzen 9950X3D
- Der CPU-Defekt begann mit auffälligen Symptomen während großer Batch-Jobs; die Lüfter liefen nur noch mit 100 %, während der PC nicht mehr reagierte
- Als Ursache wurde eher ein Stabilitätsproblem der CPU selbst als ein Problem mit der Umgebungstemperatur vermutet; Temperaturen um 100 Grad lagen laut Spezifikation im normalen Bereich
- Der neu gewählte AMD 9950X3D unterstützt 3D V-Cache und Linux-Optimierungsfunktionen; die Leistung ist gegenüber Intel leicht besser, der Stromverbrauch im Leerlauf jedoch höher
- Mit einem Rückblick auf die lange Beziehung zu Intel hofft der Autor künftig auf Verbesserungen bei AMD, wünscht sich aber zugleich eine Rückkehr des Wettbewerbs im CPU-Markt
Auftreten des Problems und Erfahrungen mit der Instabilität von Intel-CPUs
- Der Nutzer verwendete eine Intel 285K CPU und erlebte mit demselben Modell zweimal hintereinander einen Defekt
- Auch in Nutzerbewertungen eines Elektronikmarkts wurden mehrfach CPU-Austauschfälle erwähnt, was den Eindruck einer nachlassenden Stabilität bei Intel-CPUs verstärkte
- Aus diesen Gründen entschied er sich für die nächsten Jahre statt Intel für das Modell AMD Ryzen 9950X3D
Der „Batch-Job des Todes“ und Systemanomalien
- Am 9. Juli führte er für die Umwandlung von Bilddokumenten in Text umfangreiche Rechenarbeiten mit den Tools layout-parser und tesseract aus
- Er wollte CUDA nutzen, musste unter NixOS jedoch selbst bauen; nach einem fehlgeschlagenen Build lief die Verarbeitung nur auf der CPU
- Über etwa 4 Stunden wurden rund 300 W verbraucht und die CPU stand unter hoher Last
- Während der Arbeit verschwand der Computer aus dem Netzwerk, und es wurde ein Fehlerbild festgestellt, bei dem nur noch die Lüfter mit 100 % liefen
- Am nächsten Tag wachte der PC nicht mehr aus dem Ruhezustand auf; auch nach Aus- und Einschalten reagierte er nicht, weshalb ein Problem mit CPU/Firmware vermutet wurde
- Netzteil, RAM, Datenträger und andere Komponenten funktionierten normal, weshalb als Schlussfolgerung ein Defekt an CPU oder Mainboard blieb
Kein Problem durch hohe Umgebungstemperaturen
- Anders als die Behauptung, Ausfälle von Intel-CPUs seien auf die Hitzewelle in Europa und fehlende Klimaanlagen zurückzuführen, hatte der Autor die Klimaanlage während der Arbeit direkt in Betrieb
- Die Raumtemperatur lag bei 25 bis 28 Grad, also in einem angemessenen Bereich; auch die CPU-Temperatur von 100 Grad blieb unter Intels offizieller Spezifikation von 110 Grad
- Dass eine CPU durch kurzfristige Überhitzung einfach „stirbt“, ist nicht normal
Gründe für die Wahl der AMD-CPU und Spezifikationen des neuen Modells
- Für einen Desktop-Prozessor mit maximaler AMD-Leistung zog er den Ryzen 9 9950X oder den 9950X3D in Betracht
- Das Modell mit 3D V-Cache zeigte in verschiedenen Benchmarks bessere Ergebnisse
- Unter Linux 6.13 und neuer beeinflusste auch die Möglichkeit, dynamisch zwischen Kernen mit großem Cache und Kernen mit hoher Taktfrequenz zu wählen, die Entscheidung zugunsten von AMD
- Als Mainboard wurde das ASUS TUF X870+ gewählt, mit Fokus auf niedrigen Stromverbrauch und Haltbarkeit
Vergleich von Leistung und Stromverbrauch
Leistung
- Der AMD 9950X3D zeigt eine leicht bessere Leistung als der Intel 285K
- Bei verschiedenen Linux-Aufgaben wie Kompilieren, Tests und Kernel-Builds lieferte das AMD-Modell gute Ergebnisse
Stromverbrauch
- Ein PC auf Basis des AMD 9950X3D verbraucht im Vergleich zum Intel 285K im Leerlauf und bei Monitornutzung etwas mehr Strom
- Intel 12900k: 40~60W
- Intel 285k: 46~65W
- AMD 9950X3D: 55~80W
- Der gesamte tägliche Stromverbrauch im Haushalt stieg leicht von 9.x kWh auf 10~11 kWh
- Im AMD-System sind Spitzen- und Durchschnittsverbrauch beide höher
Fazit und Erwartungen an den Markt
- Intel erfüllte früher zugleich Leistung, geringe Lautstärke und Linux-Kompatibilität und baute damit über lange Zeit Vertrauen auf
- Doch bei den jüngsten CPU-Generationen lässt die Stabilität nach, sodass diese Formel nicht mehr gilt
- Zugleich bestand schon länger eine gewisse Sympathie und Verbundenheit mit AMD
- Der Autor hofft, dass AMD künftig die Optimierung des Stromverbrauchs im Leerlauf verbessert und Intel die Stabilität wiederherstellt
- Gewünscht wird ein anhaltender Wettbewerb in der CPU-Branche
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